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Rockstah - Cobblepot (Department Musik)
Rockstah – Cobblepot (Department Musik)

Eine der wichtigsten Maximen – in so ziemlich jedem Genre – ist es, Genregrenzen auszutesten. Sie eventuell auch komplett einzureißen, was besonders dann vonnöten ist, wenn sich der harte Kern des Publikums diese Grenzen selbst gebaut hat und in einer Mischung aus social-media-gespeistem Anspruchsdenken und eigenem Unwillen komplett festgefahren hat.

Neben so ziemlich allen Genres, in denen elektrische und akkustische Gitarren vorkommen, ist sowas auch im Hip Hop alle paar Jahre mal nötig. Und exakt dieser Aufgabe hat sich Rockstah mit seinem neuen Album „Cobblepot“ auch angenommen. Moment mal, Cobblepot? Oswald Chesterfield Cobblepot, besser bekannt als „Der Pinguin“, maßgeschneiderter Feind Batmans in den DC-Comics? Exakt der.

Er rächt sich an ganz Gotham City, stellvertretend für die Demütigungen, die er im Leben erlitten hat, ist währenddessen aber stets um ein vornehmes Auftreten bemüht. Weiß man um diese Storyline und kennt die erste Singleauskopplung (die dann auch dementsprechend „Der Pinguin“ heißt), kann man die neueste Platte von Rockstah recht gut einordnen. „Cobblepot“ ist allerdings keine Rache-Platte. Es ist ein Album eines Musikers, der endlich genau weiß, wer er ist, dies auch in größte Selbstverständnis rüberbringt und womöglich endlich der ungekrönte Chef des deutschen Hip-Hop-Gothams ist.

5 Sterne

Von Frank Booth

Freier Autor

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