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Space for Music – Brittani Washington im Interview

am 04 November 2012 von Steffen Dittmar

Space for Music – Brittani Washington im Interview
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Space for Music -  Brittani Washington im InterviewBrittani Washington ist nicht nur seit sieben Jahren die erste Keyboarderin von Beyoncé Knowles, sondern schreibt auch ihre eigene Musik und hat eine ordentliche Portion Soul in der Stimme.

Bereits zum zweiten Mal konnten sich davon die Besucher im Sägewerk Neukirchen überzeugen, wo sie am Sonntag, den 4.11. im Rahmen ihrer „Modern Music School Tour 2012“ zu Gast war.
Zum MMS-Day gab sie ein Solokonzert, sprach über ihre Erfahrungen im Musikbusiness und scheute es auch nicht, spontan mit den Musikschülern auf der Bühne zu performen.
Nach dem Auftritt trafen wir Brittani zu einem Interview, in dem sich der Eindruck einer bodenständigen Vollblutmusikerin bestätigte.

Hallo Brittani. Du bist hier in Deutschland im Rahmen der Kooperation mit der Modern Music School. Also interessierst du dich auch für die musikalische Ausbildung der jungen Menschen?
Ja, ich bin seit dem 16.10. hier und bleibe bis zum 26.11.2012. In dieser Zeit besuche ich viele Städte in Deutschland und versuche, die Jugendlichen zu motivieren und zu inspirieren, Instrumente zu spielen und Musik zu machen, zu üben und gut in dem zu sein, was sie tun.

Welche Tricks und Tipps hast du dabei für die werdenden Musiker?
Keine Tricks! Die Tipps sind vor allem, täglich zu üben und kontinuierlich dabei zu bleiben.

Wie gefällt dir Deutschland?
Mal so und mal so. Ich mag Deutschland. Und ich mag den Regen, aber nur wenn ich schlafe.

Ständig auf Reisen zu sein, bedeutet, oft aus dem Koffer zu leben. Was gefällt dir daran, was nicht?
Es ist nicht schön, ständig von der Familie getrennt zu sein, aber ich mag es, unterwegs zu sein und Musik zu machen.

Wie steht es mit Familie? Bist du in einer Beziehung?
Nein, als ich eben Familie sagte, meinte ich Mom und Dad und meine Schwestern und Brüder.

Wie bleibst du mit ihnen in Verbindung?
Über Skype!

Welche Hobbies und Interessen hast du abseits der Musik?
Ich gehe gern ins Kino, mag Shopping, zum Beispiel Schuhe und Schmuck, ich gehe gern raus, manchmal auch Camping, das ist sehr unterschiedlich, kommt darauf an, was für ein Tag gerade ist.

Lass uns über deine eigene Musik sprechen. Du hast deine zweite CD mit dem Titel „Space for Music“ im Juli herausgebracht. Was bedeutet der Titel?
Es geht darum, der Musik Raum zu geben, den Leuten Musik zu bieten, die auch live auf Instrumenten gespielt werden kann, zu dem sie eine Verbindung aufbauen können.

Auf deinem Album sind überwiegend natürliche Instrumente wie Klavier zu hören, mehr als synthetische Klänge, und daneben zum Beispiel auch Rockgitarren. Magst du solch klassischen Band-Sound und akustische Instrumente lieber?
Ich schätze alle Arten von Musik und kann mich da nicht festlegen, aber ich liebe Musik, die ohne großen digitalen oder technischen Aufwand gespielt weden kann.

Hast du Pläne, die eigene Musik zukünftig mehr zu promoten?
Ja, mein Hauptziel ist, ich selbst als Künstler zu sein, meine eigenen Sachen zu machen, dabei authentisch zu sein und die Musik zu genießen. Ich habe das Gefühl, Musik ist keine komplizierte Sache, sondern ganz einfach.

Deine Stimme klingt oft nach Gospel, woher kommt das?
Das kommt von meiner Familie, mein Vater ist Pastor und ich habe in der Kirche Musik gemacht und gesungen seit ich sechs Jahre alt bin, natürlich hört man das in den Aufnahmen und Liveperformances.

Würdest du mit deiner Musik gern genauso berühmt werden wie z.B. Beyoncé?
Ich möchte die Botschaft vermitteln, dass niemand wirklich wichtiger ist als die Musik selbst. Die Musik bringt alle zusammen. Oft ist nicht die Musik bekannt und steht im Fokus, sondern die Künstler. Das Endorsement (=Sponsoring; Anm. d. Redaktion), all die Promotion und Fotoshootings machen sie so bekannt, das hat für mich nichts mit Musik zu tun. Ich würde gern mit meinem Talent allein so weit wie möglich kommen, ohne das von anderen Menschen und deren Träume abhängig zu machen.

Aber das ist kein einfacher Weg?
Ja, zum Teil. Aber man kann auf iTunes heutzutage einen einzelnen Song kaufen, also ist es relativ einfach, sich und seine Musik zu zeigen und die Leute zu erreichen.

Gibt es Pläne, mit einer ganzen Band in Europa und in Deutschland Konzerte zu machen oder auf Tour zu gehen?
Im Moment nicht, vielleicht in Zukunft. Momentan bin ich nur solo mit der Modern Music School unterwegs.

Mit Beyoncé spielst du in einer reinen Girls-Band. Gibt es in Girls-Bands auch Groupie-Geschichten, so wie man es etwa von männlichen Rockbands her kennt?
Ja, aber ich werde davon nichts erzählen. (sie lacht laut und herzlich)

Gibt es sonstige interessante Geschichten oder Geheimnisse, die du uns erzählen kannst?
Nein, deswegen heißt es ja Geheimnisse. Die schönste Road-Story ist, dass wir unterwegs eine tolle Familie und gute Gemeinschaft sind, wir streiten oder kämpfen nie, wir lieben uns und es ist sehr harmonisch.

Danke, Brittani für dieses Interview und weiterhin eine schöne Zeit in Deutschland.


 


» So hast den Wildwechsel vielleicht noch nie gelesen!

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