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Die Ausstellung »Apokryphe Landschaften« von Sven Drühl wird zwei Wochen nach dem Lockdown, bis zum 29. April, zu sehen sein. - (c) Sven Drühl
Die Ausstellung »Apokryphe Landschaften« von Sven Drühl wird zwei Wochen nach dem Lockdown, bis zum 29. April, zu sehen sein. – (c) Sven Drühl

(Marburg) Sven Drühls Ausstellung apokrypher Landschaften hat am 23. Oktober 2020 begonnen und endet voraussichtlich am 29. April 2021.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie bleibt der Marburger Kunstverein bis zum 18. April geschlossen. Die Ausstellung wird nach Ende des Lockdowns noch für zwei Wochen im Kunstverein zu sehen sein.

Du möchtest die Ausstellung bald besuchen und mehr über die Werke des Künstlers erfahren? Wir haben Dir die wichtigsten Informationen hierzu zusammengefasst.

Werke von Drühl

Sven Drühl, im Jahr 1968 in Nassau/Lahn geboren, studierte 1991 bis 1996 Kunst und Mathematik an der Universität Gesamthochschule Essen.

Der in Berlin lebende Künstler hatte seine erste museale Einzelausstellung im Jahr 2002 im Leverkusener Museum Morsbroich. Anschließend folgten Einzel- und Gruppenausstellungen in den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Norwegen, China, Korea und der Schweiz.

Drühls Werke nehmen seit mehr 20 Jahren stets Bezug auf die Kunstwerke von anderen Künstlern.

Es handelt sich um Bilder über Bilder, sozusagen Abstraktionen zweiter Ordnung. In seiner speziellen Technik aus Öl, Lack und Silikon hat Drühl meist Landschafts- oder Architekturmotive geschaffen, die alle Vorlagen, egal aus welchen Jahrhundert, in seinen unverkennbaren Stil mit hohem Wiedererkennungswert zwingen und einer Art Neubewertung und Neuverortung im Sinne eines Remix unterziehen.

Drühls apokryphische Landschaften-Ausstellung im Marburger Kunstverein

Der Schwerpunkt der Ausstellung im Marburger Kunstverein liegt auf Werken der letzten acht Jahre. Seitdem ist ein neuer Werkblock entstanden, der so etwas wie eine Inversion des bisherigen Schaffens darstellt.

Marburger Kunstverein über die Landschaftsgemälde von Drühl:

Mit den Lackbildern kehrt Drühl den Blick um. Er bezieht sich nun nicht mehr etwa auf Ferdinand Hodler oder Caspar David Friedrich (d.h. auf Gemälde, die ihrerseits auf Naturanschauung basieren).

Stattdessen verwendet Drühl nun als Ausgangsmaterial seiner Gemälde vielfach Fotos von Künstlerkollegen wie Sebastiao Salgado oder auch Wolfgang Tilmanns, aber zunehmend auch rein virtuelle Vorlagen, die er aus den Textur-Hintergründen gerechneter Welten für große Blockbuster-Games extrahiert und in extrem realistisch anmutende Malerei übersetzt. Es entstehen Landschaftsgemälde, die sich eben genau nicht mehr auf eine reale Landschaft beziehen.

Bildergalerie zur Ausstellung Apokryphe Landschaften:

Drühls Gemälde werden seit 2019 um detailgetreue monochrom-schwarze Skulpturen von Bergmassiven wie Mont Blanc, Mount Everest oder Matterhorn ergänzt. Die Berg-Skulpturen sind eine Verlängerung der Malerei in den Raum.

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Von Lorin Azizi

Liebe Leser*innen, ich bin Lorin, 21 Jahre alt und studiere zur Zeit das Fach Medienwissenschaften an der Philipps-Universität-Marburg.Das Verfassen von Artikeln hat mich schon immer sehr stark interessiert. Aus diesem Grund bin ich seit März 2021 als festes Mitglied beim Wildwechsel dabei. Ich hoffe ihr habt genauso viel Spaß dabei meine Beiträge anzuschauen, wie ich beim Schreiben.

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