4.8/5 - (10 votes)

  Lesedauer: 2 Minuten
Daumen rauf für die Facebook-Party? Das sahen nicht alle so. Randale und Ausschreitungen wurden befürchtet, da Tausende mitfeiern wollten. Schließlich wurde sie abgesagt!
Daumen rauf für die Facebook-Party? Das sahen nicht alle so. Randale und Ausschreitungen wurden befürchtet, da Tausende mitfeiern wollten. Schließlich wurde sie abgesagt!

Diverse TV-Sender hatten beim sogenannten Facebook-Party-Macher „Eisi“ angeklopft, aber der blockte nachzu alle Interview-Anfragen ab. Er befürchtet, dass man ihn und die Ereignisse nicht richtig darstellt und nur weiter Öl ins Feuer gießt.

Von vielen Seiten wird der Jugendliche auf jeden Fall seit Tagen mit Interview-Anfragen bestürmt. Auch in der Ww-Redaktion riefen tagelang diverse Kollegen aus Funk un Fernsehen an, in der Hoffnung  durch uns an weitere Informationen oder Bildmaterial zu gelangen. Jedoch nur dem TV-Team von Hessen-Tv gestattete er bisher ein Interview und einen Bericht über die ganze „Aktion“. 

Das berichten andere Medien:

Die HNA schreibt, es wurde Strafanzeige gegen den „Veranstalter“ gestellt: „Sicher ist auf jeden Fall, dass der junge Mann bereits eine Strafanzeige erhalten hat: Aufforderung zu Straftaten, heißt es von Seiten der Polizei.“ (HNA Online vom 14.6.)“

Die Party-Einladung auf Facebook wurde offenbar auf Druck der Behörden zuerst im Datum zurückgestellt, dann am 14.6. ganz gelöscht. Nachdem die User keine Plattform mehr haben, schreiben sie vermehrt bei Wildwechsel.de, dass sie dennoch kommen möchten und fordern auch andere dazu auf.

Die Frage, ob wirklich nächsten Freitag so viele Menschen nach Bad Arolsen kommen und wie sie sich benehmen werden, wird derweil im Web als auch anderen Medien weiter kontrovers  diskutiert.

Auf der Website 112-magazin steht „Die Stadt Bad Arolsen und die Polizei … rufen … die Bevölkerung auf, von einer gewissen Schaulust am Freitag abzusehen. Denn einschätzen, wie viele Menschen tatsächlich kommen werden, was passiert und welche Gruppierungen kommen, kann niemand.“

Das wird richtig teuer für die Stadt!

„Die von uns geplanten Maßnahmen werden in der Stadt zu sehen sein“, zitiert das 112-magazin Bürgermeister Jürgen van der Horst. Die Polizei werde in Bad Arolsen sehr präsent sein, Feuerwehr und Rettungsdienste seihen ins Boot geholt worden und würden die Sicherheitsvorkehrungen auch logistisch unterstützten. „Das wird richtig teuer für die Stadt“, sagte van der Horst laut 112-magazin. Das Portal schreibt auch „Diese Kosten werden dem 23-Jährigen in Rechnung gestellt.“

Im Zuge der Einsatzmaßnahmen zur heutigen verbotenen Facebook-Party „Projekt-X“ richtet die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg sogar extra eine Pressestelle im Rathaus in Bad Arolsen ein. Auch der Bürgermeister Jürgen van der Horst steht für Fragen ebenfalls ab 18.30 Uhr telefonisch zur Verfügung.

Auch Wildwechsel gerät  in die Kritik, dass er mit seiner Berichterstattung die Feuersbrunst angeblich weiter ausbreite, statt sie einzudämmen. Wohlgemerkt, nachdem bereits ca. 30.000 Menschen davon wussten und und bereits ca. 3.300 ihre Zusage dazu gegeben haben. Ww hat auch den Vermieter um Stellungnahme gebeten. Bisher hat der sich noch nicht zurückgemeldet.

