
Im Vorprogramm von Joss Stone, Bosse und Kean. Auftritt in der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ und dann auch noch ein eigener Werbespot eines Autoherstellers. Leslie Clio war im Vorfeld ihres Albumdebüts „Gladys“ omnipräsent – und das mit Erfolg.
Schon lange nicht mehr konnten sich Hipsters und Formatradiohörer so einfach auf einen musikalischen Konsens einigen: 60s-Retro-Pop mit leichter Erinnerung an Amy Winehouse und Duffy, ohne die stimmliche Präsenz der genannten zu haben.
„Gladys“ ist ein schon ziemlich kurzweiliges Album, das jedoch gekonnt galant von Nikolai Potter, Bassist von Tomte, produziert wurde, und das über Lieder verfügt, die sich verdammt hartnäckig im Ohr festsetzen, wie die Single-Auskopplung „I Couldn’t Care Less“. Vielleicht ist das Ganze nächstes Jahr schon wieder vorbei – aber dieses Jahr wird uns Leslie Clio überall hin begleiten. Mit Sicherheit.