5/5 - (1 vote)

  Lesedauer: 3 Minuten
In einer Megakugel mit 50 km/h bergab – Das ist Zorbing!
In einer Megakugel mit 50 km/h bergab – Das ist Zorbing!

Auf die Fragen „Wie fühlt es sich eigentlich an in einer Waschmaschine im Hauptwaschgang?“ oder „Macht das dem Hamster wirklich Spaß in seinem Laufrad?“ liefert Zorbing jetzt Antworten. Wir haben für Dich die Facts zu der ungewöhnlichen Freizeitaktivität.

Was ist das Zorb?

Als Zorb wird die doppelhüllige Kugal aus PVC bezeichnet. Dieses Gerät besteht aus einem runden Metallstützgerüst, das stark an ein Netz erinnert. Mit widerstandfähigem Plastik wird dieses Gerüst dann überzogen und fertig ist das Zorb.

Das Gerät und das damit verbunde Zorbing erfanden 1984 zwei Wissenschaftler aus Neuseeland. In die große aufblasbare Kugel wird der Zorbonaut angeschnallt oder er kann sich auch wie in einem Laufrad frei bewegen.

Mit dem Kopf voran hineinspringen!

Beim Zorbing sind Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h möglich! Ganz schön schnell. Und wer denkt, dass diese großen Kugeln leicht sind, der irrt. Ein Zorb bringt im einsatzbereiten Zustand stolze 80 bis 90 kg auf die Waage!

Zorbing – Wie funktioniert’s?

„Du musst Anlauf nehmen und mit dem Kopf voran hineinspringen.“ „Und schon klatsche ich wie ein Mehlsack gegen die Öffnung und plumpse auf die Wiese. Beim zweiten Versuch treffe ich die Öffnung. Und nach einigem Ächzen und Stöhnen schaffe ich es dann auch noch ins Innere.“

Der Einstieg in die 3,20 Meter Durchmesser große transparente Kugel ist schwieriger als es aussieht. Denn die zweite Kugel im Inneren hat  immerhin noch einen Durchmesser von rund 1,80 Meter. Dadurch befindet sie sich ein ganzes Stück über der Erde. Das Luftposter zwischen den Kugeln dient dem Zorbonauten als Ganzkörper-Airbag.

Water-Zorbing unterscheidet sich etwas von "normalen" Zorbing
Water-Zorbing unterscheidet sich etwas von „normalen“ Zorbing

Die Varianten

Inzwischen gibt es einige Varianten des Zorbings. Egal ob einen Abhang hinunter, auf einer geraden Strecke oder auf Schnee, Eis oder Wasser – Zorben kannst Du hier überall. Beim Downhill verwischt der Wechsel von Gras und Himmel vor den Augen zu einem grün-blauen Wirbelsturm.

Hydro-Zorbing

Beim »Hydro-Zorbing« wird in das Innere der Kugel ein Eimer Wasser gekippt. Wozu? Na, um eine glatte Oberfläche zu erzeugen, dank der Du beim Bergab-Rollen das Gefühl bekommst, in einer Waschmaschine zu stecken – während des Schleudergangs!

Die ganz Mutigen können dann auch in der Kugel laufen oder Purzelbäume schlagen. Der Rest setzt sich einfach hin und „surft“ den Berg hinunter.

Ein Tipp: Erfahrene Zorbonauten essen vor einem Downhill-Ride nur wenig. Einmal im Zorb den Hügel runter kostet um die 25,- bis 35,- Euro. Kinder dürfen ab 14 Jahren und einer Größe von 1,60 Meter zorben.

Water-Zorbing

Das »Water-Zorbing« unterscheidet sich hierzu. Denn die hier genutzte Kugel besteht aus nur einer Hülle mit luftdichtem Reisverschluss (damit kein Wasser hereinkommt). Das Zorb wird aufgepumpt und Du kannst in Deiner Kugel über Wasser laufen. Sofern du nicht permanent hinfällst, denn so einfach, wie es sich anhört, ist es nicht.

Bubblefootball

Hierbei handelt es sich um eine lustige Variante, Fußball zu spielen. Der Oberkörper befindet sich dabei in einem „Mini-Zorb“, sodass Du noch genügend Beinfreiheit hast. Und dann kann es auch schon losgehen.

Die Zweikämpfe machen so bestimmt viel mehr Spaß und bei einem Sturz bist Du gut gepolstert. Der Vorteil beim Bubblefootball ist, dass es auch für Kinder geeignet ist.

Kleine Kostprobe auf YouTube

Ist Zorbing gefährlich?

Jein. Wie bei so vielen Sportarten gilt die Devise: Wenn es richtig gemacht wird, ist man auf der sicheren Seite. Dennoch bleibt ein gewisses Risiko bestehen. Denn die Kugal kann eine hohe Geschwindigkeit erreichen und nicht selbst gesteuert werden. Aber genau das gibt eben auch den Adrenalin-Kick und den Spaß.

Deshalb ist es wichtig, dass die Kugel, besonders beim Downhill-Zorbing, nicht wahllos umher kullern kann, sondern auf einer gesicherten Bahn bleibt. Der Abhang muss auch genug Auslauffläche haben. Dann kannst Du das Zorbing genießen und bist auf der sicheren Seite.

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.