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Radiohead
Radiohead

Um Radiohead zu verstehen, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen. Mit dem Erstlingswerk „Pablo Honey“ anno 1993 als englische Alternative zum damals prävalenten Grunge-Hype verstanden, entzogen sich Thom Yorke und Konsorten dem Hype mit dem 1997er Mittelfinger-Album „OK Computer“, bis heute eines der einflussreichsten alternativen Alben. Danach verabschiedeten sich Radiohead von gitarrenlastiger Musik und wandten sich Frickel-Elektronik-Einflüssen wie Autechre oder Aphex Twin zu. In dieselbe Kerbe schlägt auch das neueste Werk der Oxforder Band. Ein atmosphärischer, feingliederiger, verletzlicher und bisweilen beklemmender Abgesang auf eine Welt, die auf zwischenmenschliche Nuancen kaum noch Wert legt. Ernsthafter Kandidat für die Platte des Jahres, schon jetzt. Anspieltipps: Decks Dark, Daydreaming, Identikit, The Numbers, Present Tense, Ful Stop.

» Radiohead, A Moon Shaped Pool

Von Frank Booth

Freier Autor

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