
(Kassel) Ein echtes Klavier rollt im September durch Kassels Innenstadt und bringt den Soul direkt an die goldene Bartheke: Mit Hit The Road Jack startet die Bar Seibert am 14. September 2026 eine neue Show, die Ray Charles und James Brown musikalisch aufeinandertreffen lässt. Im Mittelpunkt steht dabei Thomas „Stolle“ Stolkmann, den die Produktion als Kassels „Godfather of Soul“ ankündigt.
Gemeinsam mit Jazz-Pianist Michael Müller, Urban Beyer und Romana Reiff bringt er Klassiker wie »Georgia On My Mind«, »I Feel Good«, »Sex Machine« und »This Is A Man’s World« auf die außergewöhnliche Bühne. Für die 21 Vorstellungen zieht außerdem erstmals ein richtiges Klavier in die Bar ein. Frank Eichler von Piano Eichler bringt das Instrument für jeden Showabend aus dem Königstor in die Friedrich-Ebert-Straße. Schon vor der Premiere zeigt sich das große Interesse: Die ersten acht Vorstellungen sind laut Veranstalter bereits ausverkauft.
Hit The Road Jack in der Bar Seibert in Kassel bringt Soul an die goldene Theke
Der Titel Hit The Road Jack setzt sofort die Richtung. Ray Charles gehört ebenso zum musikalischen Fundament des Abends wie James Brown, dessen Funk und Soul mit Nummern wie »I Feel Good« und »Sex Machine« für einen anderen, körperlicheren Drive stehen. Die neue Produktion greift diese unterschiedlichen Seiten afroamerikanischer Musikgeschichte auf und führt sie in einem kompakten Bühnenformat zusammen.
Die Bar Seibert bleibt dabei ihrem seit Jahren gepflegten Prinzip treu. Die lange goldene Messingtheke dient als Bühne, Musiker und Sänger agieren unmittelbar im Raum der Bar. Die hauseigene Abendrot-Reihe arbeitet mit wechselnden Themen und Besetzungen. Romana Reiff entwickelt und inszeniert die Programme seit 2014. Nach Angaben der Bar kommt die Reihe inzwischen auf rund 85 Vorstellungen im Jahr.
Bei Hit The Road Jack erhält das bewährte Konzept allerdings einen neuen musikalischen Mittelpunkt. Erstmals steht ein richtiges Klavier vor der Bartheke. Diese Neuerung beeinflusst den Charakter der Produktion erheblich, denn Ray Charles lässt sich kaum von dem Instrument trennen, das sein musikalisches Bild über Jahrzehnte geprägt hat. Statt lediglich auf die bekannten Songs zu verweisen, bekommt der Piano-Sound einen sichtbaren Platz im Geschehen.
Die Kooperation mit Piano Eichler macht diesen Teil der Inszenierung möglich. Frank Eichler bringt das Instrument nach Angaben der Produktion für jede einzelne der 21 Vorstellungen persönlich aus dem Königstor zur Bar Seibert. Damit beginnt ein Showabend gewissermaßen bereits auf Kassels Straßen, bevor Michael Müller oder Urban Beyer die ersten Tasten anschlagen.

Ray Charles Show in der Bar Seibert: Warum das Klavier diesmal die Hauptrolle mitspielt
Ray Charles Robinson wurde am 23. September 1930 in Albany im US-Bundesstaat Georgia geboren. Im Alter von sieben Jahren war er vollständig erblindet. An der Saint Augustine School for the Deaf and the Blind lernte er unter anderem Klavier, Saxofon und Klarinette und beschäftigte sich intensiv mit Musik. Später führte ihn sein Weg als professioneller Musiker von Florida an die Westküste der USA und schließlich zu Atlantic Records.
Gerade dort entwickelte Charles in den 1950er-Jahren jenen Stil, der seinen Platz in der Musikgeschichte begründete. Gospel, Blues und Jazz rückten eng zusammen. Stücke wie »I Got A Woman« und später »What’d I Say« wurden zu wichtigen Aufnahmen seiner Karriere. Mit »Georgia On My Mind« erreichte Charles 1960 seinen ersten Nummer-eins-Hit in den USA. Ein Jahr später erschien »Hit The Road Jack«, einer der Titel, die bis heute eng mit seiner markanten Stimme und seinem rhythmischen Klavierspiel verbunden sind.
