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Dylan Carlson – Conquistador

Dylan Carlson? DER Dylan Carlson? Ganz Recht. Das Mastermind der Drone-Doom-Pioniere Earth geht jetzt seine eigenen Wege mit seinem Soloalbum „Conquistador“.

Das Album erzählt laut Carlson die Story eines „imaginären Western“, knüpft also nahtlos an einer guten Earth-Tradition an: Der Film, der während des Hörens abläuft, muss im Kopf entstehen. Und wenn es einen Meister dieses Faches, quasi den Kopfkino-Regisseur par excellence, gibt, dann ist es Dylan Carlson.

Auch „Conquistador“ ist instrumental und lässt somit ideal viel Platz für die gedankliche Vorstellung darüber, wie denn so ein imaginärer Western auszusehen hat. Carlsons Gitarre brodelt, sie schreit, sie ist sanft, sie guckt in die Ferne,  sie zerreißt sich, sie ist der Protagonist. Man merkt natürlich, dass Carlson schon Soundtrack-Erfahrungen gesammelt hat. Er weiß, wie man Spannungen aufbaut. Er weiß, wie man Erzählungen zu stricken hat – ob sie nun linear oder nonlinear sein sollen.

Und all das macht diese Album so gut. So gut, wie ein Album von Dylan Carlson nur sein kann – dem Mann, der die Möglichkeiten der E-Gitarre nicht einmal, sondern gleich zweimal neu erfunden hat. Anspieltipps: Alles!

Von Frank Booth

Freier Autor

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