Das „DAS-Rechtsportal“ schreibt zu dem Thema: „Wer über ein soziales Online-Netzwerk absichtlich Unbekannte in unbegrenzter Zahl zu einer Party bei sich zu Hause einlädt, muss damit rechnen, dass mehr Gäste eintreffen als erwartet – und dass sich nicht alle gut benehmen.“

Dennoch kann unterschiedliches Recht angewendet werden, so dass nicht klar ist, ob „Eisi“ überhaupt für die Kosten haftbar gemacht werden kann, zumal er die Feier, als ihm die „Auswüchse“ bekannt wurden, abgesagt hat. Außerdem hat er gegenüber Wildwechsel im Interview betont, lediglich 35 Freunde eingeladen zu haben.

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

11 Gedanken zu „Wirbel um Arolser Facebook-Party – „Das wird richtig teuer für die Stadt!““
  1. es ist ja nicht so das nur Wildwechsel darüber geschrieben hat und die andern MEdien nichts dazu beigetragen haben! und was machen die andern jetzt??? löschen ihre Artikel einfach aus dem Netz!! können die nicht dazu stehn was die geschrieben haben??? auf der Homepage der WLZ wurde gestern aben noch ein artikel hochgeladen in dem Wortwörtlich stand „wer nicht nach Arolsen muss sollte zuhause bleiben“. meiner meinung nach ist das totale Panikmacherei und das wurde in dem Artikel auch sehr deutlich. jetzt löschen die den artikel. Warum nur?

  2. Allein das Foto konterkariert doch jegliche kritische Berichterstattung und kann nur als Verhöhnung der Stadt und der Polizei und als Werbung für die Party verstanden werden, oder?

  3. Und was der junge Mann, für mich „Asoziale“ geplant hat, ist eben doch zu 100 Prozent anhand seiner Kommentare auf der Projekt X Seite nachzuvollziehen gewesen. Ich weiß, dass Polizei und Stadt diese Kommentare auch alle per Screenshots gespeichert haben. Wenn man dieses Thema anfasst, muss man das einfach im Artikel/Interview berücksichtigen.

  4. Sie wollen die Berichterstattung in der HNA o. WLZ nicht mit ihrer vergleichen, oder? 1. Völlig andere Leserschaft und Tragweite und 2. völlig anderer Inhalt. In den von Ihnen aufgeführten Medien wurde die Veranstaltung kritisiert in ihrer Berichterstattung, die halt hauptsächlich von potenziellen Partygästen gelesen wird, wurde die Party gehypt und der Veranstalter durfte ein völlig kritikloses Interview mit Ihrem Blatt führen und unwidersprochen Lügen verbreiten. Das Interview an sich ist ja okay, wenn Ww dann aber die echten Fakten dem gegenübergestellt hätte und dazu hätte man nur die Kommentare dieses Subjekts auf der Veranstaltugsseite bei Facebook lesen müssen und ihn damit konfrontieren. Sie haben den Protagonisten einseitg Werbung machen und sich verteidigen lassen, ohne jegliche Kritik, mit dem Flugticket/Griechenland Vergleich, diese ernste Sache, bei der es Sachbeschädigung und Veröetzte geben kann, noch ins Lächerliche gezogen. Wenn sich ein Jugendmagazin an ein so heißes Eisen wagt, dann gilt auch für Sie journalistische Sorgfaltspflicht, dem Allgemeinwohl verpflichtet, wovon ich hier nichts feststellen kann. Pfui!

