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Depeche Mode
Depeche Mode

Der ganz persönliche Jesus! Keine andere Band bewegt besonders die deutschen Musikherzen so sehr wie Depeche Mode. Bundesweit gibt es spezielle Depeche Mode-Partys, die sich in der musikalischen wie auch dekorativen Gestaltung nahezu ausschließlich mit den Jungs aus Basildon in Essex, England, beschäftigen.

Um die Beweggründe hinter den Fans der Band zu verstehen, die sich selbst „Devotees“ (von engl. „devotion“, Hingabe, gleichzeitig etwas selbstironisch von der Band im 1993er Album „Songs of Faith and Devotion“ verwendet), muss man die Historie von Depeche Mode betrachten. 1980 gründeten Andrew Fletcher, Martin Gore, Dave Gahan und Vince Clarke die Band. Einflüsse zu dieser Zeit waren Bands wie OMD, The Human League oder auch The Normal, das Alias von Mute Records-Labelboss Daniel Miller.

Eben dieser Daniel Miller war anwesend, als Depeche Mode 1980 im Bridge House in Canning Town im Süden von London auftraten, um den Opener für Fad Gadget zu machen. Miller war begeistert, ein (mündlicher!) Kontrakt wurde schnell zu Tage gefördert. Das Resultat davon war Depeche Modes erste Single, „Dreaming of Me“, veröffentlicht im Februar 1981. Von dort an war die Richtung Depeche Modes vorgegeben, die Jungs stürzten sich in die Arbeit und veröffentlichten im Oktober 1981 das Debütalbum „Speak & Spell“, angeführt von der heute noch beliebten Single „Just Can‘t Get Enough“. Danach verließ Vince Clarke die Band und gründete Erasure. Alan Wilder sollte sein Ersatz werden, der selbst bis 1995 in der Band blieb.

Die Achtzigerjahre waren gezeichnet von massivem Erfolg und kontinuierlicher musikalischer Weiterentwicklung, die 1988/1989 in der „101“-Tour kulminierten. Das Abschlusskonzert der Tour in der Pasadena Rose Bowl in Kalifornien wurde als „101“-Livealbum und -video für die Ewigkeit festgehalten. Mit „Violator“ folgte 1990 das erfolgreichste Album der Band – und auch der Absturz: Alan Wilder, der als „Mastermind“ im Studio galt, verließ die Band, Sänger Dave Gahan verfiel seinem Drogenkonsum und war 1996 nach einer Überdosis für zwei Minuten klinisch tot. Der Entzug folgte und seitdem folgte die Kurve wieder der für Depeche Mode üblichen Richtung: Bergauf.

Wenn am 15. Juli im Marburger Till Dawn wieder die Depeche Mode-Party stattfindet, kommen allerdings auch Freunde von Futurepop und EBM nicht zu kurz kommen – Fans von Covenant, VNV Nation, Frontline Assembly, Nitzer Ebb, Spetsnaz, Front 242 und Skinny Puppy aufgepasst! (mh)

» 15. Juli, DM, 80s & Electro Party, Till Dawn, Marburg
» www.till-dawn.com

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

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