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AC/DC Back in Black, eines der besten Alben nicht nur der Rock-, sondern der Musikgeschichte, wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Grund genug, einen Blick auf die Hintegründe dieser in jeglichem Sinne richtungsweisenden Platte zu werfen.
40 Jahre Back in Black, eines der besten Alben nicht nur der Rock-, sondern der Musikgeschichte, wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Grund genug, einen Blick auf die Hintegründe dieser in jeglichem Sinne richtungsweisenden Platte zu werfen.

Wir schreiben den 19. Februar 1980. Die Stunde Null in der Karriere der Hard Rock-Emporkömmlinge AC/DC. Gerade mit Highway to Hell ihren kommerziellen Durchbruch gefeiert, ritten die Australier um Riff-Doktor Angus Young auf einer hohen Welle. Und dann der Schock:

Der charismatische Leadsänger Bon Scott wird tot im Auto seines Freundes gefunden, mutmaßlich infolge einer Alkoholvergiftung an seinem eigenen Erbrochenen erstickt.

Schock-Horror! Was tun? Dabei lief doch alles so gut. Das letzte Album, Highway to Hell – insbesondere der Titelsong – katapultierte AC/DC in eine Situation, wo das Superstar-Dasein kurz bevor stand. Die Band spürte, dass jetzt der ganz große Wurf unmittelbar bevorstand, arbeiteten bereits am Nachfolger und auf ein Mal stand alles auf der Kippe.

Bon Scott war nicht nur die charakteristische Stimme von AC/DC, sondern performte sich auch mit seinem Charisma und seiner Bühnenpräsenz in das Herz der Fans. Auch seine Alkoholexzesse waren zu jener Zeit legendär. Aber wer feiern kann, kann auch arbeiten, wenn man Angus Young Glauben schenken kann: “Ich sah Bon einmal drei Flaschen Bourbon direkt hintereinander trinken, aber auch wenn er gerne trank und seinen Spaß haben wollte, war er doch immer zur Stelle, wenn du ihn brauchtest und dann tat er seinen Job”, sagte Angus einmal.

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Nach Scotts Tod waren Angus Young, Malcolm Young, Cliff Williams und Phil Rudd natürlich geschockt. Sie dachten daran, aufzuhören, ließen sich aber von Freunden und Familie Mut zusprechen und fanden schließlich einen Weg, um ein Weitermachen zu vereinbaren. Einziges Problem: Ein Sänger musste her – und Bon Scotts Fußstapfen waren riesig.

Und da kam eine glückliche Fügung zum Tragen, deren Ursprung im Jahr 1973 liegt. Bon Scott war noch der Frontmann der hippie-esken Band Fraternity, die sich gerade erst in Fang umbenannt hatten. Obwohl die Band effektiv schon gescheitert war, schafften sie es, für die Glam-Rock-Band Geordie den Opener-Slot zu ergattern. Sänger von Geordie war damals ein gewisser Brian Johnson. Der Auftritt Johnsons gefiel Scott so gut, dass er dem Rest der Band noch für Wochen in den Ohren lag.

Auch die Idee, Angus Young auf seine Schultern und von dort aus Gitarre spielen zu lassen, stammte von einem Gimmick, das Brian Johnson mit Geordie-Gitarrist Vic Malcolm zu jener Zeit aufführte.

Als sich AC/DC also Gedanken machen mussten, wer Bon Scotts Stelle einnehmen sollte, erinnerten sich Angus und Co. an die Loblieder, die auf Brian Johnson gesungen wurden. Der war mittlerweile aus dem Musikbusiness mehr oder weniger ausgetiegen und arbeitete in einer Werkstatt in seiner Heimatstadt Newcastle. Also fuhren Angus und Malcolm dorthin, mit der absoluten Sicherheit, Johnson von dem AC/DC-Gig überzeugen zu können.

Das Vorsingen lief dann direkt mal typisch für Johnson: Er vergaß fast die Zeit darüber, mit den AC/DC-Roadies Pool zu spielen und musste von der Band persönlich geholt werden. Dann rotzte er den AC/DC-Klassiker “Whole Lotta Rosie”, das Tina Turner-Cover “Nutbush City Limits” und einige andere Songs raus – und hatte den Job. Seine Bodenständigkeit, sein nordenglisches Charisma und natürlich seine einmalige Stimme überzeugten Angus, Malcolm, Cliff und Phil schlussendlich.

