
Die Kasseler Musikerin LEA tourt inzwischen bundesweit erfolgreich. Wildwechsel hat sie interviewt:
Wie fühlt es sich an, auf so einer Erfolgswolke zu schweben?
Es ist ein wunderbares Gefühl, nach so vielen Jahren Arbeit, von der Musik leben zu können. Ich bin einfach sehr froh darüber, meine Musik mit so unheimlich vielen Menschen teilen zu können. Genau das bedeutet mir am meisten: Auf Konzerten in die Gesichter der Zuhörer zu schauen, die Mimik und Gestik zu beobachten und zu sehen, wie die Leute meine Musik fühlen.
Hättest Du jemals gedacht, dass du so erfolgreich wirst, als dein mittlerweile berühmtes Youtube-Video zu „Wo ist die Liebe hin“ bekannt wurde?
Ich habe mir damals keinen Master-Plan geschmiedet und ich hatte zu dem Zeitpunkt der allerersten Veröffentlichung auf Youtube auch überhaupt keine Kontakte ins Musikbusiness. Deshalb bin ich relativ naiv an die ganze Sache ran gegangen. Ich glaube im Nachhinein, dass das eine sehr gesunde Einstellung war, weil ich mich dadurch nie selbst gestresst habe. Ich wollte meinen eigenen Weg finden und meine Sprache entdecken.
Was hat sich musikalisch im Gegensatz zu deinem Ersten Album verändert?
Ich glaube, ich stelle mir, im Gegensatz zum ersten Album weniger Fragen auf meinem und komme vermehrt zu Antworten. Ich habe das Gefühl, einen Schritt mehr angekommen zu sein und deutlicher zu wissen, wohin die Reise musikalisch geht. Das Instrumentale wird immer auch von Lebensabschnitten und Stimmungen abhängen.
Worum dreht sich das neue Album?
Mein neues Album beleuchtet meine erlebten zwischenmenschlichen Beziehungen: Liebe, Freundschaft, Trennung. Es sind die kleinen Geschichten aus meinem Leben, die ich festhalte, sowohl positive als auch negative Erfahrungen. Weiterhin geht es viel um das unterwegs Sein und um das sich selbst Reflektieren auf dem Weg der Selbstsuche.
Was bedeutet Musik für Dich?
Die Musik untermalt meine Worte, sie spielt eine riesige Rolle für mich. Die Worte können emotional sein aber es ist gerade die Musik, die diese Emotionalität nochmal um ein vielfaches verstärkt. Eine Welt ohne Musik wäre undenkbar für mich.
Warum bist Du überhaupt Musikerin geworden?
Ich habe mir nicht gezielt ausgesucht, Musikerin zu werden. Mich hat das Klavierspielen schon in der frühesten Kindheit gereizt, weil mein Vater zu Hause fast jeden Abend gespielt hat. Mit elf oder zwölf Jahren habe ich angefangen, am Klavier zu improvisieren und eigene Texte zu schreiben. Ich habe das nie hinterfragt, es kam einfach so aus mir heraus.
Geboren wurdest Du in Kassel, bist dann nach Hannover gezogen und später nach Berlin. Schon eingelebt?
Ich passe mich relativ schnell an neue Umgebungen an. Eingelebt in Berlin habe ich mich schon, bevor ich hingezogen bin, weil ich schon vorher ca. 3-4 Mal im Monat dort war. Ich liebe die Stadt. Genauso liebe ich jedoch auch Kassel und Hannover. Kassel wird für mich immer Heimat sein.
Fließt deine Heimat mit in deine Musik ein?
Es sind vor allem die Menschen, die in meiner Musik eine so große Rolle spielen und gerade mein engstes Umfeld tauchen immer wieder in meinen Songs auf. So ist Kassel quasi auf Umwegen in vielerlei Hinsicht teil meiner Songs :).
→ Dieses Interview haben wir bereits 2018 mit LEA geführt!
Die wichtigsten Links zu LEA:
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