Seine musikalische Neugier blieb dabei keineswegs auf Soul und Rhythm and Blues beschränkt. Mit dem Album »Modern Sounds In Country And Western Music« erreichte Charles 1962 Platz eins der US-Albumcharts. Die Recording Academy zeichnete ihn im Verlauf seiner Karriere vielfach aus und verlieh ihm 1987 den Lifetime Achievement Award. Zehn seiner Aufnahmen fanden zudem Aufnahme in die Grammy Hall of Fame. Ray Charles starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills.
Für die Ray Charles Show in der Bar Seibert liefert diese Geschichte den entscheidenden musikalischen Bezugspunkt. Das Klavier ist kein dekoratives Requisit. Es steht für einen Sound, der Gospelharmonien, Bluesgefühl und Jazzphrasierung miteinander verband und damit die Entwicklung des Soul entscheidend mitprägte. Genau deshalb erhält das echte Instrument in Kassel einen besonderen Stellenwert.
Der zweite große Pol der Produktion trägt den Namen James Brown. Titel wie »I Feel Good«, »Sex Machine« und »This Is A Man’s World« stehen für die funkigere Seite des Programms. Daraus entsteht ein Wechsel zwischen Piano-Soul, Groove und kraftvollem Gesang. Die Bar Seibert bezeichnet das Konzept selbst als „Ray Charles trifft James Brown“. Diese Begegnung bildet den roten Faden des Abends.

Ray Charles Show mit Stolle: Kassels Soul-Stimme feiert Premiere in der Bar Seibert
Thomas Stolkmann gehört unter seinem Spitznamen „Stolle“ seit Jahren zur Kasseler Musikszene. Kassel Marketing beschreibt ihn als Musiker mit soulgeprägter Stimme, der akustische und elektrische Gitarre spielt. Gemeinsam mit Micha Margraf und aRis Parwiz tritt er im Trio Soul2Soul auf. Auch der Kultursommer Nordhessen stellte ihn 2025 als Kasseler Musiker vor und führte ihn bei einem Konzert der Reihe City Lights mit Gitarre und Gesang. Dort ging es musikalisch von den Anfängen des Blues bis zum Neo-Soul.
Weitere Auftritte zeigen, wie eng Stolkmann mit Soul und verwandten Genres verbunden ist. Als Teil der Soul Brothers spielte er gemeinsam mit Brian O’Gott ein Programm rund um Motown und weitere Soul-Klassiker. Veranstaltungsankündigungen beschreiben ihn dabei als Sänger, Multiinstrumentalisten, Songwriter und Arrangeur. Für Hit The Road Jack übernimmt er nun eine zentrale Rolle in einer Produktion, die genau in diesem musikalischen Umfeld arbeitet.
Die Bezeichnung „Kassels Godfather of Soul“ stammt aus der Ankündigung der Bar Seibert und greift zugleich die James-Brown-Seite des Programms auf. Für Stolle bedeutet die Produktion eine Premiere: Er steht erstmals auf der goldenen Bühne der Bar. Seine soulige Stimme und seine langjährige Bühnenerfahrung treffen dort auf ein Format, das Live-Musik eng mit inszenierter Show verbindet.
Auch Jazz-Pianist Michael Müller gibt in dieser Produktion sein Debüt auf der goldenen Theke. Bekannt ist er unter anderem durch Soulsonic und Mrs. Roger. Gerade für ein Programm mit starkem Ray-Charles-Bezug fällt ihm eine zentrale musikalische Aufgabe zu. Das erstmals eingesetzte akustische Klavier rückt sein Spiel deutlich ins Zentrum und gibt den Songs einen anderen Bühnencharakter als ein ausschließlich elektronisches Setup.
Urban Beyer bringt zusätzliche Klangfarben mit. Der Trompeter, Sänger und Jazz-Pianist war zuletzt in der Jubiläumsausgabe »You Give Me Fever« zu erleben. Bei der neuen Show ergänzt er die beiden Debütanten und schafft zugleich eine personelle Verbindung zu früheren Produktionen der Reihe.
Romana Reiff komplettiert das Ensemble. Die Sängerin, Komponistin, Darstellerin und Impresaria entwickelt die Abendrot-Shows seit deren Beginn. Ihre Aufgabe reicht damit weit über den eigenen Gesangspart hinaus. Konzeption und künstlerische Leitung gehören seit Jahren zu ihrer Arbeit für die Bar Seibert. Für die neue Produktion bringt sie die unterschiedlichen Stimmen und musikalischen Temperamente unter dem gemeinsamen Soul-Thema zusammen.
