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Die Led Zep-Coverband Physical Graffiti.
Die Led Zep-Coverband Physical Graffiti.

Auferstanden aus Ruinen – der Satz ist im Grunde zweckentfremdet. Denn daraus kann auch eine Erfolgsgeschichte werden. Wie zum Beispiel die von Led Zeppelin. Die Band, die aus Robert Plant (Vocals), Jimmy Page (Gitarre), John Paul Jones (Bass) und John Bonham bestand, steht für ein beispielloses Erklimmen des Rock-Olymps.
Dabei standen die Yardbirds, die zuvor Eric Clapton und Jeff Beck zu Weltkarrieren verhalfen, im Jahre 1968 in Trümmern. Jimmy Page hoffte, in die Fußstapfen von Clapton und Beck treten zu können. Schon bald wurde aber Sänger Robert Plant gefunden, der seinen Freund Bonham gleich mitbrachte. Als John Paul Jones Dreja ersetzte, war die neue Besetzung komplett..

Da zunächst noch bestehende Yardbirds-Verträge erfüllt werden mussten, nannte sich das Quartett „The New Yardbirds“. Der Name war alsbald ad acta gelegt und auf den Vorschlag von The Who-Drummer Keith Moon nannte man sich fortan „Led Zeppelin“. Eigentlich „lead“, aber Manager Peter Grant hatte berechtigte Sorge dass man den Bandnamen sonst „Leed“ Zeppelin aussprechen würde.

Led Zeppelin machten sich auf, der Musikgeschichte für immer ihren adrenalingeschwängerten Stempel aufzudrücken. Apropos geschwängert: Das große Buch der Rock‘n‘Roll-Exzesse mit Alkohol, Drogen, Frauen und Skandalen wurde von Led Zeppelin maßgeblich mitgeschrieben.

Am 25. September 1980 fanden Led Zeppelin durch den plötzlichen Tod John Bonhams ein Ende. Bonham, der zu diesem Zeitpunkt lange alkoholkrank war, trank an jenem Tag viel zu viel und erstickte im Schlaf an seinem eigenem Erbrochenen. Trotz einigen Wiedervereinigungen (Live Aid 1985 mit Phil Collins am Schlagzeug und 2007 mit Jason Bonham, Johns Sohn beim Ahmet Ertegün Tribute Concert in London) lebte der Led Zep-Spirit nie mehr auf.

Die Niederländer von Physical Graffiti in der Besetzung Daniel Verberk (Gitarre), Dave Harrold (Bass, Mandoline), Jan Gabriel (Drums), Andrew Elt (Vocals) und Remco van Zandvoort (Keyboard) lassen in einem über zweieinhalbstündigen Set Led Zep wieder auferleben. Ihre Erfahrung aus hunderten von Konzerten in ganz Europa sichert ihnen den Status als originalgetreueste Led Zeppelin Tribute Band.

» 7. September 2017, Physical Graffiti Kulturwerkstatt Paderborn

Von Frank Booth

Freier Autor

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