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The Libertines –  Anthems For Doomed Youth
The Libertines – Anthems For Doomed Youth

Lang ist‘s her. The Libertines aus London wurden 2002 mit ihrem Debütalbum „Up The Bracket“ zur Speerspitze einer ganzen Generation. Das schönste war: Man konnte die Jungs nirgendwo hinstecken. Klar, hier hörte man ein bisschen The Clash raus, hier ein bisschen Chas & Dave und dort vielleicht auch ein wenig Sex Pistols.

Zwei Jahre später waren die Risse im Bandgefüge zwischen Pete Doherty, Carl Barât, John Hassall und Gary Powell deutlich zu hören. Der selbstbetitelte Nachfolger war bereits gezeichnet von Dohertys Drogenproblemen und den Tumulten seiner Beziehung zu Kate Moss. Allmählich verlor auch sein bester Freund Carl die Geduld – und spätestens als Doherty bei ihm zuhause einbrach, waren die Libertines vorerst Geschichte. .

Der Rest ist bekannt: Doherty verfing sich immer mehr in seinem Lebensstil und formte die Babyshambles und Barât, Powell und Hassall versuchten sich an den Dirty Pretty Things und Soloprojekten. Zumindest für Doherty lief die Sache nach Plan, insbesondere das erste Babyshambles-Album steht den Frühwerken der Libs in nichts nach – fungierte allerdings leider auch als ideales Vehikel für Dohertys Sucht. Und jetzt? Pete Doherty ist clean, die Freundschaft zu Carl Barat so intensiv wie eh und je und das Ergebnis ist „Anthems For Doomed Youth“. Alles eitel Sonnenschein? Keineswegs. War man früher bestrebt, die ganze Welt in Schutt und Asche zu legen, schaut man jetzt stellenweise wehmütig („Dead For Love“) auf die Trümmer und stellt sich („Gunga Din“) mehr als einmal die Frage, ob das alles so richtig war früher. Aber hey. Rock‘n‘Roll is the law – und das beherrschen die Libertines auch anno 2015 so gut wie eh und je.

Von Frank Booth

Freier Autor

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