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Sport im Alter bietet viele Vorteile! | (c) Pixabay
Sport im Alter bietet viele Vorteile! | (c) Pixabay

Senioren und Sport. Das muss kein Widerspruch sein. Mit der richtigen Sportart und Unterstützung durch einen Arzt kann Sport im Alter weniger eine gefährliche Gradwanderung zwischen Gesund und Schädigend, sondern eine spaßige Abwechslung sein.

Vor allem im Alter kann es schwierig sein, sich sportlich zu betätigen. Doch es kann sich lohnen und viele Vorteile im Alltag bringen. Daher empfehlen viele Krankenkassen, unter anderem die AOK und die Techniker Krankenkasse, Senioren, in einem gesunden Rahmen Sport zu treiben.

Warum sollte ich im Alter Sport treiben?

Die Hauptgründe bestehen laut der Krankenkasse AOK darin, die physische und psychische Gesundheit zu stärken. So kann Sport nicht nur Krankheiten wie Diabetes mellitus, Arthrose und Rückenschmerzen entgegenwirken.

Sondern es hat auch einen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Die AOK schreibt daher auch „Wer seinen Körper positiv wahrnimmt, steigert damit sein Selbstvertrauen”.

Wer seinen Körper positiv wahrnimmt, steigert damit sein Selbstvertrauen.

AOK

Zusätzlich verstärkt Sport die Ausdauer und Kraft, was das Herz-Kreislaufsystem unterstützen kann. Mit bestimmten Sportarten kann man auch seine Koordination und sein Gleichgewicht stärken. Das kann wiederum dazu führen, dass man länger ein selbstständiges Leben führen kann.

Sollte die Bewegung dann auch noch im freien erfolgen, stärken Senioren damit gleichzeitig ihr Immunsystem. Zudem hilft es auch gegen Übergewicht.

 Für das Trainieren der Koordination bietet sich beispielsweise Fahrrad fahren an! | (c) Pixabay
Für das Trainieren der Koordination bietet sich beispielsweise Fahrrad fahren an! | (c) Pixabay

Welcher Sport ist im Alter noch möglich?

Grundsätzlich sind laut der AOK alle Sportarten möglich, die einerseits Spaß machen und andererseits nicht von einem Arzt verboten wurden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Leistungsfähigkeit im Alter nachlässt. Vor allem, da nach dem Erreichen des 50. Lebensjahres die Muskeln an Elastizität verlieren.

Aus diesen Gründen empfiehlt die AOK regelmäßigen Sport, der eine mäßige Belastung auf den Körper ausübt.

Sport mit einer mäßigen Belastung, und das regelmäßig.

AOK

Das gilt vor allem am Anfang, da man sich erst an die Bewegung gewöhnen muss. Welcher Sport genau Sinn macht, hängt davon ab, was genau man erreichen möchte.

Wer auf gelenkschonenden Sport aus ist, für den empfiehlt sich laut der AOK Schwimmen oder Wassergymnastik. Für eine bessere Konzentration kann Tanzen sorgen, während Nordic Walking und Fahrrad fahren das Gleichgewicht und die Koordination verbessern.

Für alle Senioren bietet sich allerdings Krafttraining an, da es die Gefahr lindert, einen Sturz zu erleiden.

Selbst für stark eingeschränkte Senioren gibt es Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Die AOK empfiehlt hier Hockergymnastik.

Allgemein ist es laut der AOK auch möglich, Bewegung allgemein in den Alltag zu integrieren. So könne man zum Beispiel nach dem Mittagessen immer einen Spaziergang machen oder statt einem Aufzug die Treppe benutzen.

Was ist mit Schäden an den Kniegelenken?

Laut der Universität Chicago verzichten viele ältere Menschen aufgrund ihrer Angst vor Gelenkschäden auf Sport im Alter.

Um auf diese Angst du antworten, verweist die Techniker Krankenkasse auf eine Studie, die ebenfalls von der Universität Chicago stammt.

Dort wurden nämlich 1194 Menschen beobachtet, die im Durchschnitt 58 Jahre alt waren und einen BMI von 27 hatten. Nach 10 Jahren sind sie zu dem Ergebnis gekommen, dass es, was Gelenkschäden betrifft, keinen Unterschied gab. Zumindest, was das Auftreten von Kniearthrosen betrifft.

Dieser Unterschied ist auch nicht eingetroffen, wenn Alter, Geschlecht und Gewicht mit berücksichtigt werden.

Daher kommt die Techniker Krankenkasse zu dem Ergebnis, dass die weit vertretende Sorge unbegründet ist und Sport die Kniegelenke selbst mit Übergewicht nicht schädigt.

Worauf sollte ich sonst noch achten?

Bevor mit dem Sport angefangen wird, ist es laut dem AOK ratsam, einen Arzt, wenn möglich einen Sportmediziner, aufzusuchen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man lange Zeit keinen Sport mehr gemacht oder eine Vorerkrankung hat. Es kann auch sehr sinnvoll sein, wenn man sich seiner eigenen Grenzen nicht bewusst ist.

So ein Sportmediziner kann dann beispielsweise überprüfen, wie beweglich die Gelenke noch sind oder in welchem Zustand sich Arterien und Venen befinden. Zusätzlich wird auch die Stärke der Muskeln und die Koordinationsfähigkeit untersucht.

Ebenfalls kann ein Belastungs-EKG durchgeführt werden, um festzustellen, wie das Herz-Kreislaufsystem auf Belastung reagiert. Sobald ein Mensch das 65. Lebensjahr erreicht hat, sollte so ein Test auf jeden Fall stattfinden.

Falls ein Verdacht auf eine Herzerkrankung oder auf orthopädische Probleme besteht, gibt es auf diese Probleme zugeschnittene Untersuchungen.

Am Ende kann der Arzt dann bestimmte Sportarten empfehlen, die auf das Gesundheitsbild der Person passen. So wird Sport ohne die Angst möglich, sich selbst und seinem Körper langwierig zu schaden.

Von Madeline Widmann

Hallo :) Mein Name ist Madeline, ich bin 18 Jahre alt und mache zurzeit ein Praktikum beim Wildwechsel, um Erfahrungen im Schreiben zu sammeln. Davor hab ich mein Abitur gemacht und in dem Rahmen auch schon Praktika bei anderen Zeitungen gemacht. Meine Freizeit verbringe ich mit lesen und schreiben. Und ich habe einen Hund :)

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