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Fliehende Stürme
Fliehende Stürme

Die aus dem Schatten springen. Joy Division. Bauhaus. The Cure. Discharge. Killing Joke. Die Liste von musikalisch überragenden Post-Punk-Dark-Wave-Bands ist scheinbar endlos lang. Etwas unter dem Radar geblieben, aber nicht weniger gut, sind die Fliehenden Stürme, die am 12. Mai in der Kasseler Goldgrube spielen.

Die Wurzeln der Fliehenden Stürme liegen in der einflussreichen Stuttgarter Punkband Chaos-Z. Gegründet von den Brüdern Andreas und Thomas Löhr gemeinsam mit Michael Ortner, nannten sie sich im Sommer 1980 noch The Zeroes, bevor im Oktober des selben Jahres die Umbenennung in Chaos Z erfolgte und die Texte ausschließlich auf Deutsch verfasst wurden.

Schon in der Inkarnation als Chaos Z immer für düstere Untertöne bekannt, wechselte das Trio 1983 nicht nur komplett den Stil, sondern auch den Namen: Fortan wurde das Dark Wave-Element präsenter und die Band hieß Fliehende Stürme. Die erste LP „An den Ufern“ von 1988 ist, trotz kompletter Missachtung des Mainstreams und sämtlicher „Fachblätter“ eine der richtungsweisenden Alben der deutschen Dark Wave-Szene.

Nach dem Tod Thomas Löhrs im Jahre 1995 nur wenige Tage nach Fertigstellung des Albums „Fallen“ führte Andreas Löhr die Fliehenden Stürme als Soloprojekt weiter und hat aktuell Uwe Hubatschek (Bass) und Jens Halbauer (Drums) zur Unterstützung auf der Bühne.  (mh)

» 12. Mai 2017, Fliehende Stürme, Goldgrube, Kassel

Von Frank Booth

Freier Autor

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