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  Lesedauer: 2 Minuten
Marie Iljašenko
Unser Gast aus Tschechien: die Lyrikerin Marie Iljašenko

Wie jedes Jahr laden wir auch 2016 in Kooperation mit dem Hessischen Literaturrat eine Autorin oder einen Autor aus der Tschechischen Republik ein. In diesem Jahr wird die junge Lyrikerin Marie Iljašenko unser Gast sein. Sie schreibt auch Essays und Prosa.

Marie Iljašenko wurde 1983 in Kiew geboren und wuchs in Police nad Metují auf, das in Tschechien nahe der polnischen Grenze liegt. Sie studierte Komparatistik und Russistik und übersetzt aus dem Russischen, Polnischen und Ukrainischen. 2015 erschien ihr erster eigener Gedichtband „Osip míří na jih“ („Osip zielt nach Süden“) im Verlag Host, mit dem sie 2016 für den Magnesia Literaturpreis in der Kategorie „Entdeckung des Jahres“ nominiert war. Sie lebt und arbeitet in Prag.

Marie Iljašenko liest ihre Gedichte in Ihrer Heimatsprache. Selbstverständlich werden die Gedichte durch eine Dolmetscherin übersetzt. Somit ist auch ein direkter Austausch mit der Autorin möglich.

» Freitag, 18. November 2016, 19 Uhr, Antiquariat Jenior, Kassel
» Veranstalter: Literaturhaus Nordhessen in Kooperation mit dem Hessischen Literaturrat und dem Antiquariat Jenior.

 

Lesung mit Roswitha Seiffert

Der frühaufklärerische Ethiker und Religionskritiker B. Spinoza (1632-1677), wurde mit seinem konsequenten Denken der reinen Immanenz, das sich u.a. in der Formel „substantia sive deus sive natura“ niederschlug, als Häretiker gebannt und ausgegrenzt. Zwar ein Jahrhundert lang, mit G. E. Lessing zu reden, „ein toter Hund“, war Spinoza seiner Epoche mit dem Eintreten für Laizität, Gedankenfreiheit, der Absage an eine Leib-Seele-Dualität ohnehin um Generationen voraus.

Sein Entwurf des aus eigener Kraft erlösbaren, untereinander – als Teil der (als göttlich erfahrenen) Natur – solidarischen Menschentums zog kritische wie schöpferische Geister an: unter ihnen Lessing, Mendelssohn, das ,Tübinger Dreigestirn‘ Hölderlin-Schelling-Hegel, Herder, Goethe, Novalis, fast alle der großen Materialisten (obgleich Spinozas Lehren nicht im bloß materialistischen Denken aufgehen), Heine, Nietzsche, Freud, Einstein, Deleuze, Foucault, Lacan. Wie aktuell Spinozas Einlassungen zur Säkularität, Toleranz, Demokratie, aber auch zum Verhältnis von Freiheit und Notwendigkeit (verbunden mit der Frage nach dem freien Willen), von Affekt- und Emotionserkenntnis wie deren Steuerung und damit verbundener Glücksfähigkeit sind, stellt Roswitha Seiffert in einer Lesung aus ihrer jüngsten Publikation Spinoza: Häretische Vernunft und äquivoke Sprache dar. Darin flossen auch Reiseerfahrungen auf Spinozas Spuren in die Niederlande und mit dortigen, auf hochaktuellem Niveau aktiven Spinoza-Gesellschaften ein.

» Samstag, 19. 11. 2016, 17 Uhr, Antiquariat Winfried Jenior, Kassel

» Eintritt: 7 €, ermäßigt 5 €

Von Frank Booth

Freier Autor

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