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Deafheaven - Ordinary Corrupt Human Love (Epitaph)
Deafheaven – Ordinary Corrupt Human Love (Epitaph)

Noch irgendjemand, der es nicht mehr hören kann? Man stattet seinen Social Media-Kanälen einen Besuch ab und ist alles voller Liebesbekundungen. Kein Hass, nur Liebe kann die Welt verändern! Liebe für alle! Liebe ist das Stärkste! Nur die Liebe zählt!

Ach nee, das war Kai Pflaume. Aus dem San Francisco von 1967 in das von 2018. Zum Glück gar nicht hängengeblieben sind Deafheaven, die sich mit “Ordinary Corrupt Human Love” einmal mehr aus ihrer Komfortzone herauswagen. Waren bereits vorangegangene Experimente mit Kombinationen aus Black Metal und Shoegaze gewagt, werden dem musikalischen Spektrum nun einige Nuancen hinzugefügt, die den Hörer durch die gesamte Welt des menschlichen Gefühlsmandalas tragen.

Songs wie “You Without End”, “Night People” oder das großartige “Honeycomb” zeigen, dass die menschliche Wahrnehmung wesentlich komplexer ist, als sie auf den einfachsten gemeinsamen Nenner wie “Liebe” zu reduzieren. Auch Hass, auch Verzweiflung und auch das Akzeptieren derer gehören dazu. Gebt’s auf, ihr Neu-Hippies. Der Summer of Love ist vorbei. Anspieltipps: Worthless Animal, Honeycomb, You Without End, Canary Yellow, Night People

5 Sterne

Von Frank Booth

Freier Autor

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