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Sternenstaub & Liebe: So war das Herzberg Festival 2019

am 10 August 2019 von Heiko Schwalm

Sternenstaub & Liebe: So war das Herzberg Festival 2019

So war das Burg Herzberg Festival 2019

Das Burg Herzberg Festival stand 2019 unter dem Motto „Stardust We Are“ und war wiedermal eine rundum wundervolle Veranstaltung. Ein Open Air voller Harmonie & Freude. Voller Sternenstaub & Liebe.Mehr als 12.000 Festival Besucher, die wie eine Einheit im Glauben an Love & Peace friedvoll gechillt und zugleich ausgelassen feierten. Der Wettergott hatte es auch gut gemeint, zu Beginn mit einer wahren Hitzewelle, erst zum Sonntag hin, gab es Abkühlung.

Der große Wolkenbruch hingegen blieb aus. Aber wer hält sich am Herzberg schon übers Wetter auf, wenn es über 100 Konzerte oder Lesungen zu entdecken gibt.

Am Donnerstag war das erste Highlight auf der Mainstage ein Bluesvirtuose an der Gitarre: Doyle Bramhall II mit Band. Seine  Soli schlängelten sich und webten zu einer großen Klanglandschaft in einem Zusammentreffen von Blues und Spiritualität.

Bramhall II strebt nach himmlischer Glückseligkeit hier oben am Herzberg, während er mit raumgreifenden Klängen und seiner warmen Stimme zum Jimi Hendrix Cover „Angel“ ansetzte und gänzlich alle Besucher in seinen Bann zog. Definitiv mehr als nur der Sidekick und Freund von Eric Clapton.

Im Anschluss begeisterte Sophie Hunger. Ich Stilmix aus Jazz, Blues und Folk Musik zog gemeinsam mit ihrer Band die Besucher in ihren Bann. Sie schaffte es locker, sich in die Herzen vieler neuer Fans zu spielen.

Unter den vielen Bands am Donnerstag war übrigens auch Neon Burton aus Köln mit Henning Schmerer aus Schrecksbach, ja Schrecksbach… wie die Gründer des Herzberg Festival „The Petards“ im Jahr 1968.

Der Freitag stand fast schon unter dem Motto „Rock Heroes“. Mit UFO spielten die Legenden des Hardrock ihre Klassiker. Mit über 20 Studioalben repräsentieren UFO den Heavy Metal der alten Schule. Sänger Phil Mogg, der nichts von seiner Reichweite eingebüßt hat, spielte mit seiner Band die besten Songs der langen Bandgeschichte: „Lights Out“, „Too Hot To Handle“ und „Rock Bottom“!

Meisterwerke des Metal und wenn man sie live hört, zeigt sich, wie einflussreich der Sound von UFO in den folgenden Jahrzehnten auf jüngere Bands war. Selbst Mike McCready von Pearl Jam hat mit Flight to Mars eine UFO Tribute Band. Ufo spielten natürlich auch „Doctor, Doctor“. Wenn das nicht Grund genug ist, den guten alten Heavy Metal zu lieben!

Im Anschluss sorgten die Stammgäste Bukhara mit ihrer GUTE Laune Musik wieder mal für ausgelassene Stimmung. Es ist jedes Mal eine Wonne, diese Band live zu erleben.

Aber nicht nur auf Main- oder Freakstage gilt es zu feiern, gerade die Entdeckungen auf den kleinen Bühnen des Festivals machen das Hippie Open Air so besonders: Zum Bespiel mit Nicky alias Wild im Wald. Mit Gitarre und Ihrer wunderbaren Stimme zauberte sie ein Feeling wie damals Richie Havens, der einer der prägendsten Auftritte am Herzberg hinlegte.

Nicky, war einfach nur bezaubernd, sie coverte mit wahrlich sehr viel Gefühl Songs von Bob Dylan and more!

Am Samstag war einer der Publikumsmagnete die Marching Band Meute. Wie zwei Jahre zuvor begeisterte die rot-gold uniformierte Blechbläser Band aus Hamburg mit tanzbarem Techno made by Trompeten, Pauken und Saxofon. Was ein Fest.

