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Heinz Rudolf Kunze ist einer der Stars beim Drive-In-Festival in Bebra! | (c) Martin Huch
Heinz Rudolf Kunze ist einer der Stars beim Drive-In-Festival in Bebra! | (c) Martin Huch

Wie andere Locations auch, wurde der Lokschuppen Bebra vom Corona-Virus auf dem kalten Fuß erwischt. Aber davon lässt man sich in der Stadt an der Fulda nicht nachhaltig beeindrucken. Das Drive-In-Festival in Bebra will jetzt Abhilfe schaffen. – für Künstler, Veranstalter und auch das Publikum.

Stress ist Matthias Bähr gewöhnt. Der Lokschuppen-Macher, Konzertveranstalter, Internet- Unternehmer und Tausendsassa, der in Bebra und Berlin zu Hause ist, hat sich zur Aufgabe gemacht, aus dem Bebraer Lokschuppen eins der maßgeblichen Event-Locations der ganzen Region zu machen.

Dafür ist er aus der Bundeshauptstadt zurück in seine Heimaststadt gekommen. Von Anfang an hatte Bähr in dem Bebraer Wahrzeichen, das mit großem Aufwand renoviert worden war, einen guten Start erwischt.

Namhafte Künstler gaben sich die Klinke in die Hand. Kurz vor dem selbst gesteckten Ziel kam die Katastrophe: Lockdown wegen Corona. „Wir alle waren fassungslos“, sagt der Eventmanager. „Die ganze Arbeit, alle Mühen – umsonst. Alles auf Start. Neben dem kaum messbaren Imageschaden auch der finanzielle Verlust. Und das ausgerechnet in dem Jahr, in dem Bebra seine großen Veranstaltungen zum 1250. Jubiläum geplant hatte…“. Aber Matthias Bähr ist kein Mann, der aufgibt.

Ebenso hart erwischt hatte es Stefan Pruschwitz, den neuen Geschäftsführer der Stadtentwicklung Bebra GmbH, der in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Stefan Knoche gestiegen ist.

Offizieller Dienstbeginn: 1. April 2020, zum Start ein großer Koffer voller Ideen für die Biberstadt, die in den vergangenen Jahren mit einer ganzen Serie von Veranstaltungen, Initiativen und Maßnahmen von sich Reden gemacht hatte.

Eine der ersten Amtshandlungen von Pruschwitz: Den Lockdown verwalten, Schließungen vollziehen, den Stillstand herbeiführen, um die Corona-Schutzmaßnahmen umzusetzen. Ein Stadtentwickler stellt sich seinen Start anders vor.

Stefan Pruschwitz ist ebenfalls keiner, der die Flinte ins Korn wirft. Gemeinsam mit Matthias Bähr dachte er darüber nach, was man trotz Corona tun kann, um wieder Leben in die Stadt zu bringen. Damit Menschen Freude haben und Künstler auftreten können. Das Ergebnis ist in dieser Form einmalig

Drive-In-Festival in Bebra “ganz bewusst keine klassische Autokino-Veranstaltung”

Vom 11. bis 21. Juni findet in der Biberstadt das elftägige VR-Bankverein Bad Hersfeld Rotenburg „Lokschuppen Drive-In Musikfestival“ statt. Corona-sicher dank des Konzepts, das sich an Autokino anlehnt. Mit einer Riesenbühne, modernster Technik, drei Riesen-LED-Wänden, Live-Auftritten prominenter Künstler aus den verschiedensten Bereichen und mit elf vollkommen unterschiedlichen Show-Acts.

„Wir wollten ganz bewusst keine klassische Autokino-Veranstaltung organisieren, wie sie derzeit in vielen Städten aus dem Boden gestampft werden. Zumal wir auch das Glück hatten, dass die Sportagentur Speed Bebra in ihr Autokino-Konzept, den „VR-Bankverein Autokino Sommer“ integriert hat“, sagt Stefan Pruschwitz.

„Das ist für unser Publikum ein Glücksfall: an den Wochenenden gibt es Familien- und Kinder-Autokino und an den Abenden spielen wir ein vielseitigen, anspruchsvolles Kulturprogramm. Es ist schon so, dass wir den Ball „Lokschuppen“, der sich zum einem kulturellen Leuchtturm in der Region entwickelt, aufnehmen, und weiterspielen wollen.“

Zudem wollte der neue Chef der SEB ein Zeichen setzen und Künstlern in der Corona-Zeit eine Gelegenheit zum Auftritt vor Publikum bieten.

„Hochkarätiges Line-up“ beim Drive-In-Festival in Bebra

Lokschuppen-Macher Matthias Bähr ist viel Arbeit gewöhnt. Sein Engagement für das Bebraer Wahrzeichen bringt den „leidenschaftlichen Bebraner“ des Öfteren an die Grenzen der Belastbarkeit. „Aber das, was ich in den beiden vergangenen Wochen erlebt habe, ist auch für mich eine neue Dimension“, sagt er, und sein gequältes Lächeln lässt lange Tage, kurze Nächte und viele leer telefonierte Akkus vermuten.

Die Aufgabe: Innerhalb von nur zwei Wochen Vorbereitungszeit elf Top-Acts in das Provinzstädtchen Bebra holen, wobei kein Abend dem anderen gleichen darf, damit jeweils andere Publikumsinteressen angesprochen werden. Das Ganze in kürzester Zeit vertragssicher abschließen. Und den eng gesteckten finanziellen Rahmen nicht überschreiten – eine Gratwanderung. Denn an keinem Abend passen mehr als 200 Fahrzeuge auf den Mehrzweckplatz.

„Die Künstler treten also vor einem erlesenen Publikum auf“, sagt Matthias Bähr. „Und es ist tatsächlich gelungen, elf ganz unterschiedliche Veranstaltungen zu planen – ein vollkommen neuartiges Festival mit einem hochkarätigen Line-up, auf das wir sehr stolz sind.“ Unter anderem beinhaltet das Line-Up beim Drive-In-Festival in Bebra Heinz Rudolf Kunze, Hans Joachim Heist als Heinz Erhardt, Ingo Appelt und einige mehr (s.u.)

Von Rock’n’Roll über Schlager, Neue Deutsche Welle, Comedy und Poetry-Slam, Liedermacher-Abend bis zum Abschluss mit Jazz erstreckt sich das Festival im Herzen der Stadt.

Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe im Rahmen des VR-Autokino-Sommers von der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG. Event-Partner der Stadtentwicklung Bebra GmbH ist die Sportagentur Speed.

 

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Von Pressemeldung

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