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hessen_rtw002Kassel – Zwei 7 und 13 Jahre alte Brüder wurden am Sonntagnachmittag beim Spielen im Hinterhof einer Kfz-Werkstatt in der Holländischen Straße in Kassel durch die Detonation eines Glasgefäßes, das nach dem jetzt vorliegenden Untersuchungsergebnis des Landeskriminalamtes Wiesbaden eine explosionsfähige Chemikalie enthielt, schwer verletzt.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei spielten die beiden Jungen am Nachmittag auf dem Hof des Anwesens ihres Großvaters Fußball. Ein Ball traf nach Angaben des 13-Jährigen gegen 16 Uhr einen Eimer, der auf einem geschlossenen, hohen Metallcontainer stand. In diesem Eimer muss sich den weiteren Ermittlungen zufolge das Glasgefäß befunden haben. Der Eimer ist daraufhin aus einer Höhe von etwa 2,20m auf den Boden gefallen. Als der 7-Jährige den Ball holen und den Eimer wieder aufrichten wollte, habe es eine Stichflamme und eine Detonation gegeben, erklärte der 13-Jährige in seiner Befragung durch die Polizei. Dabei wurden beide Kinder erheblich verletzt, bei dem 7-Jährigen konnte zunächst sogar eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Durch die Druckwelle gingen mehrere Glasscheiben angrenzender Gebäudeteile zu Bruch.

Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion

Neben den ermittelnden Beamten des K 11 der Kasseler Kripo und den Sprengstoffsachbearbeitern des Polizeipräsidiums Nordhessen wurden auch Experten und Kriminalwissenschaftler vom Hessischen Landeskriminalamt in die Ermittlungen und Untersuchungen einbezogen.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion gegen Unbekannt. Die durchgeführten Befragungen und Vernehmungen haben aber noch keinen Hinweis ergeben, wem der Eimer mit dem offenbar explosionsfähigen Inhalt gehörte oder wer ihn auf dem Metallcontainer im Hof in etwa 2,20m Höhe abgestellt hat. Der Innenhof des Anwesens mit verschiedenen Werkstätten ist von der Holländischen Straße aus frei zugänglich. Polizei und Staatsanwaltschaft erhoffen sich dadurch Hinweise auf die Herkunft und den letzten Besitzer des Eimers, der möglicherweise auch für die darin befindliche Chemikalie verantwortlich ist. Anhaltspunkte für eine gezielt verübte Straftat haben sich im Zuge der bisherigen Ermittlungen nicht ergeben. Hinweise zu diesem Fall nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel entgegen, Tel.: 0561 – 9100.

Bild: ©Hessennews TV

Von Hessen News TV

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