Neue Show in der Bar Seibert führt eine Kasseler Tradition seit 2014 weiter
Die Neue Show in der Bar Seibert steht in einer Reihe, die im Februar 2014 begann. Seitdem entwickelt Romana Reiff regelmäßig neue Programme für den Kasseler Spielort. Das Grundprinzip setzt auf kurze Showblöcke und wechselnde Künstlerinnen und Künstler. Live-Gesang und Instrumentalmusik treffen je nach Thema auf Tanz, Akrobatik, Schauspiel oder Performance. Die goldschimmernde, rund zehn Meter lange Messingtheke übernimmt dabei die Funktion einer Bühne.
Schon 2014 zeigte »ZAPP! – Film & Fernsehen«, wie flexibel dieses Konzept angelegt ist. Damals gehörten unter anderem James-Bond-Motive zum Programm. Spätere Produktionen griffen erneut die Musik der Filmreihe auf. Die James-Bond-Show setzte beispielsweise auf Titel wie »Diamonds Are Forever«, »Goldfinger«, »GoldenEye« und »Skyfall« und kombinierte Live-Gesang mit Tanz und Trompete.
Andere Ausgaben wandten sich bestimmten Jahrzehnten oder musikalischen Figuren zu. Eine 80er-Jahre-Produktion brachte Songs und Stile rund um Cyndi Lauper, Tina Turner, A-ha, Madonna und weitere Stars dieser Epoche auf die Theke. »Elvis & Friends« nahm die 1950er- und 1960er-Jahre in den Blick und verband Elvis Presley mit Musik von Willie Nelson und Bill Haley.
Zum zwölften Geburtstag der Reihe startete am 2. Februar 2026 »You Give Me Fever«. Die Produktion verband Jazz mit Burlesque und lief mit 21 Vorstellungen bis zum 1. April. Urban Beyer gehörte dort zur Besetzung. Ebenfalls dabei waren Akrobatin Lesley Götzfried, Sängerin Sarah Benadda und Romana Reiff. Die Vorstellungen waren schließlich vollständig ausverkauft.
Direkt danach folgte »Rockstar«. Die Pop-Rock-Produktion feierte am 20. April 2026 Premiere und griff Musik von Queen, Bon Jovi, Cher, Red Hot Chili Peppers, No Doubt, Avril Lavigne, Green Day und Robbie Williams auf. Fabian Fenner, Jessica Krüger, Verena Piwonka und Romana Reiff bestritten 21 Vorstellungen bis zum 17. Juni. Nach Angaben der Bar waren auch diese Termine ausverkauft.
Mit Hit The Road Jack in der Bar Seibert in Kassel verschiebt sich der Schwerpunkt nun deutlich zum Soul. Gleichzeitig führt die Produktion Elemente fort, die das Format seit Jahren kennzeichnen: ein klar umrissenes musikalisches Thema, eine eigens zusammengestellte Besetzung und Live-Musik auf engem Raum. Das echte Klavier setzt dabei einen neuen Akzent innerhalb der Reihe.
Was macht Hit The Road Jack in der Bar Seibert musikalisch besonders?
Die Songauswahl beantwortet diese Frage ziemlich direkt. »Georgia On My Mind« steht für die elegante, emotional geführte Seite des Ray-Charles-Repertoires. »Hit The Road Jack« bringt den federnden Rhythmus und die prägnante Call-and-Response-Struktur ins Spiel. James Browns »I Feel Good« und »Sex Machine« setzen dagegen auf Funk-Groove und rhythmischen Druck. »This Is A Man’s World« öffnet Raum für große Soul-Stimmen und dramatische Dynamik.
Die Presseankündigung nennt außerdem »Sorry Seems To Be The Hardest Word«. Damit reicht das Repertoire über die beiden Namensgeber des Programms hinaus. Entscheidend bleibt der gemeinsame musikalische Nenner: Stimme, Groove, Piano und die expressive Sprache des Soul prägen die Auswahl.
Das Ensemble besitzt dafür unterschiedliche Ansatzpunkte. Stolle bringt Gesang und Soul-Erfahrung ein. Michael Müller besetzt den Piano-Part, Urban Beyer erweitert den Sound mit Stimme, Trompete und seiner Jazz-Erfahrung. Romana Reiff verbindet als Sängerin und konzeptionelle Leiterin die einzelnen Teile zum Showformat. Der Abend setzt damit stark auf tatsächlich gespielte Musik.
