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Thomas Brussig
Thomas Brussig auf der Frankfurter Buchmesse

Was wäre passiert, wenn der Eiserne Vorhang nie gefallen wäre? Diese utopische Vorstellung präsentiert Thomas Brussig  in seinem Werk „Das gibt’s in keinem Russenfilm“ und gibt einen Einblick über seinen ganz persönlichen Sozialismus. 

Ein Abend in Ostberlin irgendwann in 1991. Die Wiedervereinigung ist ausgefallen. Die Mauer steht und teilt Deutschland. Der Schriftsteller Thomas Brussig lässt sich vom begeisterten Applaus der Zuhörer mitreißen. Siegestrunken lässt er sich zu Versprechen hinreißen: Solange kein anderer darf, wird auch er nicht in den Westen fliehen. Solange keiner ein Telefon hat, wird auch er keines haben. Und, weil erst das dritte Versprechen magisch bindet: Solange es verboten ist, „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ zu lesen, wird auch er es nicht tun. Er wird sich daran halten müssen, genauso wie auch die DDR sich hält. Und bekanntermaßen hält ja am längsten, was altbewährt ist.

Thomas Brussig erzählt die schillernde Biographie des Schriftstellers Thomas Brussig –  und ergeht sich ganz nebenbei mal in einer etwas anderen Form der Geschichtsrevision. 1964 in Berlin geboren, wuchs er im Ostteil der Stadt auf und studierte Soziologie und Dramaturgie. 1991 erschien sein Debütroman „Wasserfarben“ und 1995 sein in zahlreiche Sprachen übersetzter und auch als Bühnenstück und Film erfolgreiches Werk <a href=“

Brussig ist überdies Preisträger des Drehbuchpreises der Bundesregierung, zusammen mit Leander Haußmann für den 1999er Ostalgie-Klassiker

» 10. Oktober 2015, Thomas Brussig, Schauenburger Märchenwache, Schauenburg

» [ Website der Schauenburger Märchenwache ]

Von Frank Booth

Freier Autor

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