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Der Herkules (Foto: Hendrik Thole)
Der Herkules (Foto: Hendrik Thole)

Das Kasseler Rathaus wird am Samstag, 23. März, ab 20.30 Uhr wie auch das Wahrzeichen, der Herkules, für eine Stunde dunkel bleiben. Mit der Abschaltung der Außenbeleuchtung dieser beiden Sehenswürdigkeiten beteiligt sich Kassel wie viele andere Städte an der Umweltaktion „Earth Hour 2013“ des World Wide Fund For Nature (WWF). Jährlich soll damit ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten gesetzt werden. Stadtbaurat und Umweltdezernent Christof Nolda ruft alle Kasseler Bürgerinnen und Bürger, Kirchen, Unternehmen und Initiativen auf, sich an dieser Licht-aus-Aktion zu beteiligen. „Für die Menschen in Kassel ist dies eine einzigartige Möglichkeit, während der Earth Hour ihr aktives Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.“

Mit ihrer Teilnahme an „Earth Hour“ möchte die Stadt Kassel an die Probleme erinnern, die vorwiegend durch den Verbrauch fossiler Energieträger ausgelöst werden, erklärte Stadtbaurat Nolda. Jährlich schalten rund um den Globus tausende Städte für eine Stunde die Beleuchtung öffentlicher Gebäude und Sehenswürdigkeiten ab. Und Millionen von Menschen stellen zu Hause das Licht aus. Nolda: „Das zeigt eindrücklich, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist und der Klimawandel durch die bereits einsetzenden Auswirkungen weltweit als wachsende Bedrohung wahrgenommen wird.“

Studien der hiesigen Universität zufolge werde Kassel durch seine Lage in einem Talkessel in den kommenden Jahrzehnten besonders von steigenden Temperaturen und sommerlicher Überwärmung betroffen sein. Dass die Stadt auch in diesem Jahr an der Aktion teilnimmt, sei in diesem Zusammenhang eine Selbstverständlichkeit, teilte Nolda mit. Er hoffe auf eine rege Beteiligung und dass Kassel in dieser Stunde außergewöhnlich dunkel bleibe.

Hintergrund:
Die Earth Hour war ursprünglich eine Idee des WWF-Australia und wurde 2007 erstmals in Sydney veranstaltet. Australien hat auf seinem Staatsgebiet riesige Steinkohlelagerstätten. Fast die gesamte inländische Stromproduktion stammt aus Kohlekraftwerken, weshalb das Land im Gegensatz zu anderen Industrienationen einen überdurchschnitt hohen Ausstoß an klimaschädlichem CO2 aufweist. Gleichzeitig ist Australien aber durch zunehmende Hitze und Dürre besonders stark vom beginnenden Klimawandel betroffen.

WWF-Australia initiierte die Aktion Earth Hour, um das Thema Energiesparen und Klimawandel in die Bevölkerung zu tragen und gleichzeitig aufzuzeigen, dass jeder einzelne als Teil einer großen Gemeinschaft Gestaltungsmöglichkeiten bei der Energiewende hat.

Die Stadt Sydney erklärte sich zum kommunalen Aktionspartner und rief die Bürger auf, sich an der Earth Hour als Auftakt eines städtischen Klimaschutzprogramms aktiv zu beteiligen. Am 31. März 2007 fand die Earth Hour dann erstmals statt: Die Stadt verdunkelte für eine Stunde die zahlreichen Wahrzeichen Sydneys, darunter die Oper und die Hafenbrücke. Und unzählige Bürger machten mit, indem sie in ihren Häusern und Wohnungen alle Lichter löschten.

Seitdem ist die weltweite Teilnehmerzahl stark gestiegen: 2008 folgten dem Aufruf des WWF bereits 31 Partnerstädte verteilt über den gesamten Globus. An der Earth Hour 2012 nahmen 6525 Städte in 150 Ländern teil, darunter 132 Städte in Deutschland.

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Von Maria Blömeke

Ehemaligen Ww-Redakteurin

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