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Fördergelder für die Kläranlage Schwalmstadt-Treysa: Diplom-Ingenieur Tobias Biskamp ist für die Sanierungs-Maßnahmen der Kläranlage Schwalmstadt verantwortlich | (c) Tobias Biskamp
Fördergelder für die Kläranlage Schwalmstadt-Treysa: Diplom-Ingenieur Tobias Biskamp ist für die Sanierungs-Maßnahmen der Kläranlage Schwalmstadt verantwortlich | (c) Tobias Biskamp

(Schwalmstadt) Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird die Kläranlage Schwalmstadt-Treysa mit bis zu 250.000 Euro fördern. Die Belüftung soll mit nachhaltigem Strom laufen.

Der Bescheid für die Fördergelder durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank erfolgte am Freitag, 10. Dezember. Alles basiert auf Grundlage der Richtlinie zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungs-Projekten sowie lokalen Initiativen zur Information.

Laut Bürgermeister Stefan Pinhard ist „die Kläranlage Treysa von großer Bedeutung für die Stadt“. Es folgen Instandsetzungs- und Sanierungs-Maßnahmen. Das Timing der 90-prozentigen Förderung ist perfekt: „Dieser Zuschuss ist wichtig und notwendig für die ersten Schritte in eine nachhaltigere Zukunft“ – so dürfte nicht nur Pinhard denken.

Zusammenhänge – vom Fachmann erklärt

Verantwortlicher für die Kläranlage Treysa ist Tobias Biskamp, Diplom-Ingenieur. Er erklärt, dass es mit der angestrebten Maßnahme jährlich zu einer Einsparung von rund 70 Megawattstunden kommt. So werden klimarelevante Treibhausgase von rund 33 Tonnen CO2 pro Jahr verringert.

70 Megawattstunden pro Jahr eingespart!

Tobias Biskamp (r.)

„Mit dieser Maßnahme sollen rund 70 Megawattstunden pro Jahr eingespart werden. Das kommt einer Verringerung klimarelevanter Treibhausgase von rund 33 Tonnen CO2 pro Jahr gleich.“ Tobias Biskamp (r.)

Die Gruppenkläranlage Schwalmstadt-Treysa sei einer der größten Stromverbraucher im Stadtgebiet. Es braucht ökonomische Verbesserungs-Maßnahmen, um die Kosten für Energie niedrig zu halten. Schwalmstadt habe gemeinsam mit der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH ein Konzept entwickelt.

Der Energiebedarf der Gruppenkläranlage soll gesenkt und die gesetzlichen Anforderungen weiterhin eingehalten werden.

Fördergelder für die Kläranlage Treysa: Aber wie funktioniert denn eigentlich so eine Kläranlage? Hier wird das in 1:28 Minuten mal im Video erklärt.

Die bestehenden Belüfter-Elemente in den Belebungsbecken 2 und 3 müssen durch weit umweltfreundlichere und energieeffizientere ausgetauscht werden. Zusätzlich werden Drehkolben- und Schraubenverdichter ausgewechselt. Es geht vor allem darum, den Energiebedarf zu reduzieren.

Zu guter Letzt wird es neue Ammonium/Nitrat-Sonden und regelbare Klappen geben. Auf diese Weise gelangt die Luft in der benötigten Menge an die richtigen Stellen.

Hintergrund: 
Wir leben in einer Zeit des Klimawandels. Die Anpassung an ihn und der Klimaschutz sind heute und in den Folgejahren enorm wichtig. Die Stadt Hessen will bis spätestens 2050 klimaneutral sein. Dafür müssen alle Menschen an einem Strang ziehen. 

Die HessenEnergie leistet hierfür Umweltberatung für die Kommunen des Bundeslandes. Schwalmstadt (Klimakommune seit 2009) strebt durch die Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen an, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Einrichtungen der Stadt zu verkleinern. Der jetzt mögliche Umbau durch die Fördergelder für die Kläranlage Treysa wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Links zum Thema Fördergelder für die Kläranlage Treysa

Von Sophia Englbrecht

Hey! :) Frisch aus dem österreichischen und italienischen Ausland zurück, mache ich ein Online-Praktikum bei Wildwechsel. Nach der Arbeit am Kärntner Literaturarchiv und am Kunsthistorischen Institut Florenz wage ich mich jetzt in eine komplett andere Richtung. Ich freue mich, über Events aus der Region zu schreiben!

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