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Der Felsenkeller bot ein historisch-pittoreskes Ambiente.

Der langjährige Felsenkeller Vater und Identifikationsfigur Uwe Linsdorf ist gestern Nachmittag im Zuge einer Krankheit in einem Höxteraner Krankenhaus gestorben.

Mehr als 20 Jahre betrieb Linsdorf den Felsenkeller gemeinsam mit Gabriele Brenke und wurde langsam aber sicher auch überregional eine bekannte Größe. Vor allem wurde der Felsenkeller durch seine hervorragende Bandauswahl bei den regelmäßigen Konzerten bekannt: Heutige “Größen” wie Die Ärzte, Seelig, The Bates und die Die Toten Hosen traten unter anderem im sogenannten »Keller« auf. Der Architekt und Gastronom hatte den Felsenkeller 1981 übernommen – unter anderem, um das historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert vor dem Verfall zu schützen.

Am 8.2. 1998 spielten die deutschen Vivid Newcomer im Felsenkeller. Aber auch Bands wie Die Ärzte, The Bates oder Seelig verdienten sich hier ihre Sporen.
Am 8.2. 1998 spielten die deutschen Vivid Newcomer im Felsenkeller. Aber auch Bands wie Die Ärzte, The Bates oder Seelig verdienten sich hier ihre Sporen.

Szeneclub mit alternativem Stil

Geschätzt wurde der Felsenkeller auch wegen seines besonderen alternativen Flairs. Der historische Charme vermischte sich perfekt mit dem alternativen Konzept, das jahrelang Fans von weit und fern in den Felsenkeller gelockt hat.

Auch der Wildwechsel war bei Uwe Linsdorf ein gern gesehener Gast. Letztlich zählte er sogar zu den ersten Unterstützern des damals noch jungen Presse-Projekts. In diesem Rahmen entstanden Ww-Interviews zum Beispiel zwischen den noch gänzlich unerfahren Ww-Machern und den ebenfalls noch jungen “Die Ärzte”!

2006 ist der Felsenkeller einem Feuer zum Opfer gefallen – danach wurden regelmäßige Motto- und Revival-Partys von Linsdorf veranstaltet, doch der “echte” Felsenkeller war leider Geschichte. Auch auf dem traditionellen Huxori-Markt in Höxter, bei dem über 300 Beschicker jährlich ihre Waren feil bieten, hatte der Felsenkeller immer eine eigene Bühne mit Musikprogramm und blieb auch so den vielen Fans warm in Erinnerung.

Wildwechsel verbeugt sich vor Uwes Leistung und wünscht den Angehören, Lieben und Freunden viel Kraft und Frieden.

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

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