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Shelly Bonet
Shelly Bonet

Seit dem 24. Februar ist Shelly Bonet wieder in Deutschland unterwegs. Im Downtown Bluesclub ging es los und am 5. März macht der Tourbus auch im Neukirchener Sägewerk Halt. Anlässlich ihrer Show im Sägewerk hat sich die amerikanische Sängerin Shelly Bonet Zeit genommen, uns ein paar Fragen zu beantworten.

TITEL-S 03 2016Hey Shelly! Danke, dass du dir kurz Zeit nimmst, um ein paar Fragen zu beantworten. Du bist jetzt zum dritten Mal auf Deutschlandtour. Welchen Rapport hast du mit den deutschen Zuschauern?

Ich liebe das deutsche Publikum! Sie mögen meine Musik und haben mich auf meinen Tourneen immer sehr zuhause fühlen lassen. Ich habe einige Freundschaften geschlossen, von denen ich hoffe, dass sie auf ewig halten.

Wer sind deine musikalischen Helden, deine Einflüsse?
Oh Gott, da gibt es so viele, wo soll ich da nur anfangen? Bonnie Raitt ist sicherlich zu nennen. Ich liebe auch Mavis Staples, Steve Marriott, Janis Joplin, Tina Turner, Howlin Wolf…

Du hast ja mit Steve Lyon aufgenommen. Als Fan seiner Arbeit, die er mit Recoil, Depeche Mode, The Cure, Nitzer Ebb, Paul McCartney, Suzerain und vielen anderen gemacht hat, kann ich mir die Frage nicht verkneifen, wie es war, mit ihm zu arbeiten?
Mit Steve zu arbeiten, war absolut fantastisch. Ich habe innerhalb der Albumproduktion so viel von ihm gelernt. Von der Auswahl der Studiomusiker über die Auswahl des perfekten Mikrophons für meine Stimme, bis hin zum Arrangement der Songs: Er hat ein riesen Talent dafür, das beste aus seinen Künstlern rauszuholen. Er arbeitet sehr akribisch und man bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie sehr er das liebt, was er tut. Und das hört man auch in seinen Produktionen. Für mich war es ein Meilenstein, die Gelegenheit zu bekommen, mit Steve aufzunehmen.

Ich habe gelesen, dass du in Deutschland gelebt hast, genauer gesagt in Zweibrücken und Heidelberg. Worin siehst du den Unterschied zwischen der deutschen und amerikanischen Musiklandschaft? Ist es die Vielfältigkeit? Oder sogar die Qualität?
Oh ja, in der Tat. Mein Dad hat für das Militär gearbeitet, darum bin ich sogar in Zweibrücken zur Schule gegangen. Als Teenager habe ich auch angefangen, in deutschen Bands zu spielen. Die Musiklandschaft ist in den Staaten sehr vielfältig. Das kann man beobachten an größeren Bands: Die Szene in Seattle (Grunge), die Szene in LA (Hard Rock), in Nashville (Country)… was Deutschland betrifft: Ich kann hier in die Viertel gehen und binnen kürzester Zeit finde ich Läden, in denen völlig verschiedene Musikrichtungen gespielt werden. Es ist schön zu sehen, dass eure Städte die Kunst und die Musik so unterstützen.

Was sind deine Lieblingsläden, in denen du bisher gespielt hast?
Hmm… Lieblingsläden. Die Show im Village in Habach hat mir sehr gut gefallen. Die Leute da waren super. Als ich ankam, war das ein Ort irgendwo im Nirgendwo und ich wusste nicht, was mich erwartet. Aber es war super. Die Leute haben das Konzert genossen und waren so lieb zu mir. Ich freue mich schon, dorthin zurückzukommen!

Wie würdest du den Begriff „Blues“ definieren? Er hat soviel unterschiedliche Bedeutungen für soviele Leute. Wie definierst du ihn?
In der Tat, Blues ist ein weitläufiger Begriff. Für mich ist es eine Ausdrucksform. Ich liebe es, den Blues zu singen, weil es sich wunderbar anfühlt. Einfach pure, ungefilterte Emotionen.

Was können wir von deinem neuen Album „Love In A Dangerous World“ erwarten?
In das Album habe ich viel Herzblut reingesteckt. Die Studiomusiker waren unglaublich gut. Sie bestanden aus einer Mischung aus meinen Musikerfreunden aus Muscle Shoals, Alabama und denen, die Steve Lyon sehr gut ausgewählt hat. Ich hatte außerdem das Glück, einige der besten Songwriter auf dem Album zu haben. Ich bin sehr stolz auf dieses Album.

» 5. März 2016, Shelly Bonet, Sägewerk, Neukirchen

» [ Shelly Bonet bei Facebook ]

Von Frank Booth

Freier Autor

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