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osternest

Das Museum für Frühlings- und Osterbrauch in Bad Arolsen – Schmillinghausen bietet Gelegenheit, sich über Traditionen der Voroster- und Osterzeit zu informieren. Die Ausstellung vermittelt einen Rückblick auf vergangene Zeiten, als den Menschen während der Fastenwochen streng verordneter Verzicht auferlegt war. Die Pflege von Bräuchen war daher eine willkommene Unterbrechung einer harten Zeit und trug damit- besonders auf dem Land, aber auch in Stadtvierteln, wertvoll zu einer funktionierenden Gemeinschaft bei.

Im religiösen Brauchtum boten die Tage – besonders ab dem Palmsonntag – vieles, woran die Menschen sich beteiligten oder pflichtgemäß beteiligen mussten. In Kurztexten sind Erklärungen zur „Fasten- und Passionszeit“ sowie zu den besonderen Tagen „Palmsonntag“, „Gründonnerstag“ und „Karfreitag“ zu finden. Zum Thema „Oster-Feiertage“ erwartet den Besucher eine umfangreiche Sammlung von Ostereiern aus vielen Ländern, deren Pflege alt überlieferter Verziertechniken uns verstehen lehrt, welche Bedeutung dem Osterei ursprünglich zukam.
Der Verlust der Beziehung zur Natur und zum frommen Glauben ist erkennbar in der Verzierung von Ostereiern jüngerer Zeit.

Das einstmals traditionelle „Eier-Schreiben“ während der Fastenzeit fand in der häuslichen Gemeinschaft statt, wobei über Generationen auf die Beibehaltung der Zeichnung wichtiger Symbole geachtet wurde. Die gesellschaftliche Entwicklung zu einer nicht mehr vergleichbaren Lebensweise lässt den Bezug zu Traditionen schwinden. Das Osterei steht immer noch im Mittelpunkt des Osterfestes, kommt aber mehr und mehr aus den Händen begabter Bastler, Kunsthandwerker und aus Manufakturen. Neben der Betrachtung der Ostereier wird in Erinnerung gerufen, dass vor dem Auftreten der „Osterhasen“ es, landschaftlich unterschiedlich, andere Eierbringer gab.

Erklärungen sind zu finden u.a. zum „Wort Ostern“, zum „Zeitpunkt Ostern“, zur „Symbolik von Ei und Osterhasen“, von „Farben, Zeichen und Zahlen bei der Verzierung von Ostereiern“.In Bild und Text wird an religiöse und weltliche Osterbräuche gedacht. Ein Sonderraum lässt Rückschau halten auf die Bedeutung, die der „Zeitbegriff Ostern“ einmal hatte.
Ein weiteres Sonderthema befasst sich mit dem „Ei – nicht nur zur Osterzeit“ mit seiner symbolischen Bedeutung in unterschiedlichen Bräuchen im Lebens- und Jahreslauf.

Im Rahmen des Museums – jedoch nur in der Woche vom 15. bis 20. März – ist wieder ein kleiner Kreativkreis anzutreffen, wo schöne Ostereier und dekorative frühlingshafte Dinge gefertigt werden.

Quelle: Pressemitteilung 

» 12.-28. März 2016, Ausstellung, Museum für Frühlings- und Osterbrauch, Schmillinghausen

Von Frank Booth

Freier Autor

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