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Lesung und Musik gegen das Vergessen im Schlachthof Kassel mit Christoph Heubner und dem Trio to remember. | (c) Nielsen Schlachthof
Lesung und Musik gegen das Vergessen im Schlachthof Kassel mit Christoph Heubner und dem Trio to remember. | (c) Nielsen Schlachthof

(Kassel) Gegen das Vergessen im Schlachthof Kassel: Christoph Heubner, Geschäftsführender Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK), Vize-Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung für die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Träger des Verdienstordens der Republik Polen liest aus seinen Büchern Ich sehe Hunde, die an der Leine reißen und Durch die Knochen bis zum Herz.

Beide Bücher sind im Steidl Verlag in Göttingen erschienen. Musikalisch begleitet wird er dabei vom Trio to remember aus Kassel, in der Besetzung aus Natsuko Inada (Klavier), Detlef Landeck (Posaune) und Jens Dembowski (Saxophon).

Auch Sara Nussbaum-Preis wird im Schlachthof Kassel verliehen!

Im Vorfeld der Veranstaltung findet um 19.45 Uhr die Verleihung des Sara Nussbaum-Preises statt. Der Preis wird übergeben durch den Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Christian Geselle. Zu den Jurymitgliedern zählt u.a. Dr. Sabine Schormann, Geschäftsführerin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH.

„Der Schriftsteller und Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, erzählt von Überlebenden des Vernichtungslagers. Fast nüchtern und dennoch poetisch schildert er sechs Männer und Frauen mit ihren quälenden Erinnerungen, die bis ins hohe Alter jede Beziehung prägen.“, schreibt die WDR 3 Buchkritik.

„Bascha, Dvorka und Dorota: Die Frauen sitzen auf dem nackten Boden. Erinnerungen brechen in die Dunkelheit ihrer Baracke: an die Kindheit, die Eltern, die Geschwister, die Schule – und das Leben hier und jetzt: Dreck, Gestank und Hunger in einer Welt, in der sie sich selbst nicht sehen können und nicht wissen, ob es überhaupt noch eine Zukunft geben wird. Weil sie wissen, was der Rauch bedeutet. Von Oliven, Ameisen und Ratten handeln die neuen Geschichten von Christoph Heubner, die den Erinnerungen von Auschwitz-Überlebenden gewidmet sind und ihnen Raum geben: auch dem Schmerz und dem Glück ihres Lebens nach dem »Überleben«. Christoph Heubner hat über vier Jahrzehnte Überlebende von Auschwitz begleitet und ihnen zugehört, was sie zu sagen haben: Worte, Gefühle und Bilder, die die Überlebenden ihr ganzes Leben lang nicht verlassen werden und die Forderung, der sie sich selbst immer wieder stellen: Sprecht von denen, die nicht mehr sprechen können!“ heißt es bei Thalia Kassel.

„Gerade im 75. Jahr nach der Befreiung von Auschwitz stellen sich viele Menschen immer wieder die Frage, wie wir bestehen werden, wenn es keine Zeitzeugen von Auschwitz mehr gibt. In seinem kürzlich im Steidl Verlag erschienenen Buch “Ich sehe Hunde, die an der Leine reißen” hat der Schriftsteller und Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees Christoph Heubner Berichte und Erinnerungen von Auschwitz-Überlebenden aufgenommen und in die Literatur getragen, damit diese Stimmen uns jetzt und in der Zukunft nicht verloren gehen“, sagt das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben.

Weitere Veranstaltungen im Schlachthof Kassel:

Von Frank Booth

Freier Autor

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