5/5 - (1 vote)

  Lesedauer: 2 Minuten

Schreiben ist mehr als das Aneinanderreihen von Buchstaben. Texte leben davon, dass sie ein Publikum finden. Leser, oder noch besser Zuhörer, die gebannt an den Lippen des Vortragenden hängen und innerlich um jedes weitere Wort flehen. Worte, die ihnen aus der Seele sprechen, schreien oder singen, oder Worte, die neue, spannende Türen öffnen. Schon in früheren Zeiten war der Geschichtenerzähler oder auch der Barde, der Geschichten sang, nicht nur bei Kindern beliebt.

Angefangen hat alles mit einem Gruselgeschichtenabend 2005 in der Zeltbar. Seit 2009 findet regelmäßig zwei Mal im Sommer ein Leseabend statt, in den sich immer mehr Singer/ Songwriter einklinken. Beim letzten „Lesen am Tresen“ gab es 8 Musik- und 10 Textbeiträge und sogar eine Stand-Up-Comedy (im Sitzen).

Es beleuchtet die Schande aller anderen!

Ein Wettbewerb soll dabei allerdings nicht entstehen. „Wir sprechen uns ausdrücklich und entschieden gegen die Idee aus, dass da jemand gewinnt oder gar verliert“, sagt Alexander Kessel, der nicht nur Mit-Initiator und Moderator ist, sondern auch regelmäßig eigene Texte vorstellt. Als Nachwuchsförderer sieht er sich aber nicht. „Dass dabei junge Menschen ermutigt werden, ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten diesen Gästen zu präsentieren, mögen andere für Nachwuchsförderung halten. Wir halten das für Spaß. Allerdings kommt man natürlich nirgendwo so unbürokratisch auf eine Bühne und darf die bespielen, wie es bei uns der Fall ist. Das ist keine besondere Leistung von uns, es beleuchtet vielmehr die Schande aller anderen, könnte man überspitzt formulieren.“

Interessanter Aspekt: Bisher kamen ausnahmslos alle Musiker aus Waldeck und alle Leser aus NRW. Vielleicht wird es ja Zeit, das zu ändern?

Normal seien die Künstler nicht, sagt „der Kessel“, sondern genauso bunt gemischt wie das Publikum. „Es sind wunderschöne, aufregende Künstlerseelen, mit Stimmen, die man lieben muss. Na ja und ich.“

Bereits zum achten Mal findet im Kuba das „Lesen am Tresen“ statt, wo Schriftsteller und Musiker eine Plattform bekommen, um ihre Werke vorzutragen. Wer ebenfalls Texte hat und die gerne vortragen möchte, kann sich auf der Kuba-Facebookseite oder unter zeltbar@gmx.de anmelden. Pro Text gibt es eine Vortragsdauer von ca. 8-10 Minuten (Maximum). Der Vortrag ist kostenlos, der Eintritt für Künstler ebenfalls frei.

» 25.8. im Kuba, Warburg/Welda

» [ Kuba Facebookseite ]

Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.