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Christina Stürmer kommt nach Warburg
Christina Stürmer kommt nach Warburg

Als exzentrischer Professor Boerne mit einer Vorliebe für schnelle Autos hat er Rekord-Einschaltquoten gefeiert, in „Knocking On Heavens Door“ war er als dem Tode geweihter Rudi Wurlitzer an der Seite von Til Schweiger zu sehen.

Mit seiner Band Radio Doria ist er am 13. Oktober zu Gast auf dem Warburger Schützenplatz in einem Doppelkonzert mit Christina Stürmer.

Die Rede ist natürlich von niemand anderem als Jan Josef Liefers. Mit Radio Doria zeigt er eine andere Seite von sich und spielt liebevoll geschriebenen Pop-Rock, der viele Spektren von rockig-hart, pianistisch-gefühlvoll und experimentell abdeckt.

Ebenfalls im Festzelt der Oktoberwoche, welches für das Konzert länger auf dem Schützenplatz gelassen wird, ist Christina Stürmer zu Gast. Die sympathische Österreicherin hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Stilwandel von Castingshow-beeinflusstem Schlager-Pop zu einer der vielseitigsten Sängerinnen des Deutschrock geschafft.

In ihrer Heimat schafften es alle ihre Studioalben auf Platz 1 der Albumcharts und auch in Deutschland gelangten die letzten fünf Langspieler in die Top 10.

Stil und Rezeption

Stilistisch präsentiert sich Christina Stürmer mit einem rockorientierten Mainstream-Pop. Zu Beginn ihrer musikalischen Karriere deckte sie noch eine große Genrebandbreite ab, von Alternative Rock bis hin zum Schlagerpop. Mit der Zeit orientierte sich ihr Stil jedoch immer stärker am Deutschrock, des Öfteren wird ein musikalischer Einfluss von Sportfreunde Stiller erwähnt.[21] Seit ihrer Teilnahme an Starmania singt sie nur noch deutschsprachige Texte. Mit ihrem fünften Album Lebe lauter wird Christina Stürmer in einer Reihe mit Pop-Rock-Bands aus Deutschland (vgl. Deutschrock) wie Juli, Echt und Silbermond genannt. In Österreich gilt sie, obwohl sie in einem bundesdeutsch eingefärbten Hochdeutsch singt, als die seit langem erfolgreichste Vertreterin des Austropop – keine stilistische Zuordnung also, vielmehr bezieht sich die Bezeichnung vor allem auf die Herkunft.

Texte

Die Texte ihrer Lieder greifen Themen wie Liebe und Partnerschaft, Alkohol und Drogen sowie das Verhältnis zu Autoritäten, Gewalt, Krieg und Frieden und auch Philosophisches wie Vergänglichkeit, Tod und ewiges Leben auf. Christina Stürmer gibt sich dabei als „Mädchen von nebenan“, das nicht abgehoben ist, sondern lebensfrohe, ausgelassene Natürlichkeit demonstriert. Immer wieder werden Vergleiche mit der Pop-Sängerin Avril Lavigne angestellt. Die Lieder werden in der Regel von externen Komponisten und Textern geschrieben. Bei den letzten Produktionen war auch Bandmitglied Oliver Varga an den Kompositionen beteiligt.

Einfluss

Christina Stürmer löste mit ihrer Musik in Österreich eine neue Welle österreichischer Pop- und Rockmusik aus, die unter dem Titel Neuer Pop und Rock aus Österreich vom österreichischen Rundfunksender Ö3 vermarktet wird (siehe Die neuen Österreicher). Eine Reihe neuer Bands wurden durch Starmania und den Ö3 Soundcheck bekannt. Das sind Bands wie SheSays, Zweitfrau, Excuse Me Moses, Mondscheiner.

Band

Die international besetzte Band besteht aus Oliver Varga (Österreich, Gitarre) und Klaus Pérez-Salado (Spanien, Schlagzeug). Hartmut „Hardy“ Kamm (Deutschland, Akkordeon, Gitarre und Keyboards) verließ die Band im Juni 2009 und wurde durch den Österreicher Matthias Simoner ersetzt. Gwenael Damman (Frankreich, E-Bass) verließ die Band im Februar 2012. Neuer Bassist der Band wurde im Juni 2012 Rue Kostron.

Durch das Live-Auftreten Stürmers unter dem Namen „Christina Stürmer & Band“ tritt die Band in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit, weswegen Christina Stürmer auch als Rockband beworben wird.

» 13. Oktober 2017, Christina Stürmer, Radio Doria, Festzelt 

»  Event Warburg bei Facebook

» www.christinaonline.at

» www.facebook.com/radiodoria

» Die Fotos vom Konzert

Von Wildwechsel

Online-Redaktion des Printmagazin Wildwechsel. Wildwechsel erscheint seit 1986 (Ausgabe Kassel/Marburg seit 1994). Auf Wildwechsel.de veröffentlichen wir ausgewählte Artikel der Printausgaben sowie Artikel die speziell für den Online-Auftritt geschrieben wurden.

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