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Foto aus dem Film Project X: “Project X ist eine US-amerikanische Komödie aus dem Jahr 2012. Der Found-Footage-Film handelt von dem Loser Thomas und seinen Freunden, die cool werden wollen, indem sie eine Party veranstalten, die bald jedoch eine Eigendynamik entwickelt und völlig außer Kontrolle gerät.” Quelle Wikipedia | Foto-Copyright: Warner Bros.

In dem Film „Project X“ geht es um einen jungen Mann, dem eine Party dermaßen aus dem Ruder läuft, dass ein SWAT-Team anrückt und Flammenwerfer zum Einsatz kommen, wodurch das Haus heftigen Schaden nimmt.

Etwas in dieser Art hat sich ein junger Arolser wohl gedacht, als er als Reaktion auf die Kündigung seines Mietvertrags zu einer Project X-Party in seiner Wohnung per Facebook einlud. Begründung für die Kündigung war laut seinen Facebook-Posts: zu viele Parties.

Insgesamt wurden bisher über Facebook mehr als 20.000 Personen eingeladen, von denen bis zum 12.6. 2012 über 2.700 zugesagt hatten. Mittlerweile ist jedoch die Facebook-Party mit dem Namen “Projekt X Eisis Residenz!!!” in der alten Wohnung offiziell abgesagt! Auf Facebook war danach folgender Text zu lesen: „Aus organisatorischen Gründen muss ich das Projekt X beenden. Weiterhin sind schon die Behörden wie Polizei, Ordnungsamt etc. an mich herangetreten.“ Geplantes Datum war der 22.6. 2012

Aus organisatorischen Gründen muss ich das Projekt X beenden.

Das Gerücht, die Party würde jedoch trotzdem stattfinden, konnte das nicht verhindern. Viele Kommentatoren schrieben auf Facebook, sie kämen trotzdem. Oder sie machen andere kreative Vorschläge wie User Jörn Müller*: “Änder die Beschreibung doch einfach. “Am 22.06. leihen sich zufällig alle einen Film bei Movie Vision in Arolsen aus” Und wenn mal wieder so ein großer Andrang herrscht, muss man wohl leider draussen oder in der Wohnung darüber warten ;)” *Name von der Redaktion geändert

Daumen rauf für die Facebook-Party? Das sahen nicht alle so. Randale und Ausschreitungen wurden befürchtet, da Tausende mitfeiern wollten. Schließlich wurde sie abgesagt!

Bisher wurden bei Facebook-Partys, wo meist versehentlich oder „versehentlich“ auf den „Öffentlich“-Knopf gedrückt wurde, und die in letzter Minute abgesagt wurden, trotzdem tausende Besucher gesichtet. Keine besonders guten Aussichten für den „Veranstalter“, denn meistens entscheiden Gerichte zu Ungunsten des „Gastgebers“, der dann nicht nur auf den Schäden sitzen bleibt, sondern auch für den Polizeieinsatz blechen muss. Bei einer Facebook-Party in Heusweiler im Saarland mit 69 Verhaftungen und über 2000 Gästen (trotz Absage) entstanden beispielsweise Einsatzkosten von 115.000 Euro.

Mittlerweile wurde auch diese Veranstaltung bei Facebook wieder abgesagt und auf ein Datum im April gestellt, sodass sie als “vergangen” gilt und nicht mehr auftaucht, und wurde umbenannt in “Abgesagt, die Behörden und die Polizei wissen Bescheid”. Danach wurde sie offensichtlich ganz aus Facebook entfernt. Gastgeber “Eisi”  ist seitdem weiter bemüht sich aus der Schusslinie zu bringen, so hat sich dann auch persönlich beim Bürgermeister entschuldigt wie uns “Hessen-News” mitteilte. Wildwechsel erklärte der verhinderte “Veranstalter” im Interview, dass er nie mit so vielen Zusagen gerechnet hatte und dass er sich der Konsequenzen bewusst ist. Die Polizei befürchtet Ausschreitungen.

Project X ist eine US-amerikanische Komödie aus dem Jahr 2012. Der Found-Footage-Film handelt von dem Loser Thomas und seinen Freunden, die cool werden wollen, indem sie eine Party veranstalten, die bald jedoch eine Eigendynamik entwickelt und völlig außer Kontrolle gerät. Das Filmdebüt von Nima Nourizadeh wurde größtenteils mit unbekannten Schauspielern besetzt, die im Film ihre eigenen Namen trugen, um den Film realitätsnäher zu gestalten. Der Film basiert lose auf dem Fall des 16-jährigen Corey Delaney, der zunächst eine kleine Feier veranstalten wollte, zu der letztendlich jedoch 500 Leute kamen und die durch die Polizei beendet wurde.” Quelle: Wikipedia


» Wildwechsel-Interview mit dem Planer der abgesagten Facebook-Party

Trailer zu dem Film “Project X”, der offensichtlich der Namensgeber für die geplante Party war.

Copyright: Warner Bros. GmbH

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

16 Gedanken zu „Project X, das war wohl nix? – Facebookparty in Bad Arolsen abgesagt!“
  1. Ich finde es gut, dass solche extremen Partys verboten werden. Die Polizei ist inzwischen ja auch mehr oder weniger gut darauf vorbereitet, so dass es gar nicht erst zu solchen Partys kommt.
    Ich denke vor allem die hohen Geldstrafen schrecken nicht nur den “Veranstalter” sondern auch die Teilnehmer ab .. bis zu 5000€ hab ich u.B. hier gelesen:
    http://diginights.com/report/stadt-verbietet-facebook-party-auf-dem-marktplatz-teilnehmern-drohen-bis-zu-5-000-euro-geldbusse

  2. Stimmt Plagiatus…
    Und wir hätten uns mehr über Beamte gefreut, die in der Lage sind, die tatsächliche Lage zu deuten, statt jedes Wort eines Jugendlichen ernst zu nehmen.
    Schade um das Steuergeld.

  3. Ist doch völlig out sowas. Man muss doch nur bei YT schauen, um zu sehen was für Witzfiguren bei solchen Events noch auftauchen. Dem Arolsen wünsche ich viel Spass beim bezahlen der Rechnung.

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