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Mehmet Güler Documenta Halle 2019 Ausstellung Eröffnung Leuchtkraft | (c) Ergin Güler
Mehmet Güler Documenta Halle 2019 Ausstellung Eröffnung Leuchtkraft | (c) Ergin Güler

Mehmet Güler: Werke aus fünf Jahrzehnten

Gemälde, grafische Kunstwerke und Skulpturen des international renommierten Künstlers Mehmet Güler sind (seit dem 30. Mai) bis zum 16. Juni in der documenta-Halle in Kassel unter dem Titel LEUCHTKRAFT zu sehen.

Mehmet Güler, 1944 in der Türkei geboren, lebt seit 1977 mit seiner Familie in Kassel und gehört inzwischen weltweit zu den angesehensten und erfolgreichsten Künstlern türkischer Abstammung. Seine künstlerische Handschrift, durch zwei Kulturen geprägt, ist einzigartig: Nach einem reduzierten Realismus mit expressivem Ausdruck in den frühen Werken entwickelte er eine abstrahierende Bildsprache, die vor allem von der leidenschaftlich verwendeten Farbe lebt.

Mit einer anscheinend unstillbaren Lust an Farben verbindet er sattes Rot, tiefes Blau und warmes Gelb zu kraftvollen, dynamischen Kompositionen mit einer ungeheuren Leuchtkraft, die den Betrachter in den Bann zieht.

Seine Bilder sprechen in ihrer besonderen Farbkultur von Hitze und Kühle, von Sonne und Wasser, von Arbeit und Freizeit, von den Menschen in Orient und Okzident“, sagte der Kunsthistoriker Prof. Dr. Frank Günter Zehnder bei der Ausstellungseröffnung in Kassel.

In scheinbar ungegenständlichen Gemälden und Radierungen kann der Betrachter handschriftliche Notizen, Textfragmente etwa von Goethe, Heine und Rilke oder zart gezeichnete Akte wie verhüllte Geheimnisse entdecken. Die abstrahierende Kunst Mehmet Gülers sei „sinnlich, still und temperamentvoll zugleich“, so Zehnder.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Claudia Roth, der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Es sei faszinierend zu sehen, „wie Mehmet Güler Figuren in seinen Farbrausch integriert, wie er kulturelle Brücken zwischen seiner Wurzel in Anatolien und seiner Wahlheimat Kassel schlägt und wie leicht er die deutschen Klassiker in bewegt-bewegende Farben eintaucht“, sagte sie.

Das Bild reift in meinem Kopf und wartet auf den Moment seiner Befreiung“. So beschrieb Mehmet Güler einmal den ersten Teil seiner künstlerischen Arbeit. Und in einem zweiten Schritt muss er dann auf der Leinwand „spielen und ausprobieren“. In diesem Sinne wurden in jüngster Zeit mehrere, großformatige Werke Gülers „befreit“ und gewissermaßen spielerisch geschaffen. Diese großen und großartigen Werke werden jetzt erstmals in der documenta-Halle gezeigt.

Die vom KulturNetz Kassel organisierte Ausstellung LEUCHTKRAFT ist dort bis zum 16. Juni 2019 zu sehen, Eintritt frei. Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie von der Stadt Kassel, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Kasseler Sparkasse, Kassel Marketing sowie der Firma Hübner unterstützt.

Der Künstler, jetzt 75 Jahre alt, wurde in Malatya/Türkei geboren und hatte bereits als Jugendlicher das Ziel, Maler zu werden. Der Weg von den ersten Pinseln, die er aus Tierhaaren und dünnen Stöckchen bastelt, bis zur künstlerischen Ausbildung ist sehr lang und hindernisreich.

Er erkämpft sich den Zugang zur Bildung und zu weiterführenden Schulen und schließlich zur Universität. Nach seinem Kunststudium in Ankara und Kassel sowie einer Lehrtätigkeit an Schulen und Akademien entscheidet er sich für die Tätigkeit als freischaffender Künstler.

Seit 1977 lebt und arbeitet er in Kassel. Mit seinem Gesamtwerk, über 200 Ausstellungen und vielen Publikationen gehört Güler, der bereits mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt wurde, heute zweifellos zu den wichtigsten zeitgenössischen türkischen Künstlern. Seine Werke sind in Museen, öffentlichen Sammlungen und Galerien zu sehen.

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