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IAA in Frankfurt – Autonome Automobile Ahoi!

am 11 September 2013 von Helena Muhm

IAA in Frankfurt - Autonome Automobile Ahoi!

IAA in Frankfurt – Autonome Automobile Ahoi!

Vom 12. bis 22. September 2013 findet in Frankfurt wieder die Internationale Automobilausstellung (IAA) statt.

In diesen Tagen werden selbstfahrende Autos die Schlagzeilen beherrschen. Nach diversen, kostenintensiven Pilotprojekten verschiedener Hersteller, zeigt Daimler erstmals eine selbstfahrende S-Klasse, die nicht nur unfallfrei selbst fährt, sondern sogar bezahlbar sein soll. Für Sven Gábor Jánszky, den Direktor des Trendforschungsinstituts „2b AHEAD ThinkTank“ ist das keine Überraschung. Er prognostiziert schon seit langem 2020 als Einstieg in die Welt autonomer Automobile.

Laut Sven Gábor Jánszky ist die Digitalisierung der wichtigste Trend in der Automobilbranche: Im Jahr 2020 würden sich Autotüren sich selbstständig öffnen und der Motor starte auf Sprachkommando. Auch im Design ziehe die Digitalisierung ein. Anstelle des heutigen Dekors aus Plastik, Leder oder Holz seien es dann leuchtende Materialien, die das Auto je nach Situation in verschiedenen Farben und Stilen unterschiedlich aussehen lassen. Doch die wichtigste Innovation sei das autonome Fahren. Der Wagen werde in der Lage sein völlig selbstständig zu fahren. Das bedeute, dass der Fahrer sein Fahrziel eingibt und dann die Kontrolle vollständig der Elektronik überlässt. In der Zwischenzeit könne er Filme schauen, Emails beantworten oder sich sogar mit seinem Sitz umdrehen, um mit den Kindern auf der Rückbank zu spielen.

Bis zu einer umfassenden Verbreitung der autonomen Automobile sieht Sven Gábor Jánszky die Einführung in zwei Schritten. Etwa im Jahr 2020 werde man selbstfahrende Autos in größerer Anzahl bereits auf Autobahnen haben. Dort sei die Verkehrssituationen weniger komplex. Man fahre also per Hand auf die Autobahn, ordne sich in die Kolonne ein und drücke den „Autopilot“-Knopf. In Städten hingegen mit komplexen und schnell wechselnden Verkehrssituationen werde zunächst der Mensch weiter fahren. Er werde allerdings durch das Auto kontrolliert. Das Auto erkenne menschliche Emotionen und ab 2020 auch menschliche Gedanken. Das Lenkrad reagiere also langsamer, wenn der Fahrer aufgebracht sei und die Bremse beginne bereits leicht anzubremsen, wenn der Fahrer nur an Bremsen denke. Nach 2020 werde es nach unseren Prognosen wohl noch weitere fünf Jahre dauern, bis das autonome Fahren auch für Städte zugelassen werde.

Sven Gábor Jánszky sieht die autonomen Automobile nicht als Statussymbol im eigentlichen Sinne. Man gehe vielmehr in eine Welt, in der die Menschen ihre Autos vor allem dafür benutzten, um möglichst flexibel von A nach B zu kommen, ohne viel Zeit zu vergeuden. Gerade die Autonomie des Autos werde es ermöglichen, dass auch die Fahrtzeit nicht vergeudet werde, sondern sinnvoll für Arbeit, Entspannung oder das Spielen mit den Kids genutzt werden könne. Recht selten aber doch ab und an habe man das Bedürfnis sich in ein Fahrzeug zu setzen, nur um das Fahren selbst zu genießen. Deshalb werde mit den Autos des Jahres 2020 beides möglich sein. Die Autos würden sich umschalten lassen. Wenn man Lust habe, selbst zu fahren, schalte man einfach den Autopiloten aus. Wenn man sich dann wieder in der Kolonne treiben lassen wolle, schalte man ihn wieder an.

Daimler testet seine Mercedes S-Klasse heute schon auf öffentlichen Straßen.  Sven Gábor Jánszky ist der Meinung,  dass es trotzdem noch bis 2020 dauere, bis autonomes Fahren massentauglich sei. Dafür gebe es drei Gründe. Zum Ersten würden die großen Automobilhersteller der-zeit noch Rekordumsätze mit Exporten nach Asien machen. Davon werde die Flaute im europäischen Geschäft mehr als wettgemacht. Solange in Asien noch das große Geld zu verdienen wäre, sei der Leidensdruck für die Hersteller nicht groß genug, um wirklich schnell in neue Technologien zu investieren. Erst wenn der asiatische Markt gesättigt sei, würden sich die großen Konzerne fragen, womit sie den europäischen Markt beleben könnten. Dann kämen selbstfahrende Autos ins Spiel. Zum Zweiten müsse die Sensorik für eine Massenproduktion noch preisgünstiger werden. Die nötige Technologie besitze man heute zwar bereits, könne sie aber noch nicht in dem benötigten Maße einsetzen. Und zum Dritten habe man ein juristisches Problem. Wer sei Schuld, wenn doch ein Unfall passiere? Der Fahrer, der Hersteller oder der Zulieferer der Software? Diese Frage werde überall in unserem Leben auftreten, wo „intelligente“ Geräte selbständige Entscheidungen träfen. Auf diese Frage gebe es aber in unserem Rechtssystem noch keine ausreichende Antwort. Das sei das Hauptproblem. Jánszky ist aber optimistisch, dass dies in den kommenden Jahren gelöst wird, denn man brauche eine verlässliche Antwort darauf nicht nur beim Autofahren, sondern in den meisten Situationen unseres Lebens.

 

» 12. bis 22.9., IAA, Frankfurt

» [ Offizielle Homepage der IAA ]

 


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