Und dann wäre da ja noch das absolute Highlight: Chris Robinson mit seiner Brotherhood auf dem Herzberg Festival! Alle freuten sich wie Hulle auf den Meister und seinen Gesellen mit u.a. Neal Casal an der Gitarre! Robinson selbst war für den Abend sichtlich gut gelaunt.

Nachdem er sich unter das Festival Publikum mischte um die Energie des Festival aufzusaugen, gab er diese beim Auftritt an das Publikum in vollen Zügen zurück!

Der ganze Set wurde äußerst druckvoll und mit einer solchen Begeisterung gespielt! Im Stil einer echten Jam-Band, wo Gitarrist Neal Casal und Keyboarder Adam MacDougall immer wieder mit Solis brillierten, war es vor allem Chris Robinson, der ehemalige Black Crowes Sänger, der wie ein Prediger die Herzberg Pilger zur Seelenheil-Mission in seinen Bann zog. Hallejuljah!

Die Bruderschaft begann mit „Comin Round The Mountain“, begeisterte mit „Chauffeurs Daughter“, bei dem man förmlich spürte, dass dies einer von Chris Favoriten ist.

Man mag gar nicht aufhören zu schwärmen, da wären der John Lee Hooker Klassiker: „It Surves You Right to Suffer“ mit starkem Mundharmonika Parts von Mr. Robinson  oder „Rosalee“ bzw. „Behold the Seer“. Mit Chris seiner prickelnd heißeren Stimme und dieser spielfreudigen Band wurden alle glücklich in den weiteren grandiosen Abend gesandt!

Kollege Heiko Schwalm, beendete bereits vor fünf Jahren die Albumkritik zum Brotherhood Album„Phosphorescent Harvest“ mit „Die ideale Band für das Herzberg Festival“. Und nun waren sie tatsächlich da und alle waren sich einig: Das hat zusammen gepasst!

Am Sonntag war dann die große Hitze am Herzberg vorbei. Angenehme Temperaturen ließen einen wieder durchatmen. Musikalisch durfte man sich noch auf so einiges freuen: Der wieder einmal großartige Auftritt von The Magic Mumble Jumble.

Herzberg Booker Wolfgang Wortmann zum Ww: „Die Band haben wir nun schon drei Mal hintereinander hier und absolut niemand beschwert sich.“ Warum auch? Die international besetzte Truppe aus Amsterdam ist zu so was, wie DIE Herzberg Band geworden.

Ihr „Open Heart Folk Pop“ sorgt für begeisterte Stimmung und allerbeste Tanz- und Mitsing-Laune. Dürfte keinen wundern, wenn wir 2020 die Truppe auf der Hauptbühne erleben sollten. Dort lieferte zeitgleich die Allman Betts Band feinsten Südstaaten Rock ab.

Die Söhne der Allman Brothers Helden Gregg Allman und Dicky Betts, namentlich Devon Allman und Duane Betts, hatten unter anderem Songs aus ihrem neuen Album „Down To The River“ im Gepäck.

Der Sonntag endet in den vergangen Jahren stets mit einem großen Namen: Dieses Jahr Graham Nash. Einst schon beim legendären Woodstock mit Crosby, Stills, Nash & Young dabei, zog er jedoch längst nicht so viele Besucher vor die große Bühne wie bspw.

Patti Smith vor zwei Jahren. Bei einsetzenden Regen hatte er es aber auch durchaus schwerer, mit seinen leichten Folk Rock Songs für ausgelassene Begeisterung zu sorgen. Es war eher ein Gig zum genießerischen Zuhören, schließlich konnte Nash aus einem scheinbar nicht endenden Reservoir aus Folk Rock Glanztaten schöpfen.

Freuen wir uns also auf 2020. Bereits am 02.10.19 wird im Kreuz Fulda, der Vorverkauf starten. Mit dem legendären DJ Electric im Gepäck steht der nächsten alternativen Hippie Party nichts im Weg.

» Text: Marco Miltz, Heiko Schwalm

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