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Austauschen, diskutieren, zaubern: Im Marburger Stadtteil Richtsberg überwindet eine neue gemeinsame Ausstellung sozial-gesellschaftliche Hürden. | (c) pixabay
Austauschen, diskutieren, zaubern: Im Marburger Stadtteil Richtsberg überwindet eine neue gemeinsame Ausstellung sozial-gesellschaftliche Hürden. | (c) pixabay

(Marburg) Bilder sagen oft mehr als tausend Worte, so sagt man. Nicht allzu selten trifft diese Aussage auch wirklich zu! Insbesondere wenn mehrere Künstler:innen an einem Werk beteiligt sind, wird gelebte Vielfalt nochmals unterstrichen. In Marburg, genauer gesagt im Stadtteil Richtsberg, stellen die Bewohner:innen nun selbst eine Ausstellung auf die Beine.

Anlässlich der aktuellen Vorweihnachtszeit machen sich die Richtsberger Einwohnenden im Jahr 2022 gegenseitig ein großes Geschenk: Denn seit dem 25. November 2022 lädt das Stadtlabor Richtsberg regelmäßig zu Workshops ein, in denen allerlei Interessierte an einer lokalen Ausstellung mitwirken können.

Welche Idee steckt hinter der übergreifenden Ausstellung?

Um Kunst zu zeigen und zu leben, muss man keine künstlerische Ausbildung vorzeigen. Und schon gar nicht in Marburg! Hier dient sie als Mittel der Kommunikation, um Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Fragen bildlich darzustellen.

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In Richtsberg wohnt der Großteil der Marburger Einwohnenden. Deswegen ist es umso wichtiger, dass die Bürger:innen dort ihre Heimat selbst gestalten dürfen, wie bspw. durch das neue Kunstprojekt.

An dieser Art der Konversation beteiligen sich die Bürger:innen des Marburger Stadtteil Richtsbergs. Mit etwa 8000 Einwohnenden hat er die größte Nachbarschaft der mittelhessischen Universitätsstadt.

Das Stadtlabor Richtsberg ist frisch, neu, kreativ – und macht Lust auf’s Mitmachen!

Marburgs Stadträtin Kirsten Dinnebier über die neue künstlerische Initiative

Um das kleine Örtchen noch besser an seine Mitmenschen anzupassen, sind die Bewohner:innen eingeladen, ihre Vorstellungen anhand des neuen Kunstprojekts zu verwirklichen. Anhand dessen können sie die Zukunft ihrer Heimat selbst in die Hand nehmen.

Die Ausstellung soll neue Beziehungen schaffen!

Zu Beginn des Projekts haben bereits 40 Richtsberger:innen ihr Interesse an der neuen Initiative bekundet. Diese Zahl soll in den kommenden Wochen stetig steigen. Laut der Veranstaltenden schafft das Projekt nicht nur neue Kunst, sondern auch neue Bekanntschaften.

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Denn die zukünftige Ausstellung soll die Gedanken möglichst vieler verschiedener Bewohnenden repräsentieren. Deshalb sind Menschen aller Altersklassen, Herkünfte und Hintergründe aufgerufen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen – sei es Lob, Kritik oder neue Ideen.

Die mittelhessische Universitätsstadt Marburg liegt selbst malerisch eingebettet in wunderschöner Natur. Diese künstlerische Eigenschaft soll nun auch in der neuen Richtsberger Ausstellung angewendet werden. | (c) pixabay
Die mittelhessische Universitätsstadt Marburg liegt selbst malerisch eingebettet in wunderschöner Natur. Diese künstlerische Eigenschaft soll nun auch in der neuen Richtsberger Ausstellung angewendet werden. | (c) pixabay

Um die Kommunikation zu gewährleisten, sind ebenfalls Übersetzer:innen vor Ort, die Vorschläge ggf. in Russisch, Arabisch, Englisch, Französisch, Farsi oder Englisch übersetzen. Darüber hinaus richtet sich die Initiative auch an Familien, die ihre Kinder für Kunst begeistern möchten, da auch an eine Kinderbetreuung gedacht wurde.

Was macht den Richtsberg und das Leben im Stadtteil aus? Welche Geschichten lassen sich erzählen, welche Träume haben die Richtsberger*innen? Wie könnte das Zusammenleben in Zukunft aussehen?

Diese Fragen wollen die Veranstaltenden beantworten

Am 11. Februar 2023 soll die Ausstellung fertig sein. Wer sich bis dahin noch inspirieren lassen will, kann dies in den Kreativwerkstätten des Richtsberger Beratungs- und Begegnungszentrum tun, wo noch bis zum 27. Januar 2023 Kunststunden stattfinden.

Hilfreiche Links im Überblick

Drei Ww-Artikel zu »Was ist los in Marburg«

Von Julia Gogolok

Online-Redakteurin

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