  5. und die Kritik an Ihrem medialen Auftreten in dieser Sache ist völlig berechtigt und ich werde meiner Heimatstadt auch empfehlen, auch gegen den Wildwechsel Regressansprüche zu stellen, denn die Berichterstattung war absolut verantwortungslos u. verharmlosend. Natürlich wurde durch Ihre einseitige Berichterstattung noch mehr Öl ins Feuer gegossen, der Fokus noch größer auf diese Party gelegt, weil der Wildwechsel in unserer Region eben von vielen jungen Menschen beachtet wird. Der „Veranstalter“ hat natürlich geplant, die Party so groß wie möglich zu machen, deswegen war diese ja auch öffentlich und es konnten immer mehr Leute eingeladen werden (ansonsten hätte er die Party bei FB auch begrenzen können und nur Leute einladen, die er auch wirklich kennt). Er hat doch gerade darauf gedrängt, immer mehr Menschen einzualden, alle angestachelt mit Sätzen wie „Arolsen muss brennen“, uvm. Auch als es schon über 2000 Zusagen gab, hat er auf besagter Veranstaltungsseite immer um weitere Teilnehmer geworben und sich für die Resonanz bedankt. Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Kommentare des Veranstalters durchzulesen, als die Projekt X Seite noch online war. Auch, dass er diesen Film als Vorbild genommen hat, spricht wohl nicht dafür., dass er nur im kleinen Kreis (mit 35 Leuten) feiern wollte. In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn mal als Vermieter nicht mal mehr einem Mieter, der auf andauernde Ruhestörungen nicht reagiert, fristgerecht kündigen kann, ohne befürchten zu müssen, dass einem das ganze Mietshaus demoliert wird? Außerdem gebe ich zu bedenken, dass 300 Polizisten, etliche Feuerwehrleute, Rettungskräfte und städtische Mitarbeiter wegen eines asozialen Spinners, ihrer Freizeit beraubt werden und sogar auf das Deutschlandspiel verzichten müssen! Gott behüte, dass da heute Abend etwas größeres passiert und Gewalt gegen Sachen und Personen ausgeübt wird. Denn dann kann sich auch der Wildwechsel nicht von einer Teilschuld freisprechen!

    1. Hätten die Presse diese Veranstaltung unterschlagen, dann wäre sie ihre „Informationspflicht“ nicht nachgekommen. Man stelle sich mal vor, wir wären erst am Tag der Party mit diesem Artikel erschienen und hätten vorher alle Informationen, bzw. Hinweise unterschlagen. Sie verwechseln Ursache mit Wirkung. Was der junge Mann „wirklich“ geplant hat, ist rein spekulativ. Wir können nur wiedergeben, was er uns im Interview erzählt hat. Dass wir hier keinen Kommentar unterschlagen, zeigt doch gerade, dass wir uns auf niemandes Seite geschlagen haben. Wir glorifizieren weder den jungen Mann, noch schieben wir ihm Sätze in den Mund, für die wir(!) keine persönliche Quelle haben. Wir sind nur die „Wirkung, aber nicht die „Ursache“, um es mal etwas salopp auszudrücken.

  6. Nun, dann lassen wir das mal so stehen und nehmen es als Kompliment. Vielen Dank. Aber wir denken nach wie vor, dass Sie uns überschätzen. Bedanken können sich jedoch auch viele, beim sog. „Veranstalter“ der Party. Der wurde inzwischen längst von RTL & Co. bestürmt, ihm ebenfalls ein Interview zu geben und lehnte bisher alles ab. Wieso steht u.a. im nächsten Wildwechsel.

  7. Das sehe ich genauso
    Ich denke dass das Chaos gibt. Bad Arolsen wird vermutlich überannt werden
    Ich hoffe es zwar nicht aber es wird ziemlich viel an diesem Tag hier los sein
    Ich bin froh wenn das WE rum ist nächste Woche

  8. Fakt ist, dass allein schon die Tatsache der eigentlichen Berichterstattung die ganze Sache mehr pusht, als alles andere.
    Denn dann wird die Party auch als „ernst“ betrachtet und festigt mMn die Leute in ihrem Vorhaben kommen zu wollen.

    Berichtigt mich wenn ich falsch liege.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.