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(Höxter) Erst senkt sich der Kopf, dann öffnet sich das Maul: Ab dem 1. Oktober stehen im Archäologiepark Höxter 27 beleuchtete Urzeittiere zwischen den Wegen am Weserbogen. Die DinoLichter im Archäologiepark kombinieren bewegliche Sauriermodelle, farbiges Licht und Soundeffekte zu einer abendlichen Ausstellung, die bis zum 1. November jeweils von Donnerstag bis Sonntag zu sehen ist.

DinoLichter Höxter 2026: 27 bewegliche Saurier im Archäologiepark

Auf rund drei Hektar begegnen Besucherinnen und Besucher großen und kleinen Modellen aus der Welt der Urzeit. Die Figuren stehen dabei nicht starr zwischen Bäumen und Wegen. Köpfe drehen sich, Mäuler öffnen sich, Schwänze bewegen sich und einzelne Modelle setzen auch Gliedmaßen oder Flügel in Bewegung. Geräusche und farbige Beleuchtung ergänzen die mechanischen Abläufe. Genau diese Mischung bildet den Kern der DinoLichter Höxter 2026.

Veranstalter ist die Huxarium Gartenpark Höxter gGmbH. Die World of Lights GmbH aus Unna produziert die Schau, die nach Stationen in Erfurt und Hemer nun im Archäologiepark bei Corvey zu Gast ist. Einen Überblick über weitere Event-Highlights im Archäologiepark Höxter hat Wildwechsel bereits zusammengestellt. Für Höxter sind 27 Modelle angekündigt. Im Pressematerial werden unter anderem Tyrannosaurus Rex, Triceratops, Brachiosaurus, Spinosaurus, Dilophosaurus und Velociraptor genannt. Hinzu kommen weitere Sauropoden, Flugsaurier sowie mindestens ein prähistorisches Meeresreptil.

Der Tyrannosaurus Rex wird als lebensgroß beschrieben. Konkrete Maße nennt das Material für Höxter bislang nicht. Für die Premiere der Schau in Erfurt wurden Modelle mit Höhen von bis zu fünf Metern und Längen von bis zu zwölf Metern beschrieben. Ob genau dieselben Dimensionen für alle in Höxter eingesetzten Figuren gelten, ist nicht veröffentlicht.

Was bei den DinoLichtern in Höxter tatsächlich zu sehen ist

Technisch handelt es sich bei einem Teil der Figuren um Animatronics. Unter der gestalteten Außenhaut sitzt eine mechanische Konstruktion, die vorprogrammierte Bewegungen ausführt. Dadurch kann ein Saurier den Kopf senken, das Maul öffnen oder mit dem Schwanz schlagen. Die Bewegung ist Teil der Inszenierung und unterscheidet die Ausstellung von einer reinen Sammlung beleuchteter Standfiguren.

Auch die Lichtgestaltung spielt eine zentrale Rolle. Die Figuren werden farbig angestrahlt und treten mit zunehmender Dunkelheit deutlicher aus ihrer Umgebung hervor. Ergänzende Soundeffekte schaffen die akustische Ebene. Dabei geht es um eine dramatische Darstellung der Urzeit, keine wissenschaftlich exakte Rekonstruktion von Farben und Lauten.

Der Archäologiepark bleibt als Landschaft erkennbar. Die Saurier stehen auf einem Gelände, das normalerweise die Geschichte der früheren Siedlung rund um Corvey vermittelt. Genau daraus entsteht ein ungewöhnlicher Kontrast: künstlich rekonstruierte Tiere aus dem Erdmittelalter treffen auf einen Ort, an dem reale Spuren deutlich jüngerer menschlicher Geschichte sichtbar gemacht werden.

T-Rex, Raptor und Spinosaurus: Wie echt sind die Modelle?

Die DinoLichter im Archäologiepark greifen paläontologische Merkmale auf, arbeiten zugleich mit der Bildsprache, die viele Menschen aus Filmen, Büchern und Ausstellungen kennen. Das ist bei einer Erlebnisinszenierung erwartbar. Für einige Tiere lohnt sich trotzdem ein genauer Blick, denn zwischen Forschung und Popkultur liegen bisweilen deutliche Unterschiede.

Beim Tyrannosaurus Rex lässt sich der Körperbau aus Fossilien vergleichsweise gut rekonstruieren. Sein tatsächlicher Laut ist dagegen unbekannt. Fossilien überliefern kein authentisches Brüllen. Die Geräusche der Ausstellung sind deshalb Sounddesign und keine Tonaufnahme einer wissenschaftlich gesicherten T-Rex-Stimme.

Beim Velociraptor ist der Unterschied zur bekannten Kinoversion besonders auffällig. Das reale Tier war deutlich kleiner als die großen Film-Raptoren und trug Federn. Die mächtigen, schuppigen Jäger aus dem Kino orientieren sich in Größe und Wirkung stärker an anderen Raubsauriern wie Deinonychus.

