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Eisblume alias Ria
Eisblume: Sotiria Schenk alias „Ria“ landete mit dem Song „Eisblume“ auf Platz drei der Charts, Auftritte bei „The Dome“ und als Vorgruppe von Ich&Ich und bei »Rock am Ring« folgten.

So kann man sich täuschen. Mit dem düster-zerbrechlichen Subway to Sally-Cover stürmte Eisblume alias Sängerin Ria alias Sotiria 2009 überraschend die Charts. Doch eigentlich steht die 22-Jährige auf Indie und das soll man hoffentlich auch auf dem zweiten Album hören, erzählt Ria im Ww-Interview. Ansonsten schwärmt die Sängerin von ihrer Leidenschaft für Depeche Mode und lässt in ihre Seele blicken.

Mit deinem Subway to Sally-Cover warst du sehr erfolgreich. Ist jetzt wieder Ruhe bei dir eingekehrt?
Keine wirkliche Ruhe. Wir arbeiten gerade am 2. Album, nehmen ganz viel auf und treten am Wochenende auf irgendwelchen Festivals auf.

Irgendwie wars ja auch verrückt: Peng da warst du. War das geplant?
Erfolg kann man nie planen. Wir haben lange an dem Album gearbeitet, aber man weiß vorher ja nie, wie es ankommen wird und ob einen überhaupt jemand hören will. Als wir das Video zu „Eisblume“ veröffentlicht haben, hatten wir sowohl
positive als auch negative Reaktionen, gerade von den Subway to Sally-Fans. Erstmal war der Erfolg ein totaler Schock. Man bekommt einen Anruf, wie hoch man in die Charts eingestiegen ist und realisiert es gar nicht.

Du hast von der Musikpresse teilweise harte Prügel einstecken müssen. „H&M Pseudo Gothic“ ist da so ein Beispiel. Verletzt oder ärgert dich sowas?
Nö, man muss sich da ein dickes Fell zulegen. Ich lese mir sowas auch gar nicht durch. Gerade als Newcomer wird man stark kritisiert und wenn man nicht 10 Jahre in einer Schülerband gespielt hat, ist das noch stärker der Fall. Ich bin aber
zufrieden mit meinem ersten Album und freue mich auf das zweite. Das ist ja dann immer noch mal ne Weiterentwicklung. Ich muss aber auch sagen, immer wenn uns die Leute live gesehen haben, waren sie total von uns überrascht.

Dita von Teese find ich super schick!

Wie beschreibst du deine Musik?
Naja, alle wollen einen ja immer in eine Schublade stecken. Ich würde aber sagen düster-romantischer Rock-Pop. Gerade bei neuen Bands helfen Schubladen  aber auch… In Frankreich werde ich im Promotext als eine Mischung zwischen Tokio Hotel und Evanescense einsortiert.

Wie eisig bist du wirklich?
Ich bin schon reserviert, wenn ich auf neue Leute treffe. Nicht, dass ich Angst  vor Menschen hätte, aber ich habe eher einen kleinen Freundeskreis. Bis das Eis gebrochen ist, dauert es, dann bin ich aber ein sehr warmherziger Mensch.

Du machst sehr schöne Fotos, könnte mir vorstellen, dass du auf Dita van Teese stehst.
Die find ich super schick. Ich bin aber niemand, der sich vor der Kamera auszieht.

Magst du denn den Retro-Stil oder gehst du eher in Richtung Gothic?
Ein Gothic bin ich eigentlich auch nicht. Ich ziehe an, worauf ich Lust habe. Ich bin kein Szene-Mensch.

Und wer sind deine Vorbilder?
Ich steh auf Depeche Mode. Ich bin damit aufgewachsen, die liebe ich total. Muse mag ich auch. Ich gehe also eher in die Indie-Richtung.

Was können wir live von dir erwarten?
Wir sind live ein Stück rockiger. Wie du auch meintest, wirke ich durch die Medien eher mysteriös. Das ist auf der Bühne nicht so. Die Auftritte machen mir am meisten Spaß. Dafür brenne ich.

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

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