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Die apokalyptischen ABBA aus Portland, besser bekannt als TU FAWNING melden sich zurück und veröffentlichen am 4. Mai 2012 ihr zweites Album „A MONUMENT“ bei City Slang.

Tu Fawning - "A Monument"

Gerade mal 9 Songs finden sich auf dem Nachfolger des gefeierten Debüts „Hearts On Hold“ (2011), und obwohl tatsächlich kein Song klingt wie der andere, klingt es immer nach Tu Fawning. Damit bleiben sich die Vier zumindest in einer Sache treu: sie klingen noch immer wie keine andere Band da draußen.

Das Instrumentarium wurde für die Aufnahmen zum neuen Album drastisch erweitert. Zum Einsatz kamen sowohl die bekannte Kirmestrommel und die üblichen Gitarre-, Schlagzeug– und Bass-Grundlagen, aber zusätzlich auch eine Unmenge an alten 80er Jahre Synthesizern.

Kein Wunder also, dass dieses Album so ganz anders daher kommt als der Vorgänger, den auch schon niemand so richtig in eine klare Schublade stecken konnte. Immer noch dunkel, immer noch dramatisch, natürlich immer noch getragen von der wunderbaren Stimme der Corrina Repp, tauschen die Songs dieses Albums dennoch die frühere Rekonfiguration von sumpfigem Bluesrock gegen eine noch etwas schwerer zu beschreibende Melange aus eben diesen Synthesizer-Sounds, komplexen Tempowechseln und stärkerer melodiöser Ausrichtung. Zudem verdrängt der exzessivere Gebrauch von Keyboards und Klavier den morbid-düsteren Varieté-Charakter der letzten Platte.

Tu Fawning sind imstande, höchst energiegeladene Liveshows abzuliefern, die viel kraftvoller und mitreißender sind, als ihr Debütalbum „Hearts On Hold“ es vermuten ließ. Auf „A Monument“ schimmert diese Stärke der Band in so ziemlich jedem einzelnen Song durch.

Als ersten Vorgeschmack gibt es heute den Song „Bones“ zum Download und Stream: eine wilder Ritt durch Rhythmik- und Trommelwahnsinn, der irgendwann in der zweiten Hälfte des Songs einbricht, und in einer dramatischen Klage von Verlust und Leid endet.

» Hier reinhören: http://soundcloud.com/cityslang/tu-fawning-bones

„A Monument“ wurde in Portland aufgenommen und gemischt, und von Howie Weinberg in LA gemastert.

„Die kindlich-morbide Klangwelt eines Tim-Burton-Grusicals trifft auf das bollerige Seemannsgeschunkel eines Tom Waits, abschließend wird beides verschnitten mit Reminiszenzen an amerikanische Varieté-, Chanson- und Zirkusmusik der 1920er und 1930er Jahre.“ – Spex

„Die Musik von Tu Fawning kann man als wunderbar dekadenten Luxus betrachten – der niemals banal wird, eher ein bisschen morbid. Zu einem an Vorbildern wie Tom Waits geschulten Songwriting kommen verführerische Arrangements voller weltmüder musikalischer Einsprengsel. Selten hat man in letzter Zeit so abwechslungsreiche und opulente Songs gehört.“ – Rolling Stone

„Seltsam schöne Zeitlupen-Songs, die irgendwo zwischen Portishead und Velvet Underground angesiedelt sind, würden auch gut in die Filme der Coen-Brüder passen.“ – Glamour

2012 auf Tornee:

25.11.2011 DAN MANGAN „Oh Fortune“ (City Slang)
13.01.2012 LAURA GIBSON „La Grande“ (City Slang)
27.01.2012 NADA SURF „The Stars Are Indifferent To Astronomy“ (City Slang)
27.01.2012 ALL THE SAINTS „Intro To Fractions“ (Souterrain Transmissions)
17.02.2012 TINDERSTICKS „The Something Rain“ (City Slang)
24.02.2012 LAMBCHOP „Mr. M“ (City Slang)
04.05.2012 TU FAWNING „A Monument“ (City Slang)

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

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