Auch der Dilophosaurus wurde durch das Kino geprägt. Die bekannte auffächerbare Halskrause und das Verspritzen von Gift sind filmische Erfindungen. Fossile Belege dafür gibt es nicht. Nachgewiesen sind die zwei auffälligen Knochenkämme auf dem Schädel. Beim Spinosaurus wiederum hat sich das wissenschaftliche Bild in den vergangenen Jahren mehrfach verändert. Seine starke Anpassung an ein Leben am und teilweise im Wasser gilt als wichtiges Merkmal, während Details seiner Fortbewegung und Jagd weiter erforscht werden.

Dino oder nicht? Ein kurzer Urzeit-Check

TiergruppeDinosaurier?
TyrannosaurusJa
TriceratopsJa
BrachiosaurusJa
VelociraptorJa
SpinosaurusJa
FlugsaurierNein
Prähistorische MeeresreptilienNein

Flugsaurier und große Meeresreptilien lebten teilweise zur selben Zeit wie Dinosaurier, gehören wissenschaftlich aber zu anderen Tiergruppen. Der Sammelbegriff „Saurier“ ist für eine Ausstellung mit verschiedenen urzeitlichen Reptilien deshalb oft präziser als die Bezeichnung „Dinosaurier“ für jedes einzelne Modell.

Urzeit trifft Stadtgeschichte im Archäologiepark Höxter

Der Spielort liefert einen zweiten Erzählstrang. Der Archäologiepark liegt am Weserbogen unmittelbar bei Corvey. Das karolingische Westwerk und die Civitas Corvey gehören seit 2014 zum UNESCO-Welterbe. Die historischen Anlagen entstanden viele Millionen Jahre nach dem Zeitalter der Dinosaurier, trotzdem sorgt die Nachbarschaft für eine ungewöhnliche Kulisse.

Archäologie und Paläontologie beschäftigen sich mit unterschiedlichen Dingen. Archäologie untersucht die materielle Geschichte des Menschen, Paläontologie widmet sich dem Leben früher Erdzeitalter anhand von Fossilien. Dinosaurierfunde aus Höxter oder Corvey sind kein Bestandteil des bekannten Veranstaltungskonzepts. Die Verbindung entsteht allein durch den Ort der Ausstellung und die zeitliche Spannung zwischen Urzeitmodellen und Siedlungsgeschichte.

Die Fläche von etwa drei Hektar bietet Raum, die Modelle über das Gelände zu verteilen. Der Rundgang nutzt die vorhandene Parklandschaft. Eine offiziell bestätigte Streckenlänge und eine durchschnittliche Besuchsdauer sind bislang nicht veröffentlicht. Auch feste Einlassfenster oder ein gesonderter letzter Einlass vor Veranstaltungsende werden in den bisher vorliegenden Informationen nicht genauer beschrieben.


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Dämmerung oder Dunkelheit: So verändert sich die Lichtwirkung im Oktober

Der Einlass beginnt an allen Veranstaltungstagen um 17 Uhr. Anfang Oktober startet der Rundgang damit noch bei deutlich mehr Tageslicht als in den letzten Tagen des Monats. Die Lichtinstallation gewinnt im Verlauf des Abends sichtbar an Kontrast, sobald die Umgebung dunkler wird.

Am Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit. Von diesem Wochenende an setzt die Dunkelheit nach der Zeitumstellung entsprechend früher ein. Für die letzten Veranstaltungstage bedeutet das, dass die Beleuchtung bereits kurz nach dem Beginn um 17 Uhr stärker sichtbar sein dürfte.

Donnerstags und sonntags endet die Ausstellung um 20.45 Uhr. Freitags und samstags bleibt der Archäologiepark für die DinoLichter bis 21.45 Uhr geöffnet. Der reguläre Tagesbetrieb des Parks endet an Veranstaltungstagen laut vorliegenden Angaben bereits um 16 Uhr. Zwischen Tagesbetrieb und Abendveranstaltung liegt damit eine Stunde Pause.

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Für Familien: Was vor dem Besuch bereits feststeht

Die Ausstellung richtet sich ausdrücklich auch an Familien. Kinder unter 1,20 Meter Körpergröße erhalten freien Eintritt. Für Kinder wird ein Eintrittspreis von 7 Euro genannt. Erwachsene zahlen 15 Euro, der ermäßigte Tarif liegt bei 12 Euro. Ermäßigt sind nach den veröffentlichten Angaben Menschen ab einem Grad der Behinderung von 60 sowie Inhaberinnen und Inhaber einer Huxarium-Dauerkarte 2026.

Bei der Altersgrenze gibt es derzeit eine kleine Unschärfe in den offiziellen Angaben: Erwachsene werden „ab 14 Jahre“ geführt, Kinder zugleich „bis 14 Jahre“. Damit ist für genau 14-Jährige nicht eindeutig formuliert, welcher Tarif gilt. Maßgeblich ist die Preisangabe im Ticketshop zum Zeitpunkt des Kaufs.

Bewegungen und Sound gehören ausdrücklich zur Schau. Für sehr kleine oder geräuschempfindliche Kinder ist bislang nicht veröffentlicht, wie laut einzelne Modelle tatsächlich werden oder ob es besonders ruhige Bereiche gibt. Auch Angaben zu Blitzlicht oder schnell wechselnden Lichteffekten liegen im bisher veröffentlichten Material nicht konkret vor.

