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Im November haben Liebhaber von Filmen wieder Hochkonjunktur in Kassel. Zum mittlerweile 32. Mal findet an mehreren Orten der Stadt das Kasseler Dokfest statt. Im Mittelpunkt des Festivals, das vom Filmladen Kassel e.V. veranstaltet wird, stehen kurze und lange Dokumentarfilme sowie künstlerisch-experimentelle Produktionen. 

Mehr Werke als je zuvor wurden in diesem Jahr gesichtet. Über 3000 Arbeiten aus 78 Ländern wurden in die Vorauswahl zugelassen, woraus ein Programm aus 271 dokumentarischen Kurz- und Langfilmen zusammengestellt wurde, was eine absolute bisherige Bestmarke darstellt. Neben den drei Kasseler Programmkinos – Gloria, Filmladen sowie die BALi-Kinos – sind das Fridericianum, der Kasseler Kunstverein, die Galerie Coucou und der Südflügel im Kulturbahnhof Schauplätze von den internationalen Filmbeiträgen.

Wie immer ist das Festival dabei in viele verschiedene Sparten aufgeteilt, bei denen unterschiedliche künstlerische Ansätze genauer beleuchtet werden. Beim “jungen Dokfest” vom 11. bis 13. November handelt es sich um ein filmpädagogisches Begleitprogramm für Jugendliche von der Klasse 7 bis 13. Passend dazu gibt es einen Workshop, in dem den Schülern die Methodik der Filmanalyse näher gebracht wird; beides findet sowohl im Gloria als auch in den BALi-Kinos statt.

Keineswegs ein Kontrastprogramm, sondern eine Bereicherung zum Zwecke des Generationenaustausches ist das Segment “DokfestGeneration”, das vom 12. bis 16. November im Gloria stattfindet.  Hier bekommen die Zuschauer eine Auswahl dokumentarischer Langfilme, die für Filmfreunde älteren Semesters gemacht wurden und dem Dialog der Generationen auf die Sprünge helfen soll.

Monitoring

Der Südflügel des Kulturbahnhofes beherbergt am 11. November um 19:00 die Eröffnung des “Monitoring” – einer zeitgenössischen, internationalen Medienkunstausstellung mit insgesamt 16 Installationen im Kasseler Kunstverein, in der Galerie Coucou sowie im Stellwerk und in besagtem Südflügel des Kulturbahnhofes.

“Interfiction” findet seit 1995 jährlich als Workshop-Tagung statt. Zu dem Zweck, Künstler, Theoretiker und Wissenschaftler unter einen Hut zu bringen, versteht “Interfiction” sich als interdisziplinäre Sektion, die 2015 ihren Fokus auf das Thema Mindmachines legt. Analoge und digitale Technologien für psycho-physische Stimulation mit einem Schwerpunkt auf Manipulation und Bewusstseinserweiterung werden den Workshop-Teilnehmern hier näher gebracht.

Natürlich kommen auch die Nachtschwärmer auf ihre Kosten. Bei der “DokfestLounge” wird vom 11. bis zum 15. November täglich ab 22:30 in der Weinkirche ein nächtliches audiovisuelles Performance-Programm mit VJs und DJs angeboten. Eine Diskussionsplattform mit Artist Talks zu den Themen Medien und Kunst findet am 12. und 13. November jeweils um 19 Uhr im Fridericianum statt.  Beim 6. Hessischen Hochschulfilmtag im Rahmen des Dokfestes präsentieren am 12. November in den BALi Kinos Studenten der Hochschulen aus Darmstadt, Offenbach, Wiesbaden und Kassel einem Fachpublikum aktuelle Arbeiten.

Zusätzlich zu diesem breit gefächerten Angebot findet im Interim am Kulturbahnhof, ebenfalls vom 11. bis zum 15. November, eine Sonderausstellung statt. “Ach Baunatal, deine Felder!” heißt die Installation eines Hörstücks von Studenten der Kunsthochschule Kassel.

» 10. – 15. November 2015, 32. Kasseler Dokfest, Kassel

» [ Website des Kasseler Dokfestes ]

Von Frank Booth

Freier Autor

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