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Mike Shinoda – Post Traumatic (Warner)
  1. Juli 2017 – die Welt von Linkin Park und der treuen Fangemeinde sollte nie mehr das sein, was sie einmal war. In Newsfeeds auf Geräten über die ganze Welt verteilt poppten Eilmeldungen über den Tod Chester Benningtons auf.

Um es nur schlimmer zu machen, sickerte alsbald schon die Bestätigung eines Suizides durch. Und klingt es noch so zynisch: Die wenigen, die sich einen klaren Kopf behalten konnten, dachten nicht allzu lang nach dem Tod Benningtons daran, dass de-Facto-Bandleader Mike Shinoda eine Platte veröffentlichen wird, die in irgend eine Form die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten sucht.

Die Ausrichtung des Ganzen war der einzige Streitpunkt: Wohlgesonnene hofften auf eine Art Weiterführung dessen, was Shinoda mit Fort Minor auf die Beine stellte, Realisten rechneten mit einer stromlinienförmigen, phrasendreschenden und oberflächlich „Hoffnung“ (was immer das ist) verbreitenden Pop-Platte. Sie sollten bestätigt werden.

„Post Traumatic“ ist, trotz des schönen Covers, nichts weiter als ein Pop-Album von der Stange, so belang- wie kopflos. Nicht einmal schafft es Shinoda, die Betroffenheit über den Suizid seines Freundes, die ihm keiner in Abrede stellen will, in ehrliche, introspektive Musik umzuwandeln. Daran ändert auch der Gastauftritt von Deftones-Sänger Chino Moreno nichts. Schade.

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Von Frank Booth

Freier Autor

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