Getränke- und Imbisswagen sind angekündigt. Welche Speisen angeboten werden und welche Bezahlmöglichkeiten gelten, ist noch nicht detailliert veröffentlicht. Die Veranstaltung findet im Freien statt. Eine konkrete Regelung für Regen, Sturm oder andere wetterbedingte Einschränkungen ist in den bisher vorliegenden Informationen ebenfalls nicht eindeutig beschrieben.

Tickets, Öffnungszeiten, Anreise und Parkplätze

  • Zeitraum: 1. Oktober bis 1. November 2026
  • Tage: jeweils Donnerstag bis Sonntag
  • Donnerstag und Sonntag: 17 bis 20.45 Uhr
  • Freitag und Samstag: 17 bis 21.45 Uhr
  • Ort: Archäologiepark Höxter, Am Hafen 2A, 37671 Höxter-Corvey
  • Erwachsene: 15 Euro
  • Kinder: 7 Euro; unter 1,20 Meter Körpergröße frei
  • Ermäßigt: 12 Euro

Tickets gibt es online im offiziellen Ticketshop und laut Veranstalter auch an der Abendkasse. Zusätzlich nennt das vorliegende Material die Tourist-Information Höxter in der Uferstraße 2 als stationäre Verkaufsstelle.

Für die Anreise mit dem Auto stehen kostenlose Parkmöglichkeiten am Schloss Corvey und entlang der Straße Am Hafen bereit. Weitere kostenlose Stellplätze werden im Brückfeld genannt. Die Parkhäuser Bachstraße und Uferstraße sind kostenpflichtig. Der Veranstalter weist außerdem darauf hin, dass die Weserbrücke zwischen Höxter und Boffzen nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen freigegeben ist.

Die Bahnstation Höxter-Rathaus wird auf der Veranstaltungsseite mit etwa 15 bis 20 Minuten Fußweg angegeben. Das Gelände ist außerdem direkt an den Weser-Radweg angebunden.

Barrierefreiheit und noch offene Servicefragen

Der Huxarium Gartenpark beschreibt seine Ein- und Ausgänge sowie Toiletten grundsätzlich als barrierefrei. Am Busparkplatz Corvey gibt es Stellflächen für Fahrzeuge mit blauem Parkausweis. Im regulären Parkbetrieb kann an der Kasse gegen Pfand ein E-Mobil ausgeliehen werden, eine Reservierung ist vorgesehen. Über neue Mobilitätsangebote im Huxarium Gartenpark und die Bimmelbahn Höxter hat Wildwechsel bereits ausführlicher berichtet.

Für die Abendveranstaltung ist bislang nicht ausdrücklich bestätigt, ob sämtliche dieser Angebote in identischer Form zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für die Frage, ob der komplette Rundweg rollstuhlgeeignet ist, ob Kinderwagen und Bollerwagen ohne Einschränkung genutzt werden können und ob die Bimmelbahn während der Abendstunden fährt.

Auch zu Hunden, zur Mitnahme von Stativen, zur exakten Rundgangsdauer, zu einer möglichen Ticketbegrenzung pro Abend sowie zu Erstattungen bei wetterbedingten Absagen liegen derzeit keine eindeutigen veröffentlichten Angaben vor. Diese Punkte bleiben damit offen und sollten nicht aus allgemeinen Parkregeln abgeleitet werden.


FAQs

  • Wann finden die DinoLichter in Höxter statt?Die Ausstellung läuft vom 1. Oktober bis 1. November 2026 und öffnet jeweils von Donnerstag bis Sonntag ab 17 Uhr.
  • Wie lange haben die DinoLichter geöffnet?Donnerstags und sonntags endet die Veranstaltung um 20.45 Uhr, freitags und samstags um 21.45 Uhr.
  • Was kostet der Eintritt?Erwachsene zahlen 15 Euro, der ermäßigte Tarif beträgt 12 Euro und für Kinder werden 7 Euro genannt. Kinder unter 1,20 Meter Körpergröße haben freien Eintritt. Bei genau 14-Jährigen ist die veröffentlichte Tarifgrenze derzeit nicht eindeutig formuliert.
  • Sind die Dinosaurier bei den DinoLichtern beweglich?Ja. Die Ausstellung umfasst animatronische Modelle mit vorprogrammierten Bewegungen. Je nach Figur bewegen sich unter anderem Kopf, Maul, Gliedmaßen, Flügel oder Schwanz.
  • Wo kann bei den DinoLichtern geparkt werden?Kostenlose Parkmöglichkeiten nennt der Veranstalter am Schloss Corvey, entlang der Straße Am Hafen und im Brückfeld. Die Parkhäuser Bachstraße und Uferstraße sind kostenpflichtig.

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Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Seit 2021 erscheint Wildwechsel ausschließlich online. Laut Auswertung hat sich dadurch die Zahl der Leser noch mal deutlich gesteigert.

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