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Buchvorstellung: Das Marburger Land - Soziale Wiege in Hessen | (c) Foto: Thomas Steinforth, Stadt Marburg
»Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen« | Gemeinsam stellten Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (rechts) und die Herausgeber*innen Saskia Rößner und Rainer Dolle das Buch im Marburger Rathaus vor.  | (c) Foto: Thomas Steinforth, Stadt Marburg)

(Marburg) Soziale Arbeit macht glücklich. Wer sich sozial engagiert, profitiert auch selbst davon: eine Win-Win-Situation. Dieses Prinzip kennen und leben schon viele Marburger*innen. Sie engagieren sich in den 21 sozialen Organsationen der Stadt. Diesen Organsationen ist nun ein Buch gewidmet worden, es heißt: »Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen«.

Am 23. Juli stellten Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und die Herausgeber*innen Saskia Rößner und Rainer Dolle, Geschäftsführer von Arbeit und Bildung, das Buch im Marburger Rathaus vor.

»Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen«

Das Buch »Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen« enthält Interviews mit 21 sozialen Organisationen aus Marburg und dem Umland, die von Saskia Rößner geführt wurden. Das Projekt wurde von der Universitätsstadt Marburg mitfinanziert.

Saskia Rößner arbeitet als Fachkraft für gemeinnützige Öffentlichkeitsarbeit in Marburg. Dadurch hatte sie schon vor dem Buchprojekt mit einigen der vorgestellten sozialen Organisationen Kontakt: „Ich wohne seit über zehn Jahren hier und war von Anfang an sozial engagiert. Das Buch war ein schöner Anlass, um alte Bekannte wiederzutreffen. Ich durfte in den Interviews aber auch viele neue und interessante Organisationen und Menschen kennenlernen. Marburg ist wirklich eine beeindruckende Stadt“.

Marburg als Zentrum für soziale Innovation in Hessen

Zu den im Marburger Alltag präsenten sozialen Organisationen gehört zum Beispiel die Deutsche Blindenstudienanstalt (Blista). Dr. Thomas Spies sprach bei der Buchvorstellung von  »Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen« darüber, dass die Gründung von Organisationen, wie der Blista oder der Lebenshilfe in Marburg schon früh zur Gleichberechtigung von Menschen mit Beeinträchtigungen beigetragen haben.

Einige soziale Organisationen, wie die Lebenshilfe oder die Kulturloge sind mittlerweile über ihre Wiege Marburg hinaus in ganz Deutschland verbreitet. Andere, wie Terra Tech Förderprojekte und Technologie Transfer Marburg agieren sogar international. Marburg sei schon immer ein Zentrum für soziale Innovation gewesen, führt der Oberbürgermeister vor diesem Hintergrund aus.

Seit 140 Jahren in der Tradition der heiligen Elisabeth

Das soziale Engagement in Marburg hat ein berühmtes historisches Vorbild: die Heilige Elisabeth von Thüringen. Sie pflegte im 13. Jahrhundert Arme und Kranke. In Elisabeths Tradition steht die älteste Organisation, deren Mitglieder Saskia Rößner für das Buch interviewte.

Die Gründung des  St. Elisabeth-Verein liegt mitlerweile 140 Jahre zurück. In dieser langen Zeit sind viele Organisationen dazugekommen, sodass Rainer Dolle heute auf die enorm hohe gemeinnützige Vereinsdichte pro Einwohner*in verweisen kann. Dazu ergänzt er: „Das und die soziale Tradition erklären die hohe Potenz unserer Stadt für soziale Innovationen. Dies in einem kleinen Büchlein aufzuzeigen, war uns seit langer Zeit ein Herzensanliegen.“

“In Marburg sind wir für einander da”

Betont auch Dr. Thomas Spies bei der Buchvorstellung von »Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen«. „Das zeigen nicht nur zahllose Beispiele im Alltag, wo Menschen einander helfen, sondern auch die hohe Dichte an sozialen Organisationen in unserer Stadt. Wir freuen uns, dass in diesem Buch die Akteur*innen zu Wort kommen und durch die Veröffentlichung eine Wertschätzung für ihr Engagement erfahren.“

In Zeiten von sozialer Isolation und den allgegenwärtigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind Themen, wie gegenseitige soziale Rücksichtnahme und Wertschätzung für sozial engagierte Akteur*innen sehr aktuell.

Auf rund 200 Seiten stellt »Das Marburger Land: Soziale Wiege in Hessen« die 21 sozialen Organisationen aus Marburg und Umgebung vor. Daneben enthält das Buch Grußworte von Dr. Thomas Spies und Rainer Dolle, sowie eine Reihe an Fotografien, unter denen auch schöne Marburg-Motive zu finden sind.

» Die 2000 Exemplare der ersten Auflage sind ab sofort für 12 Euro im Buchhandel erhältlich.

 

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