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Gäste des Nachbarschaftsgesprächs in der Grimmwelt Kassel: Lutz Freyer, Udo Wendland und Silvia Freyer | (c) artort
Gäste des Nachbarschaftsgesprächs in der GRIMMWELT Kassel: Lutz Freyer, Udo Wendland und Silvia Freyer | (c) artort

(Kassel) Die GRIMMWELT Kassel erweitert ihr digitales Angebot: Am 02.07.2020 um 18.30 Uhr trifft Peter Stohler, Geschäftsführer und Programmleiter der GRIMMWELT, virtuell in einer öffentlichen Videokonferenz in der Reihe „Nachbarschaftsgespräch“ Gäste aus der räumlichen und inhaltlichen Nachbarschaft zum Thema „Erlebnisraum Hugenottenhaus“.

„Hugenottenhaus, Torwache mit Grimm-Wohnung, das zukünftige Tapetenmuseum am neu gestalteten Brüder-Grimm-Platz – das Landesmuseum und die Murhardsche Bibliothek als direkte Nachbarn der Grimmwelt: Da tut sich einiges in Kassel! Wir freuen uns auf gute Nachbarschaft.“, so Peter Stohler.

Angelehnt an die Salon-Kultur der Grimm-Zeit steht der offene Austausch im Vordergrund. Nehmen Sie virtuell teil, wenn das Projektteam aus Udo Wendland, Silvia Freyer und Lutz Freyer einen Einblick in ihre Arbeit im Hugenottenhaus geben. Wie schafft man einen Ort, in dem zeitgenössische Kunst erlebbar wird, und welche vielfältigen Vermittlungsweisen sind geplant, um die Kunst begreifbar zu machen?

Das Gespräch knüpft an Nachbarschaftsgespräche mit Nina Schneider (Leiterin des Brüder Grimm-Mitmachmuseums, Hanau), Moritz Wesseler (Direktor des Fridericianums, Kassel), Joel Baumann (Rektor der Kunsthochschule Kassel) und Benjamin Schäfer (Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße e.V., Kassel) an – die Themen reichten bisher von „Die Kunsthochschule Kassel – eine KünstlerMacherMaschine?“ bis „Die Deutsche Märchenstraße“.

Den Zugangslink zur Videokonferenz veröffentlichen die GRIMMWELT Kassel auf ihrer Website unter www.grimmwelt.de/veranstaltungen . Zusätzlich wird das Gespräch aufgezeichnet und ist danach auf dem YouTube-Kanal der GRIMMWELT Kassel erlebbar.

Biografien der Gäste des Nachbarschaftsgesprächs in der GRIMMWELT Kassel:

Udo Wendland
Unternehmer und als Gesellschafter und Beirat in verschiedenen Industrieunternehmen tätig. Studium des Maschinenbaus an der Universität Kassel und der Betriebswirtschaft an der Harvard University in Boston. Gründung der Stiftung „Impulse für Kassel“ in 2013 mit dem Zweck: Kunst und Kultur, benachteiligte Kinder und Jugendliche und Forschung und Wissenschaft. „Seit 30 Jahren sammele ich zeitgenössische Kunst. Zunächst regional und später über einen erweiterten Kreis von Galerien auch überregional. Über die Förderung der Stiftung habe ich das Ausstellungskonzept „neue enden“ von Silvia und Lutz Freyer kennen gelernt. Aus diesem Ausstellungskonzept haben wir gemeinsam ein neues Konzept für meine Sammlung abgeleitet, mit Fritz Schwegler als einem Referenzpunkt. Mit dem Hugenottenhaus Projekt wollen wir zeitgenössische Kunst für ein breites Publikum, vor allem auch für Kinder, erfahrbar machen.“

Lutz Freyer
Bildhauer und Zeichner. Kunststudium in Kassel und Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler.

„Neben der Auseinandersetzung mit moderner Kunst, interessiert mich raumbezogenes und raumveränderndes skulpturales Arbeiten. In den letzten Jahren ist das Zeichnen zunehmend in den Vordergrund getreten. Parallel dazu beschäftigt mich die Vermittlung und das Lehren von Kunst. In Zusammenarbeit mit Silvia Freyer arbeite ich in verschiedenen Projekten an der Schnittstelle von Kunst und Öffentlichkeit (Kunstpraxis und Stadtteilmuseum). Seit 2015 ist aus der Vision einer Ausstellung für unseren Lehrer Fritz Schwegler das Sammlungs- und Ausstellungsprojekt „neue enden“ entstanden, in Zusammenarbeit mit Silvia Freyer und Udo Wendland.“

Silvia Freyer
Künstlerin, Bildhauerin und Kuratorin. Studium der freien Kunst in Kassel und Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler.

„In meiner Kunst beschäftigt mich das Verhältnis von Material und Raum. Daraus entstehen immaterielle und temporäre Skulpturen und Strukturen. Neben der künstlerischen Arbeit begleite ich seit meinem Studium Menschen in schöpferischen Prozessen. 2015 und 2016 habe ich die Ausstellungen neue enden I (Kassel) und neue enden II (Hamburg) kuratiert, die als Referenzpunkt Fritz Schwegler hatten. Den Aufbau der Sammlung neue enden von Udo Wendland betreue ich seither als Kuratorin. Für diese Sammlung und das daraus entwickelte Ausstellungskonzept haben wir ein Gebäude, das Hugenottenhaus gefunden. Wir, das ist die Kerngruppe bestehend aus Udo Wendland, Lutz Freyer und Silvia Freyer.“

2019 fand die erste Ausstellung freie Zimmer im Hugenottenhaus/Bodesaal statt, an der neben den Künstler*innen der neue enden Gruppe auch Kasseler Künstler beteiligt waren. 2020 wird das Ausstellungsprojekt Bewegte Zimmer/Kunstzone öffnen! Ausstellungsdauer: 17.7. bis 27.9. 2020

 

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Von Frank Booth

Freier Autor

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