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Aufgrund der aktuellen politischen Spannungen haben sich in Berlin lebende israelische und iranische Musiker zusammengetan, um durch die Universalsprache Musik den Dialog zu suchen. Durch den künstlerischen Austauschprozess soll ein offener und sensibler Umgang mit dem Konflikt ermöglicht werden. 

Um die religiösen Elemente genauso wie die eher moderne, nationale Identität der Kulturen zum Ausdruck zu bringen, bedienen sich die Musiker_innen sowohl bei folkloristischen und religiösen Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditioneller persischer Musik als auch bei modernen und klassischen Kompositionen. Im abschließenden Teil verschmelzen die jeweils unterschiedlichen Melodien und Motive in den eigens für dieses Programm komponierten Stücken zu einer synthetischen Einheit. Mit symbolischem Wert: Unterschiedliche Eigenarten führen nicht zwangsläufig zu Konflikten – sondern auch zu Bereicherungen.

Dieser außergewöhnliche Band – Sistanagila– tritt am 17. September 2016 in der Cafeteria der Kulturwerkstatt um 20 Uhr auf. Karten gibt es an der Abendkasse.

Sistanagila sind:  Yuval Halpern – Komponist/Gesang, Jawad Salkhordeh – Persische Perkussion, Hemad DarabiGitarreAvi Albers Ben Chamo – Kontrabass, Johanna Hessenberg – Saxophon

Sistanagila ist die Band einer neuen Generation. Wie viele Zugewanderte bewegen sie sich nicht nur zwischen zwei, sondern zwischen mehreren Welten. Ihre Improvisationen sind ein Ausdruck von Neugier und eine Suche nach dem eigenen Weg. Sistanagila ist zwar ein Statement israelisch-iranischer Verständigung, aber auch eine Selbstvergewisserung. Den Begriff „Multikulti“ lehnen sie ab. Sie wollen keinen Stempel aufgedrückt bekommen. Und so geht es in ihrem nächsten Stück nicht um folkloristische Tradition, sondern um Heavy Metal.

» 17. September 2016, Sistanagila, Kulturwerkstatt, Paderborn

» [ Facebook-Page von Sistanagila ]

Von Frank Booth

Freier Autor

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