Lesedauer: 2 Minuten

 

Big Lebowski und sein Teppich

Es gibt Schauspieler, die sind für immer mit einer Rolle verbunden. Wie Marlon Brando „Der Pate“ oder Al Pacino ganz einfach „Scarface“ ist. So verhält es sich auch mit Jeff Bridges‘ Rolle in dem Kultfilm „The Big Lebowski“. Für die Figur des sympathischen Losers Jeffrey „The Dude“ Lebowski lieben die Fans Bridges bis heute.

Dabei begann die Karriere von Jeff Bridges viel früher. Mit 20 spielte er seine erste Rolle in „Silent Night, Lonely Night“ an der Seite seines Vaters Lloyd Bridges. Es folgten diverse Filme wie „Arlington Road“, „Der König der Fischer“ oder „Die fabelhaften Baker Boys“. Dennoch ist Jeff Bridges heute für viele schlicht „der Dude“.

The Big Lebowski bzw Dude-Religion

Der Kult um den Film hat schon religiöse Ausmaße erreicht. Denn inzwischen hat der Dude seine eigene Religion, den Dudeism. Motto der Glaubensrichtung: „Take it easy!“.

Auch zum Priester des Dudeism kann man sich weihen lassen, etwa 100.000 gibt es weltweit. In New York gibt es einen Laden namens »The Little Lebowski«, der nur Merchandise aus dem Film verkauft, in Dresden eine gleichnamige Bar. Der Dude ist Thema wissenschaftlicher Arbeiten. Seit 2002 feiert man in Städten wie New York, Los Angeles oder Boston jährlich das Lebowski-Festival.

Dieser Dude – das bin ja tatsächlich ich!

Doch woher stammt die Verehrung für den Typen, der außer Bowling, White Russians und dem gelegentlichen Joint nicht viel im Sinn hat? Die Rolle wurde ihm von den Coen-Brüdern auf den Leib geschrieben.

Bridges sagte in einem Interview: „Als ich das Script dann las, dachte ich: Hey, haben die Jungs meine Highschool-Partys gecrasht? Oder Videokameras installiert, als ich in meinen Zwanzigern war? Was geht hier ab? Dieser Dude – das bin ja tatsächlich ich!“

White Russian
White Russian, in einer weniger gelungenen Version

Bridges zeigt sich beeindruckt von der Verehrung, die der Dude erhält, hat aber auch eine Erklärung parat. In einem Interview mit der GQ erklärt er: „Irgendwann haben die Männer verstanden, welche Freiheit der Dude in seinem Leben hat. Der Dude kann sich gehen lassen und das wollen viele Männer auch. Der Dude steht zu sich selbst.“

Dass Bridges mehr ist als der Dude, hat er in seinen Filmen – z.B. mit dem oscar-nominierten Western »True Grit« – gezeigt. Aber er hat kein Problem mit dem Dude, denn er ist mit sich und der Kult-Rolle im Reinen.

» Coole The Dude Shirts u.ä. gibt es u.a. bei Amazon

» www.jeffbridges.com

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.