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Die Holländische Straße in Kassel führt zum Holländischen Platz. Und auch der gehört noch bis zum 3. Oktober 2021 zum neuen Kasseler Freiluft-Experiment. | (c) Pixabay
Die Holländische Straße in Kassel führt zum Holländischen Platz. Und auch der gehört noch bis zum 3. Oktober 2021 zum neuen Kasseler Freiluft-Experiment. | (c) Pixabay

(Kassel) In Ruhe durch die Einkaufsstraßen schlendern ist für Viele am Wochenende pure Entspannung. Hier und da ein kurzer Blick ins Schaufenster. Kurz darauf ein leckerer Kaffee auf der Terasse des Lieblingscafés. Auch die Stadt Kassel möchte das wieder verstärkt ermöglichen und arbeitet gerade an einer neuen Fußgängerzone.

Noch bis zum 3. Oktober 2021 haben alle Kasseler:innen die Möglichkeit, das neue Freiluft-Experiment auszuprobieren: Es handelt sich hierbei um eine neue Fußgängerzone zwischen dem Holländischen Platz und der Kreuzung Am Stern.

Weniger Verkehr, mehr Freizeit: Das ist eines der Hauptziele des neuen Kasseler Freiluft-Experiments. | (c) Stadt Kassel
Weniger Verkehr, mehr Freizeit: Das ist eines der Hauptziele des neuen Kasseler Freiluft-Experiments. | (c) Stadt Kassel

Neue Fußgängerzone in Kassel: Das verändert sich!

Der Bereich zwischen der vielbefahrenen Kreuzung Am Stern und dem Holländischen Platz ist für einen Monat für fast alle Verkehrsteilnehmer:innen gesperrt, die ein motorisiertes Fahrzeug fahren. Lediglich der Lieferverkehr kann dann noch die Untere Königsstraße in Kassel befahren.

Zudem erhält der Bereich um das neue Projekt der Fußgängerzone ein neues Verkehrssystem. So wird beispielsweise die Kasseler Jägerstraße zur Einbahnstraße gemacht. Jedoch plant die Kasseler Verkehrsleitung nicht, spezielle Schilder für Umleitungen anzubringen. So soll das Experiment möglichst schnell normalisiert werden.

Nicht nur die neu gewonnene Ruhe steht im Vordergrung: Weniger Autos, bessere Umwelt!

Ein weiterer Vorteil zusätzlich zum entspannten Shopping ist die Reduzierung von Abgasen. Einerseits fahren die öffentlichen Verkehrsmittel wie vorher auch durch die neue Fußgängerzone, damit diese stärker in den Fokus geraten.

Der Kasseler Königsplatz befindet sich mitten zwischen der Oberen und der Unteren Königsstraße. Der erste Teil der unteren Königstraße ist bereits ausschließlich für Fußgänger:innen betretbar, der zweite Teil kam jetzt dazu.

Das Freiluftexperiment setzt ein Zeichen im Sinne der Verkehrswende und zeigt Chancen auf, in welch vielfältiger Weise Verkehrsraum in Lebens‐ und Erlebensraum umgewandelt werden kann.

Christof Nolda (Baurat der Stadt Kassel)

Andererseits hat das Logistik-Unternehmen GO! Express & Logistics ein Mikro-Depot in der Innenstadt aufgebaut. Aus diesem kleinen Lager sollen möglichst viele Kunden aus dem zentralen Raum Kassels samt Lasten-Fahrrädern beliefert werden.

Normalerweile ist die Casseler Freyheit die größte Kirmes in der Stadt. In der neuen Fußgängerzone könnten aber womöglich ähnliche Events in kleiner Form stattfinden. | (c) Kassel Marketing GmbH
Normalerweile ist die Casseler Freyheit die größte Kirmes in der Stadt. In der neuen Fußgängerzone könnten aber womöglich ähnliche Events in kleiner Form stattfinden. | (c) Kassel Marketing GmbH

Mehr Freiheit zum Schlendern bietet auch mehr Platz für aufregende Aktivitäten!

Die neue Fußgängerzone könnte Einiges an neuen Möglichkeiten für die Kasseler:innen bieten. Zum einen haben beispielsweise Gastronom:innen wieder die Chance, ihre Außenbereiche auszuweiten. Aber auch Läden und kleine Shops könnten in der Fußgängerzone kleine Stände in ihren Eingangsbereichen aufstellen.

Wer sich das ganze Programm des neuen Freiluft-Experiments ansehen möchte, der findet hier einen Überblick der Stadt Kassel!

Zum anderen lässt der neue Platz viele Aktionen zu, die sonst aufgrund des Verkehrs nicht hätten stattfinden können. Beispielsweise plant die Stadt Kassel Workshops und Sport-Events, die sich im Zentrum abspielen könnten. Zudem sollen kleine Bühnen für Veranstaltungen aufgebaut werden.

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Was ist dieses Wochenende los?

Von Julia Gogolok

Hallöchen :) Mein Name ist Julia, ich bin 21 Jahre alt und gehe derzeit einem Praktikum bei Wildwechsel als Online-Redakteurin nach. Im Herbst 2019 habe ich mein Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften und der Anglistik an der Universität Paderborn begonnen. Davor habe ich nicht nur mein Abitur gemacht, sondern ebenfalls ein Auslandsjahr in Frankreich u.a. bei einem französischen Radiosender absolviert. Mein Interesse für Medien hat bis heute keine einzige Sekunde nachgelassen!

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