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Wie beeinflussen wir unser Konsumverhalten gegenseitig? Das ist nur eine der Fragen, die bei der Ausstellung ≫Leere Brisanz≪ eine Rolle spielt. | (c) Maria Gibert
Wie beeinflussen wir unser Konsumverhalten gegenseitig? Das ist nur eine der Fragen, die bei der AusstellungLeere Brisanz≪ eine Rolle spielt. | (c) Maria Gibert

(Marburg) Wenn der Stapel an Akten und To-Dos abgearbeitet ist und der Freitagabend immer näher rückt, beginnt für Viele das wohlverdiente Wochenende. Ein Großteil von ihnen nutzt die Freizeit dann mit einem Shoppingtag in der Innenstadt. Schlendern, bummeln, Unnützes kaufen? Dieser Frage gehen 5 Künstlerinnen in Marburg mit ihrer AusstellungLeere Brisanz≪ auf den Grund.

Für Einige unter uns ist ein Jahresvorsatz immer wieder, sich selbst und das eigene Verhalten besser und genauer zu reflektieren. Darunter kann auch ein Blick auf den eigenen Konsum fallen. Diese Art der Reflexion wollen die 5 Kunstschaffenden im Atelier IZHI in Marburg jetzt verschärfen. Vom 27. März bis 15. Mai 2022 wartet eine aufklärerische Ausstellung auf die Besucher:innen.

Leseratten horten ganze Bibliotheken zuhause, aber hat der Inhalt eines Buches überhaupt noch einen Mehrwert für uns? | (c) Heilwig Jacob
Leseratten horten ganze Bibliotheken zuhause, aber hat der Inhalt eines Buches überhaupt noch einen Mehrwert für uns? | (c) Heilwig Jacob

Was bedeutet ≫Leere Brisanz≪ für die 5 kreativen Köpfe?

Wenn sich eine Hand voll Künstlerinnen zusammenschließen, um gemeinsam Kunst zu machen, bedeutet dies nur Gutes. In dem Atelier der Marburger Kunstschaffenden Ursula Eske wollen die fünf Hamburgerinnen Maria Gibert, Maren Goldenbaum-Henkel, Brigitta Höppner, Heilwig Jacob und Silke Rath ihre Wahrnehmung der Konsumwelt zeigen.

Dabei beziehen sie sich aber nicht nur auf materielle Konsumgüter wie Bücher oder teure Gemälde. Denn Konsum lässt sich nach der Meinung der 5 Künstlerinnen auch in Gefühlen und gesellschaftlichen Haltungen wiederfinden.

Unsere Identität wird geprägt durch unser soziales Umfeld. Aber manchmal haben unsere sozialen Kontakte vielleicht doch einen zu großen Einfluss auf unser (Konsum)Verhalten. | (c) Brigitta Höppner
Unsere Identität wird geprägt durch unser soziales Umfeld. Aber manchmal haben unsere sozialen Kontakte vielleicht doch einen zu großen Einfluss auf unser (Konsum)Verhalten. | (c) Brigitta Höppner

Zudem versuchen sie mithilfe ihrer Kunst einen Blick auf fragwürdige soziale Konstellationen zu werfen. Inwiefern unsere Heimat und Nachbarschaft unsere Identität prägt und uns zum Konsum verleitet, sollen die Besucher:innen bei der Ausstellung ≫Leere Brisanz≪ erfahren.

Eine zeitgemäße Form der Kunst: Die ≫Leere Brisanz≪ nimmt auch die Corona-Pandemie unter die Lupe

Des Weiteren hat auch das Thema Krankheit in Bezug auf das eigene Konsumverhalten einen Platz in der Ausstellung. Einerseits stellen die Künstlerinnen die Welt aus der Sicht von Demenz-Kranken dar. Damit wollen sie für ein besseres Verständnis gegenüber dieser Erkrankung sorgen.

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Andererseits beleuchten die Hamburger Kunstschaffenden auch, inwieweit die Corona-Pandemie seit 2020 unser Konsumverhalten beeinflusst. Plötzlich sind wichtige soziale Verbindungen durch die Quarantäne weggefallen. Haben wir deswegen materielle Güter mehr gebraucht?

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Von Julia Gogolok

Online-Redakteurin

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