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Jorge Velez - Roman Birds (Templo)
Jorge Velez – Roman Birds (Templo)

Och nicht schon wieder, bitte. In etwa das denkt man, wenn man Jorge Velez die Frage nach Inspiration für sein neues Album dahingehend beantworten hört, dass hier der Ausbruch des Vesuv vor fast 2000 Jahren, der Pompeii begrab, Pate gestanden habe.

Es sind ja nicht erst gefühlt 250 Werke über dieses Ereignis verfasst, gemalt, vertont oder auf Zelluloid gebannt worden. Der Ansatz des New Yorker Produzenten, diese Tragödie in ein Ambient-Techno-Album der Güteklasse „Gas“ (Wolfgang Voigts Alias in diesem Bereich) zu kleiden, ist jedoch in der Tat neu. Gerade einmal fünf Songs beinhaltet „Roman Birds“ – und hat damit eine genau richtige Länge, die man braucht, um die Reise in seinem Kopf anzutreten.

Mikrotonale Musik auf Synthesizern, ein ohnehin noch nicht sehr stark bewanderter Pfad, zerrissene Atmosphären, lakonische und sich selbst auflösende Melodieläufe: „Roman Birds“ ist das Gefühl, ständig unter Wasser zu sein und von Luft überhaupt gar nichts mehr wissen zu wollen. In Velez‘ Oeuvre nimmt dieses Album den bisherigen Spitzenplatz ein. Anspieltipps: Alles.

Von Frank Booth

Freier Autor

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