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Quelle: NVV
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NVV setzt Angebotsoffensive im ländlichen Raum fort – Ab 1. Juni Stundentakt auf der Bäderlinie 300 zwischen Bad Hersfeld und Bad Salzungen – Bis Jahresende erweitert NVV Busleistung um ca. 20 Prozent.


Die bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember gestartete Angebotsoffensive wird wie vom NVV angekündigt in weiteren Landkreisen fortgesetzt. Ab 1. Juni ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Buslinien 300 (Bad Hersfeld <> Friedewald <> Bad Salzungen) und 330 Obersuhl <> Heringen <> Friedewald <> Bad Hersfeld zwischen Friedewald und Heringen (Werra) von Montag bis Freitag im Stundentakt unterwegs. Zusätzlich werden weitere Fahrten auf den Linie 335 (Philippsthal <> Heringen ) und 340 (Philippsthal <>) Hohenroda <> Schenklengsfeld <> Bad Hersfeld angeboten. Auf jeder der vier Linien werden an diesen Tagen zusätzlich je Richtung etwa 4 bis 6 Fahrten täglich in den vorhandenen Fahrplan integriert.

Im nächsten Schritt erweitert der NVV das Busangebot in den anderen Regionen Nordhessens. Zum jährlichen Fahrplanwechsel im Dezember stehen 18 weitere Buslinien an, bei denen zurzeit eine Planung für einen Stundentakt in Abstimmung mit den Landkreisen vorbereitet wird.

Für NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch sind die nächsten Etappen ein wichtiges Signal an die Fahrgäste in Nordhessen: „Seit 1995 wurde das Angebot im Zugverkehr um 38,6 Prozent und im Busverkehr um 18,6 Prozent gesteigert. Damit die Entwicklung auch in Zukunft so weitergeht, steht mit der Angebotsoffensive im ländlichen Raum ein weiterer Meilenstein in Nordhessen bevor.“

Bis zum Dezember diesen Jahres soll es von Montag bis Freitag auf den meisten regionalen Buslinien mindestens einen Stundentakt geben, dafür werden zum nächsten Fahrplanwechsel knapp 2,3 Mio. zusätzliche Buskilometer bei den Verkehrsunternehmen beauftragt. Das sind etwa 20% mehr an Leistung, gegenüber dem Fahrplan in 2018. Dafür investiert der NVV ab 2020 zusätzlich etwa 4,5 Mio. Euro.

Unser Ziel ist es“, so Rausch, „in allen nordhessischen Gemeinden ein kontinuierliches Angebot über den ganzen Tag in Abstimmung mit den jeweiligen Landkreisen zu planen. Dass in ländlichen Gemeinden nur morgens, mittags und abends ein Bus fährt, soll es künftig nirgendwo in Nordhessen mehr geben.“

Damit die Planung tatsächlich Realität werden kann, hängt von einigen wichtigen Rahmenbedingungen ab. Dazu gehören ausreichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Fahrpersonal genauso wie die sinnvolle Verknüpfung mit den Fahrplänen anderer Verkehrsmittel z.B. Regionalzügen und lokalen Bussen.

Details zum erweiterten Angebot

Linie 300 Bäderlinie Bad Hersfeld <> Friedewald <> Bad Salzungen

Das Angebot wird annähernd verdoppelt, so dass ab 1. Juni montags bis freitags jede Stunde statt alle zwei Stunden eine Verbindung besteht. Am Wochenende sind die Busse alle zwei Stunden statt alle drei Stunden unterwegs.

Darüber hinaus wurde der Fahrplan besser an die Bahnanschlüssen ausgerichtet. So werden die Busse künftig in Bad Hersfeld Anschlüsse an die Regionalzuglinie RB5 von/nach Fulda sowie erstmals auch an die ICE-Züge von/nach Frankfurt, die alle zwei Stunden in Bad Hersfeld halten, haben. Damit verkürzt sich bei Nutzung der ICEs die Gesamtfahrzeit zwischen Philippsthal und Frankfurt am Main (Hauptbahnhof) auf nur noch 2 ¼ Stunden.

In Bad Salzungen werden Anschlüsse an die SüdThüringenBahn von/nach Eisenach erreicht. Damit beträgt die Gesamtfahrzeit von Philippsthal nach Eisenach (Hauptbahnhof) rund eine Stunde. Dazu kommt, dass die VUW ihre örtlichen Fahrpläne so angepasst, dass es in Vacha Anschlüsse an weitere Buslinien im Wartburgkreis geben wird.

Diese Verbesserungen gehen mit einem gestrafften Streckenverlauf einher, der dazu führt, dass die Busse in Höhe Philippsthal und Vacha nicht die Werraseite wechseln können, um die dortigen Haltestellen sowie Oberzella zu bedienen. Auch wird im Ortsteil Heimboldshausen die alte Ladestraße am Bahnhof nicht mehr angefahren. Einen entsprechenden Ersatz für Philippsthal bietet zukünftig die Linie 335 Philippsthal <> Heringen, die alle zwei Stunden eine Verbindung bietet.

Linie 330 Obersuhl <> Heringen <> Friedewald <> Bad Hersfeld

  • montags-freitags jetzt stündlich statt alle zwei Stunden auf dem Abschnitt zwischen Friedewald und Heringen (Werra)
  • zwischen Heringen (Werra) und Wildeck-Obersuhl weiterhin montags bis freitags alle 2 Stunden
  • am Wochenende alle 2 statt alle 3 Stunden in Kombination mit Linie 340 über Schenklengsfeld
  • in Friedewald kurze Anschlüsse an Linie 300 von/nach Bad Hersfeld
  • zu Schulzeiten weiterhin durchgehende Fahrten von/nach Bad Hersfeld

Linie 335 Philippsthal <> Heringen

  • montags-freitags jetzt wieder durchgehend alle 2 Stunden die gesamte Strecke zwischen Heringen (Werra) und Philippsthal
  • an der Haltestelle Röhrigshof, Werk Hattorf Anschluss von Bad Salzungen kommend mit der Linie 300 an die Linie 335 nach Heringen (Werra) und umgekehrt
  • an der Haltestelle Röhrigshof, Werk Hattorf Anschluss von Bad Hersfeld kommend mit der Linie 300 an die Linie 335 in den Ortskern von Philippsthal und umgekehrt

Linie 340 (Philippsthal <>) Hohenroda <> Schenklengsfeld <> Bad Hersfeld

  • am Wochenende alle 2 statt alle 3 Stunden
  • montags-freitags wird die Fahrt ab Bad Hersfeld um 19.17 Uhr nun in der Gemeinde Hohenroda nach Oberbreitzbach und Mansbach geführt, bisher fuhr dorthin der letzte Bus um 17.17 Uhr

Damit gibt es zukünftig von montags bis freitags ein stündliches Angebot zwischen Bad Hersfeld und dem Werratal. Einerseits mit der Linie 300 in die benachbarte thüringische Kreisstadt Bad Salzungen, und andererseits im Anschluss mit der Linie 330 ins Mittelzentrum Heringen (Werra), das als eines der wenigen keinen Bahnanschluss hat. Und am Wochenende das Ganze jetzt im 2-Stunden-Takt.

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