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Maxïmo Park

Gitarre statt Giraffe!

Ostwestfalen-Lippes Festival-Institution Serengeti geht in die siebte Runde. Vom 20. bis 22 Juli werden zahlreiche Top-Acts in ihrer natürlichen Umgebung ganz artgerecht präsentiert: auf der Festivalbühne am Safaripark Schloss Holte-Stukenbrock. Die Artenvielfalt gefällt: Die Spezies Festivalgänger trifft in freier Wildbahn auf Rock, Metal, Punk, Crossover und Hip Hop.

Mit der britischen Indie-Rock-Größe Maxïmo Park kann man sicher so manchen Studenten glücklich machen, genau so, wie mit der Chemnitzer Sensation Kraftklub. Wer da noch nicht hüpft, so wie es die Festival-Etikette vorschreibt, der feiert spätestens mit den Rabauken von Deichkind. Die passende Tarnung dafür lässt sich auch noch spontan aus Festivalmüll zusammenschustern. Gentleman steht für Reggae mit tiefsinniger Lyrik. Wortakrobat Dendemann reist mit Live-Band und Hip Hop im Gepäck an. Anti-Flag geben ihren bewährten Politpunk aus Pittsburgh zum Besten und regen zum Nachdenken und Pogen an. Vielleicht nicht unbedingt gleichzeitig. Freunde härterer Gitarrenriffs kommen mit der Thüringer Metalcore-Kapelle Heaven Shall Burn auf ihre Kosten. Den fast schon obligatorischen Auftritt der Crossover-Veteranen H-BLOCKX muss man ja gar nicht mehr erwähnen.

Kraftklub
Sprachrohr einer Generation? Im Feuilleton möchte man sie zum Sprachrohr der Generation Ostdeutscher machen, die die DDR nur noch aus Erzählungen der Eltern kennen. Das bietet sich auch an bei den vor Selbstironie und Bescheidenheit trotzenden Texten der fünf Chemnitzer. In denen werden, teils autobiografisch, mal das Medikament Ritalin oder die Hipster, die es nach Berlin zieht, angeprangert. Politisch wird es bei Kraftklub nicht, und das haben sie auch gar nicht nötig. Denn auch wenn sie provokant in Skinhead-Optik vom Titelbild dieser Ausgabe schauen, haben sie jüngst in einem Interview erklärt, es habe nichts mit Politik zu tun, gegen Rechts zu sein. Das sei schließlich eine Sache von Menschenverstand, eine Selbstverständlichkeit. Einen Hang zur Provokation haben Kraftklub ohnehin mit einem spontanen Konzert am Karfreitag bewiesen. Kraftklubs tanzbare Mischung aus flottem Indie-Rock und Deutschrap scheint einen Nerv zu treffen. Das Debütalbum „Mit K“ landete auf Platz 1 der Charts. Die letzte Tour

Außerdem auf der Bühne:
ZSK, Skindred, Ignite, Callejon, Dog eat dog, Against me, Emil Bulls, Neaera, Eyehatedog, Egotronic, Deez Nuts, Young rebell set, Street dogs, Monsters of liedermaching, Mr. Irish Bastard, The turbo ac’s, We butter, The bread with butter, Horisont, Das Pack, Massendefekt, Dampfmaschine, Vierkanttretlager, Cruel Hand, Wassbass, Eschenbach, Benzin, Onkel Berni

» Fr. 20.6 – 22.6.2012

» Serengeti Festival, Schloss-Holte Stukenbrock

» [ Serengeti Festival.de ]

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

Ein Gedanke zu „Serengeti-Festival 2012“

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