21 Vorstellungen von September bis November 2026
Die Premiere findet am Montag, 14. September 2026, in der Bar Seibert, Friedrich-Ebert-Straße 47 in Kassel statt. Insgesamt sind 21 Vorstellungen bis zum 11. November vorgesehen. Die ersten acht Termine meldet der Veranstalter bereits vor der Premiere als ausverkauft. Damit setzt sich das starke Publikumsinteresse fort, das schon die vorangegangenen Produktionen »You Give Me Fever« und »Rockstar« begleitet hatte.
Der Einlass beginnt an den Showabenden um 18.30 Uhr. Um 20 Uhr startet das Programm, gegen 22 Uhr endet die Vorstellung. Der Eintritt kostet 29 Euro. Die Küche öffnet während der Showabende von 18.30 bis 22 Uhr. Karten verkauft die Bar täglich ab 17 Uhr direkt in der Friedrich-Ebert-Straße 47. Zusätzlich läuft der Vorverkauf online über die Veranstaltungsseite der Bar Seibert.
Das Dinnershow-Prinzip bleibt auch bei dieser Produktion erhalten. Die Show und der gastronomische Betrieb laufen dabei in einem gemeinsamen Abendformat. Laut Bar besteht bei den Abendrot-Produktionen keine zusätzliche Tischreservierungspflicht für Ticketinhaber. Ein Ticket umfasst bereits einen Sitzplatz; unter demselben Namen gebuchte Plätze ordnet die Bar gemeinsam beziehungsweise nebeneinander an.
Ein kleines logistisches Schauspiel findet zusätzlich vor jedem Termin statt. Das Klavier muss schließlich für jede Aufführung an seinen Einsatzort gelangen. Frank Eichler bringt es aus dem Königstor zur Friedrich-Ebert-Straße und platziert es vor der goldenen Bartheke. Diese Kooperation mit Piano Eichler gibt der Produktion ein Instrument, das eng mit ihrem musikalischen Zentrum verbunden ist.
So beginnt am 14. September ein neues Kapitel der Kasseler Abendrot-Reihe. Stolle und Michael Müller betreten erstmals die goldene Bühne, Urban Beyer kehrt nach »You Give Me Fever« zurück und Romana Reiff führt ihre seit 2014 entwickelte Showreihe mit einem neuen musikalischen Schwerpunkt fort. Im Mittelpunkt steht ein Klavier, das für jeden Abend eigens durch Kassel gebracht wird. Sobald die ersten Akkorde erklingen, führt der Weg von Georgia über den Funk James Browns direkt an die goldene Theke der Bar Seibert.
FAQs zur Ray Charles Show in der Bar Seibert
- Wann feiert Hit The Road Jack in Kassel Premiere? – Die Premiere findet am Montag, 14. September 2026, in der Bar Seibert in Kassel statt. Insgesamt sind 21 Vorstellungen bis zum 11. November vorgesehen.
- Wer tritt bei der Ray Charles Show mit Stolle auf? – Zur Besetzung gehören Thomas „Stolle“ Stolkmann, Jazz-Pianist Michael Müller, Trompeter, Sänger und Jazz-Pianist Urban Beyer sowie Sängerin und Impresaria Romana Reiff.
- Welche Musik läuft bei Hit The Road Jack? – Das Programm verbindet vor allem Songs aus dem Umfeld von Ray Charles und James Brown. Genannt werden unter anderem »I Feel Good«, »Sex Machine«, »Georgia On My Mind« und »This Is A Man’s World«.
- Was ist bei dieser neuen Show in der Bar Seibert erstmals anders? – Zum ersten Mal kommt bei einer Produktion der Bar Seibert ein richtiges Klavier vor der goldenen Bartheke zum Einsatz. Piano Eichler unterstützt die Show, Frank Eichler bringt das Instrument für die Vorstellungen zum Spielort.
- Was kosten Tickets für die Show? – Der Eintritt kostet 29 Euro. Einlass ist um 18.30 Uhr, die Vorstellung beginnt um 20 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Die ersten acht Vorstellungen sind laut Veranstalter bereits ausverkauft.
Nützliche Links zum Thema
- Bar Seibert Kassel – Veranstaltungen und Tickets: Auf der Veranstaltungsseite stehen die Showtermine sowie der Online-Vorverkauf für Hit The Road Jack bereit.
- Hier findest Du mehr über Stolle
- Wenn du mehr über Ray Charles wissen und jetzt CLICK einfach hier drauf
„Ray Charles“ in der Bar Seibert
»Abendrot Show - Hit the Road Jack«
Romana Reiff, Thomas Stolkmann, Michael Müller, Urban Beyer
20:00 Uhr | Variete in Kassel, Bar Seibert
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