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Silent Servant - Shadows of Death and Desire (Hospital Productions)
Silent Servant – Shadows of Death and Desire (Hospital Productions)

Post-Punk und elektronische Musik? Geht. Geht besonders bei Juan Mendez alias Silent Servant, der ja in der Vergangenheit nie mit seinem Vorlieben für Bands wie A Certain Ratio u.a. hinter dem Berg gehalten hat.

Als Bestandteil des Sandwell Districts, einem Label und Kollektiv von Techno-Produzenten, das der pathosgeschwängerten Szene durch die Besinnung auf musikalische Diversität viel Gutes getan hat, hat sich Mendez als Liebhaber von Post-Punk hervorgetan. Insofern war der einflussreiche Vorgänger, Negative Fascination, schon eine Überraschung, fand sich auf ihm doch sehr dicht gestrickter, spannungsgeladener, reiner Techno.

Das neue Album, Shadows of Death and Desire, ist dann schon eher das, was von Juan Mendez zu erwarten war. Ist es deswegen vorhersehbar, geradezu langweilig? Mitnichten! Das genrebeugende Werk ist wie ein vertonter film noir mit einem gewissen Cyberpunk-Flavor. Blade Runner auf Vinyl? Geil. Anspieltipps: Harm in Hand, Loss Response, 24 Hours, Glass Veil, Optimistic Decay

Von Frank Booth

Freier Autor

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