Nun war also alles angerichtet – aber was das neue Album, das unter dem Namen AC/DC Back in Black am 25. Juli 1980 in den USA und sechs Tage später in Großbritannien und Europa veröffentlicht wurde, “anrichten” sollte, war zu jener Zeit selbst den größten Optimisten nicht bewusst.

AC/DC hatten ein Album geschrieben, wo man theoretisch jeden Song als Single hätte auskoppeln können. Nimmt man »Hells Bells«? Oder doch lieber »Shoot To Thrill«? Oder den Titelsong? Oder »You Shook Me All Night Long«? Oder »Shake A Leg«? Ihr seht schon, welche Ausmaße die Luxusprobleme annahmen, die AC/DC mit Back in Black hatten.

40 Jahre AC/DC Back in Black – einflussreich bis heute!

Auch, wenn viele AC/DC-Fans es der Band damals übel nahmen, ohne Scott weiterzumachen und auch die Produktion von Robert “Mutt” Lange zunehmend polierter wurde und sich dem Mainstream zuwandte (was später mit Def Leppards “Hysteria” seinen Höhepunkt fand), ist Back in Black eine einzige Erfolgsgeschichte.

Bisher ca. 50 Millionen mal (!) verkauft, ist es aktuell das am zweitmeisten verkaufte Album der Musikgeschichte.

Die Songs, insbesondere “Hells Bells” erklingen nicht nur in Kneipen, Clubs sondern auch in Sportarenen rund um die Welt. Und auch Lange bekam, wenn auch indirekt, seinen rechtmäßigen Anteil in dieser Legendengeschichte: So schreibt Rockjournalist Joe S. Harrington, dass das Album von Produzenten “bis heute als richtungsweisend für den Sound eines Hard Rock-Albums” verstanden wird.

Hinzu kommt, dass die Tonstudios in Nashville das Album benutzten, um die Raumakkustik zu checken – und Motörhead benutzten Back in Black, um ihre Live-Anlage abzustimmen.

AC/DC Back in Black – und was ist mit back on stage?

Gerüchten zufolge waren wir dieses Jahr ganz nahe an einer neuen Tour von AC/DC und einem neuen Album mit Brian Johnson dran. Daraus ist bisher aus nachvollziehbaren Gründen nichts geworden, aber irgendwie liegt da was in der Luft.

In der Zwischenzeit sei Euch eine der besten AC/DC-Tribute-Bands Deutschland ganz nahe ans Herz gelegt, die großartigen Cheap/Dirt um Frontsau Paul Gough!

 

Matthias’ Chart der 10 besten AC/DC-Alben:

 

Platz 1: AC/DC: Back In Black (1980)

Platz 2: AC/DC: Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1976)

Platz 3: AC/DC: Highway To Hell (1979)

Platz 4: AC/DC: Stiff Upper Lip (2000)

Platz 5: AC/DC: Let There Be Rock (1977)

Platz 6: AC/DC: High Voltage (1976)

Platz 7: AC/DC: Powerage (1978)

Platz 8: AC/DC: For Those About To Rock (1981)

Platz 9: AC/DC: The Razors Edge (1990)

Platz 10: AC/DC: Black Ice (2008)

 

AC/DC Links:

» Die offizielle Website von AC/DC

» AC/DC Videos – eine der größten AC/DC Fanseiten auf Facebook weltweit. Hier findet vermutlich jedes Video von AC/DC und zudem viele Videos von AC/DC-Covern

» AC/DC BACK IN BLACK – reinhören und/oder kaufen bei Amazon

» AC/DC im Outback?: Egal ob Shoot To Thrill oder Hells Bells, Hautpsache Bag in Black! Der Rucksack für AC/DC Fans!

 

AC/DC live in Concert?

» Wenn das original, oder eine AC/DC Coverband in der Nähe spielen sollte, dann findest Du den Termin sehr wahrscheinlich hier

 

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Von Frank Booth

Freier Autor

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