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Im Schatten der Dämmerung, dort wo Stille eine eigene Sprache spricht, erhebt sich eine Gestalt in schwarzem Gewand – mit Sense, Sarkasmus und einem überraschend trockenen Humor. Was wie das Drehbuch eines schrägen Films klingt, ist tatsächlich Bühnenrealität: Der Tod kehrt zurück – und diesmal mit einem wuchtigen „Best of“ im Gepäck. Am 28. März 2026 wird das Philipp-Scheidemann-Haus in Kassel zum Schauplatz einer ungewöhnlich lebendigen Begegnung mit dem Tod selbst.

Was steckt hinter »Der Tod – Das Beste aus 13 tödlichen Jahren«?

Seit nunmehr über 13 Jahren tourt der schwarz gekleidete Kabarettist mit Totenschädelmaske durch die Republik. Dabei verwandelt er Themen, über die man sonst lieber schweigt, in kluge Pointen, bitterböse Anekdoten und geistreiche Monologe. Sein Programm »Der Tod – Das Beste aus 13 tödlichen Jahren« ist eine ebenso absurde wie brillante Zusammenfassung seines bisherigen Schaffens: eine kabarettistische Rückschau auf eine Karriere zwischen Friedhofsverordnung und Aufpust-Sarg.

Ob es um die skurrilen Seiten der deutschen Bestattungskultur geht oder um bitterernste Fakten wie »7.000 Todesfälle jährlich durch unleserliche Arztschrift« – Der Tod balanciert geschickt zwischen schwarzem Humor und gesellschaftlicher Relevanz. Das Publikum lacht – und denkt zugleich über die Absurditäten des Lebens nach.

Der Tod kommt nach Kassel: Ein makabres Highlight mit Niveau

In Kassel findet die Show am Samstag, dem 28.03.2026, um 20 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Philipp-Scheidemann-Haus, das für diesen Anlass zur Bühne des jenseitigen Entertainments wird. Die Nachfrage nach Karten ist groß – kein Wunder, denn die Deadline sitzt bekanntlich jedem im Nacken. Der Sensenmann selbst lädt augenzwinkernd zur „kalten Abreise“, wie es im Hoteljargon heißt.

Obwohl sein Thema der Tod ist, meidet die Figur jeglichen Kitsch oder pietätlose Späße. Vielmehr nutzt er eine subtile, oft britisch anmutende Ironie, um gesellschaftliche Tabus aufzubrechen. Der Auftritt in Kassel ist Teil einer deutschlandweiten Tour, mit der Der Tod nicht nur langjährige Fans, sondern auch neugierige Erstbesucherinnen und -besucher erreicht.

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Death Comedy als Genre? Ja, bitte!

Was auf den ersten Blick wie ein Nischenphänomen erscheint, hat sich längst etabliert: Death Comedy, eine Form des Bühnenkabaretts, die sich mit schwarzem Humor und kluger Reflexion dem Ende aller Dinge widmet. Der Tod gilt hierzulande als Vorreiter dieses Stils – irgendwo zwischen Dadaismus, Gesellschaftskritik und makabrem Entertainment. Seine Programme tragen Titel wie »Radieschen von unten«, »Happy Endstation« oder »Mein Leben als Tod«. Nun vereint er in seinem Best-Of die prägnantesten Momente daraus.

Mit Preisen dekoriert, u.a. dem Publikumspreis beim Berliner Kabarettfestival und dem Stuttgarter Besen, gehört der Künstler zu den markantesten Stimmen der deutschen Kleinkunstszene. Und dennoch bleibt sein Bühnen-Ich anonym, was dem Mythos nur weiteren Auftrieb verleiht.

Wer ist der Mensch hinter dem Knochen?

Der Darsteller hinter Der Tod bleibt offiziell namenlos – ganz im Sinne seiner Rolle als universeller Besucher. Seine Auftritte sind geprägt von einem klaren dramaturgischen Konzept, das Nähe und Distanz kunstvoll austariert. Auf der Bühne zeigt er sich nie ohne Totenkopfmaske, schwarze Kutte und Sense. Dabei nutzt er das Stilmittel der Verfremdung, um dem Publikum eine neue Perspektive auf Endlichkeit, Trauer und das Leben selbst zu eröffnen.

Seine Shows sind inhaltlich tiefgründig, ohne zu belehren. Sprachlich präzise, ohne akademisch zu wirken. Und vor allem: überraschend unterhaltsam. Es ist diese Mischung, die den Sensenmann zum gefeierten Dauergast auf Kleinkunstbühnen in ganz Deutschland gemacht hat.

Ein Abend zwischen Endlichkeit und Euphorie

Die Performance am 28. März verspricht ein Programm voller Charme, schwarzem Witz und brillanter Beobachtungsgabe. Der Tod nimmt dabei nicht nur seine Rolle als Knochenmann ernst, sondern vor allem die Bühne als Raum für Reflexion, Lachen und Befreiung. Die Themen reichen von Bürokratie im Jenseits über Bestattungsrituale weltweit bis hin zu erstaunlich liebevollen Betrachtungen über das Loslassen.

Wer glaubt, bei einem Auftritt des Todes handle es sich um morbide Zoten, irrt. Vielmehr begegnet man hier einem kabarettistischen Feinschmecker, der die großen Fragen mit Leichtigkeit serviert – gewürzt mit einer Prise Sarkasmus und einem Hauch von Poesie.


FAQs zu Der Tod
  • Was erwartet mich bei »Der Tod – Das Beste aus 13 tödlichen Jahren«?
    Ein unterhaltsamer Abend voller schwarzem Humor, intelligenter Gesellschaftskritik und pointierter Reflexion über das Leben und Sterben.
  • Ist die Show für alle Altersgruppen geeignet?
    Empfohlen ist das Programm für Erwachsene und ältere Jugendliche mit Sinn für Ironie und schwarzem Humor.
  • Wie lange dauert die Show?
    Die Veranstaltung umfasst in der Regel zwei Akte und dauert etwa zwei Stunden inklusive Pause.
  • Gibt es Tickets noch im Vorverkauf?
    Ja, Tickets sind ab 28,50 Euro auf www.stagecat.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
  • Warum sollte man sich eine Comedy-Show über den Tod anschauen?
    Weil Lachen über das Ende nicht zynisch ist – sondern menschlich, befreiend und überraschend tröstlich.

Nützliche Links zum Thema


Weitere Veranstaltungen im Philipp Scheidemann Haus in Kassel

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Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Seit 2021 erscheint Wildwechsel ausschließlich online. Laut Auswertung hat sich dadurch die Zahl der Leser noch mal deutlich gesteigert.

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